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Corona im Landkreis Miesbach: Astrazeneca-Erstgeimpfte müssen warten - kaum Chance auf schnelle zweite Dosis

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  • Sebastian Grauvogl
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Aktive Fälle, Testen, Impfen: Die neuesten Entwicklungen und Regeln rund um die Corona-Krise im Landkreis Miesbach fassen wir hier im Ticker zusammen.

  • Hier lesen Sie alle News und Entwicklungen rund um die Corona-Krise und die Infektionszahlen im Landkreis Miesbach.
  • Die aktuelle Inzidenz-Entwicklung in ganz Bayern entnehmen Sie unserer interaktiven Corona-Karte.
  • Die bisherigen Entwicklungen lesen Sie unserem alten Corona-News-Ticker.
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Dienstag, 11. Mai: Schnelle zweite Impfung: Daraus wird für viele nix

Landkreis – Im Eiltempo zum schnellen Impfschutz, das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Aussicht gestellt, indem er eine zweite Impfung mit Astrazeneca bereits vier Wochen nach dem ersten Termin ermöglichen will (wir berichteten im überregionalen Teil). Doch für die hier im Landkreis bereits mit Astrazeneca geimpften Personen wird der schnelle zweite Pieks kaum drin sein. Wie das Landratsamt mitteilt, können die Termine im Impfzentrum Hausham nicht einfach so verschoben werden. Nur mit einem Nachweis der Erfordernis sei dies möglich. Dazu gehören Urlaubsplanungen nicht.

Die aktiven Fälle im Landkreis.

Es bleibt also bei den bestehenden Terminen. Bis Astrazeneca nur an die Hausärzte ging, also seit Mitte April, wurde in Hausham auch dieses Vakzin verimpft. Die weiteren Lieferungen sind bis Anfang Juli fix vereinbart. „Andere Liefermodalitäten stehen nicht zur Option“, heißt es seitens des Landratsamts. Tatsächlich gibt es aber Astrazeneca-Erstgeimpfte, die ihren zweiten Termin absagen und versuchen, beim Arzt früher dranzukommen. „Täglich gibt es circa zehn Absagen per Mail, die genau das mitteilen“, so das Landratsamt. Auch der Allgemeinmediziner Josef Hampel aus Hausham bekommt solche Anfragen, wie er gegenüber unserer Zeitung erklärt. Abgesehen davon, dass er mangels Nachfrage ohnehin nur Biontech bestellt, lehnt er das oben genannte Ansinnen aber ab, da das Vorgehen zu kompliziert sei und zu Problemen führen könne. Das Landratsamt sieht das ähnlich. Nur wenn ein dringender Grund für eine schnelle zweite Impfung bestehe – etwas eine bevorstehende OP – könne man den umständlichen Weg nehmen.

Diese Regeln gelten heute

Unverändert gelten auch die Modalitäten bei der Sonderaktion in der Mittelschule Holzkirchen. Hier hatte der Landkreis 2000 Astrazeneca-Dosen, die Hälfte davon an Personen ohne jede Priorisierung, verabreicht. Das Wochenende für die zweite Impfung, 16./17./18. Juli, steht unverändert – Spahns Ankündigung hin oder her. Das Landratsamt hierzu: „Wir haben den Impfstoff schlicht nicht früher – wir erhalten passgenaue Lieferungen und können nichts vorverlegen.“

Derzeit verschickt das Buchungssystem automatisch Aufforderungen zur Vereinbarung eines zweiten Termins für die Sonderaktion. Diese können laut Landratsamt ignoriert werden. Es gilt weiterhin der gleiche Wochentag und die gleiche Uhrzeit wie beim ersten Termin. „Eine Verschiebung der Termine ist auch im Einzelfall nicht möglich“, heißt es.

Wer es besonders eilig mit dem Impfen hat und deshalb Astrazeneca will, dem bleibt also nur der Gang zum Hausarzt. Zu bedenken ist aber, das sagt auch Spahn: Die volle Schutzwirkung entfaltet dieser Impfstoff, wenn die zweite Dosis zwölf Wochen nach der ersten gespritzt wird.

