Eingelaubt und eingestaubt: In den Biergärten war lange nichts los. Unter anderem dafür haben die Unternehmen im Landkreis über 76 Millionen Euro Corona-Hilfen bekommen.
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Eingelaubt und eingestaubt: In den Biergärten war lange nichts los. Unter anderem dafür haben die Unternehmen im Landkreis über 76 Millionen Euro Corona-Hilfen bekommen.

Durchschnittlich 25 000 Euro pro Antrag

Corona-Hilfen: Unternehmen aus Landkreis Miesbach erhalten mehr als 76 Millionen Euro

  • Christian Masengarb
    VonChristian Masengarb
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Seit Juli 2020 haben von der Corona-Krise betroffene Selbstständige, Betriebe und Einrichtungen im Landkreis Miesbach Zuschüsse in Höhe von über 76 Millionen Euro erhalten.

Landkreis – Seit Juli 2020 haben von der Corona-Krise betroffene Selbstständige, Betriebe und Einrichtungen im Landkreis Miesbach Zuschüsse in Höhe von über 76 Millionen Euro erhalten. Das geht aus Zahlen hervor, die die IHK für München und Oberbayern veröffentlicht hat. Die Summe umfasst die Hilfsprogramme Überbrückungshilfe I bis III, Neustarthilfe sowie November- und Dezemberhilfe.

Insgesamt wurden bislang über 3000 Anträge bewilligt. Im Durchschnitt betrug die Auszahlung pro Antrag im Landkreis Miesbach rund 25 000 Euro.

Corona-Hilfen: Unternehmen aus Landkreis Miesbach erhalten mehr als 76 Millionen Euro

„Die Belastung der Wirtschaft durch die Corona-Pandemie ist erheblich und die ausgezahlten Hilfen decken trotz ihrer Millionen-Höhe nur einen Teil der pandemiebedingten Kosten und Verluste ab“, sagt Anja Frank, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach. Während die meisten Betriebe wieder durchstarten, seien gerade für den Landkreis wichtige Branchen wie Veranstaltungswirtschaft und Gastronomie sowie deren Dienstleister und Zulieferer weiter von Schließungen und Einschränkungen betroffen. „Sie benötigen auch weiterhin Unterstützung.“

Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III plus und der Neustarthilfe plus bis Ende September sei deshalb ein wichtiges Signal an die Betriebe, durchzuhalten. Der Bund müsse jetzt so schnell wie möglich die dafür notwendigen Antrags- und Bearbeitungsplattformen bereitstellen. „Damit dieses Geld schnell ankommt und die fortdauernde Durststrecke für diese Unternehmen überbrücken hilft.“

Im Freistaat wickelt die IHK für München und Oberbayern im Auftrag der Staatsregierung die Wirtschaftshilfen ab. Rund 47 Prozent der bewilligten Gelder gingen bayernweit an Antragsteller aus dem Gastgewerbe, also Hotels, Restaurants, Diskotheken, Bars und Catering-Unternehmen. Mit einem Anteil von rund zwölf Prozent folgt der Wirtschaftszweig Kunst, Unterhaltung und Erholung, zu dem unter anderem Museen, Konzertveranstalter und Fitnessstudios gehören. Weitere zwölf Prozent der Corona-Hilfen erhielten Betriebe aus dem Einzel- und Großhandel.

Insgesamt hat die IHK München bayernweit 6,2 Milliarden Euro an Wirtschaftshilfen ausgezahlt. Dazu kommen 2,2 Milliarden Euro aus den von den Bezirksregierungen des Freistaats zu Beginn der Corona-Krise ausgezahlten Soforthilfen an Unternehmen und Selbstständige.

Anträge auf Überbrückungshilfe III und Neustarthilfe sowie Verlängerungen können noch mindestens bis 31. Oktober gestellt werden. Alle Infos unter www.ihk-mu enchen.de/corona.  mas

Aktueller Stand

der Corona-Hilfen für den Landkreis: Überbrückungshilfe I: 200 Anträge, 2 Millionen Euro ausgezahlt; Überbrückungshilfe II: 361 Anträge, 5,6 Mio. Euro; Überbrückungshilfe III: 504 Anträge, 36 Mio. Euro; Neustarthilfe: 353 Anträge, 2 Mio. Euro; Novemberhilfe: 791 Anträge, 14,5 Mio. Euro; Dezemberhilfe: 813 Anträge, 15,7 Mio. Euro, Gesamt: 3022 Anträge, 76,3 Mio. Euro.

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