Die Inzidenz-Entwicklung im Kreis Miesbach.

Derweilen hat es 25 Neuinfektionen gegeben. Die Inzidenz steigt damit erneut an und entfernt sich zunächst weiter von der 100er-Grenze.

Montag, 10. Mai: Der Blick richtet sich weiter auf die Inzidenz

Während etwa im Kreis Starnberg heute die Biergärten geöffnet haben, muss sich der Kreis Miesbach noch länger gedulden. Heute liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 142. Fast wie bei einem Fußballverein im Abstiegskampf beginnt nun das Rechnen, wann der Wert unter die maßgebliche Grenze von 100 fallen könnte. Für eine Öffnung von Biergärten & Co. zu Beginn der Pfingstferien (Freitag, 21. Mai) müsste dies noch diese Woche passieren. Denn erst am siebten Tag, nachdem die Inzidenz zweistellig geworden ist – und natürlich bleiben muss –, greifen die Lockerungen.

Inzidenz-Kurve Landkreis Miesbach am 10. Mai.

Mittwoch und Donnerstag vergangene Woche gab es sehr hohe Werte: 38 und 27, zusammen 65. Streift der Landkreis diese Last ab und bleiben die Zahlen niedrig – also etwa auf dem Stand von gestern, könnte das RKI vielleicht Ende der Woche einen Wert von unter 100 melden. Kaffeesatzleserei allemal – aber darin liegt derzeit die Hoffnung.

Auch das Landratsamt beschäftigt das Infektionsgeschehen, eine Prognose will die Behörde aber erst gar nicht anstellen. „Alle Aussagen hierzu wären rein spekulativ. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass alles möglich ist. Derzeit ist noch keine Tendenz erkennbar“, heißt es auf Anfrage. Über das Wochenende kamen 29 Neuinfektionen hinzu, am Montag waren es zwölf. Und: Erstmals ist im Landkreis die südafrikanische Variante aufgetreten (ein Fall). Bei ihr werden eine erhöhte Übertragbarkeit vermutet, zudem besteht der Verdacht auf Wiederansteckung. Ansonsten ist die britische Variante inzwischen für einen maßgeblichen Teil der Neuinfektionen verantwortlich. Seit der Einführung der Prüfpflicht am 11. Februar gab es 601 registrierte Fälle dieser Variante – etwas mehr als die Hälfte der Neuinfektionen –, und der Anteil steigt.

Weiterhin gilt: Das Infektionsgeschehen ist diffus. „Es ist immer noch zu beobachten, dass viele Familien betroffen sind“, heißt es aus dem Landratsamt. Eine kleinere Rolle hätten an den vergangenen Tagen die Cluster Gemeinderat Gmund und Asylbewerberheime Otterfing und Valley gespielt. Diese seien aber weiterhin betroffen. Je zwei Neuinfektionen wurden hier in den vergangenen beiden Tagen gemeldet, die Quarantäne bleibt bestehen.

Zahl der aktiven Corona-Fälle pro Gemeinde im Kreis Miesbach.

Apropos Asylbewerberunterkünfte. Wie es aus dem Landratsamt heißt, ist die Impfbereitschaft dort sehr gering. Insgesamt sieben Einrichtungen gibt es im Landkreis, deren Bewohner priorisiert sind. Maßgeblich hierfür ist eine Zahl von 25 oder mehr Bewohnern. Das Impfen in den Einrichtungen ist derzeit am Laufen. Nach Angaben des Landratsamts übernimmt die Planungen das mobile Team in Abstimmung mit den Zuständigen vor Ort, etwa Integrationsbeauftragten. Am Montag sei eine Einrichtung besucht worden, nächste Woche sollen zwei folgen. Dann seien alle Erstimpfungen erfolgt, heißt es. Wobei in den beiden Heimen mit Ausbruchsgeschehen die Lage erst weiter beobachtet werden muss. Genauere Zahlen nennt das Landratsamt nicht. Zum Teil seien die Bewohner auch schon beim Hausarzt und hätten dort eine Impfung bekommen.

Was die Flüchtlinge außerhalb der Einrichtungen betrifft, seien die örtlichen Integrationsbeauftragten eine wichtige Schnittstelle. Etwa in Holzkirchen, wo auf Initiative der Helfer Impftermine organisiert wurden.

Sonntag, 9. Mai: Inzidenz liegt jetzt bei 137

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis läuft gegen den allgemeinen Trend und steigt. Aktuell weist das Robert-Koch-Institut eine 7-Tage-Inzidenz von 137 aus. Am Freitag lag der Wert noch bei 135. Vom Schwellenwert 100 hat sich der Landkreis damit wieder ein Stück weit entfernt. Infektionszahlen aus den einzelnen Gemeinden veröffentlicht das Landratsamt erst wieder am Montag.

Freitag, 7. Mai: Inzwischen acht Gmunder Gemeinderäte positiv getestet - Biergärten auch nächstes Wochenende (15./16. Mai) zu

Landkreis – Während andere Landkreise rund um München längst eine 7-Tage-Inzidenz von unter 100 aufweisen, verharrt der Kreis Miesbach auf vergleichsweise hohem Niveau. Bei 135 lag der Wert am Freitag, was zwar bedeutet, dass von diesem Samstag an, „Click & Meet“ wieder erlaubt ist (wir berichteten), doch bis zum nächsten Öffnungsschritt ist es noch ein gutes Stück. Allein die Neuinfektionen seit Dienstag summieren sich auf 102. Eine zweistellige 7-Tage-Inzidenz ist somit frühestens am Mittwoch möglich, womit schon jetzt feststeht, dass eine Öffnung der Außengastronomie im Kreis Miesbach nächstes Wochenende, also 15./16. Mai, nicht möglich sein wird. Denn bekanntlich greifen die Lockerungen erst, wenn der Landkreis fünf Tage in Folge unter dem Schwellenwert 100 bleibt – und dann erst ab dem siebten Tag.

Das gilt ab Samstag, 8. Mai, im Landkreis

Für die Grundschulen gilt inzwischen ein anderer Stellenwert, und so können ab Montag, 10. Mai, auch die Kinder in den Jahrgangsstufen eins bis drei in ihre Einrichtungen zurückkehren. Sollte ein Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden können, darf die ganz e Klasse kommen, ansonsten muss die Beschulung im Wechselunterricht erfolgen. Auch Hortkindern dürfen wieder in ihre Einrichtungen. Bayern orientiert sich hier am bundesweit gültigen Schwellenwert von 165. Für die weiterführenden Schulen bleibt es aber bei der 100er-Grenze, sodass sich hier gegenüber den Vorwochen nichts ändert.

Corona: Aktive Fälle in den Gemeinden am 7. Mai

Was derweil offenbar recht gut vorankommt, ist das Thema Impfen. Am Freitag meldete das Landratsamt 34 811 Personen, die ihre erste Impfung bereits bekommen haben. 8340 davon hatten sogar schon ihren zweiten Termin. Wie viele davon unter die neue Regelung für vollständig Geimpfte fallen – also den zweiten Pieks vor 14 Tagen oder mehr bekommen haben – ist nicht ganz klar. Laut Landratsamt lässt die Software diese Auswertung nicht zu. Ebenfalls nicht sagen lässt sich, wie die Impfquote in den jeweiligen Altersklassen aussieht. Grund ist, dass inzwischen die Hausärzte ins Impfen eingebunden sind.

Inzidenz am 7. Mai

Für nächste Woche ist ein recht großes Kontingent an Dosen für das Impfzentrum in Hausham angekündigt – nämlich 2290 Biontech und 500 Moderna. Nach Angaben des Landratsamts wird etwa ein Viertel davon für Zweitimpfungen verwendet.

Donnerstag, 6. Mai: Cluster Gemeinderat lässt Gmunder Zahlen in die Höhe schnellen

16 neue aktive Fälle in zwei Tagen: In Gmund hat sich die Gemeinderatssitzung der vergangenen Woche zu einem echten Cluster entwickelt (wir berichteten hier). Im heutigen Update widmet sich auch das Landratsamt diesem Fall (Wortlaut siehe unten). Nicht bekannt ist derzeit, wie viele Personen in Quarantäne müssen. Das werde sich womöglich morgen herausstellen, heißt es auf Anfrage. Derweil ist klar, dass ab Samstag „Click und Meet“ im Einzelhandel wieder erlaubt sein wird. Heute gilt für den Landkreis am fünften aufeinanderfolgenden Tag eine Inzidenz von unter 150.

Das sind die Corona-Regeln im Kreis Miesbach am 6. Mai.

Hier der Wortlaut des Corona-Updates zum Fall Gmund: „Das weiterhin diffuse Infektionsgeschehen im Landkreis betrifft zahlreiche einzelne Familien. Darüber hinaus bereitet ein neues Cluster rund um eine Gemeinderatssitzung in Gmund dem Gesundheitsamt und dem Contact Tracing Team derzeit viel Arbeit. Bereits ein Drittel der bekannten Anwesenden (8 von 24) wurde im Nachhinein positiv auf das Coronavirus getestet. Auch die Familie eines Teilnehmers ist bereits positiv. Mit weiteren Folgeinfektionen ist zu rechnen. Das Gesundheitsamt und das Contact Tracing Team arbeiten mit Hochdruck an der Ermittlung aller Kontaktpersonen.

Aufgrund der Häufung an positiven Fällen unter den Gemeinderäten ist davon auszugehen, dass an der Sitzung eine oder mehrere asymptomatische infizierte Personen teilgenommen haben. Wahrscheinlich ist die britische Mutation verantwortlich für die Häufung an Fällen.

Die Corona-Zahlen in den Gemeinden am 6. Mai

Alle Personen, die für die Dauer der Sitzung keinen FFP2 Maskenschutz hatten, werden als enge Kontaktpersonen (KP 1) eingestuft und müssen 14 Tage ab der Sitzung in Quarantäne. Für bereits positiv Getestete (ST bzw. PCR bestätigt) gilt eine Quarantäne ab Testdatum 14 Tage wie vorgeschrieben.

Die Corona- Neuinfektionen am 6. Mai

Aber: Zuhörer, Gemeinderäte und Verwaltungsmitarbeitende, die sich kontinuierlich mit FFP2 Maske geschützt haben, können, solange keine Krankheitssymptome bestehen und nach Vorlage eines negativen Schnelltestes, aus der vorläufigen häuslichen Quarantäne entlassen werden. Sie gelten als Kontaktpersonen Kategorie 2. Das Gesundheitsamt empfiehlt regelmäßige Schnelltestungen und Symptomkontrolle für 14 Tage nach der Sitzung für diesen Personenkreis, sowie für diese Dauer eine Kontaktreduzierung.

Da die Besucher nach Schilderungen Anwesender weit weg von den Gemeinderäten gesessen sind und wohl durchgehend FFP2-Maske getragen haben, scheint eine Infektion unwahrscheinlich. Um möglichst schnell einen Kontakt zwischen allen Zuhörern und dem Gesundheitsamt herzustellen, werden diese gebeten, sich schnellstmöglich mit ihren Kontaktdaten an das Gesundheitsamt unter gesundheitsamt@lra-mb.bayern.de zu wenden.

Mittwoch, 5. Mai: Inzidenz steigt weiter an

Die Hoffnung auf Lockerungen der Corona-Regeln ist im Landkreis Miesbach wieder ein Stück weiter weggerückt. Am Mittwoch vermeldete das Robert-Koch-Institut eine 7-Tage-Inzidenz von 138. Am Dienstag waren es noch 130 gewesen. 38 Neuinfektionen teilte das Landratsamt mit.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz.
Zahl der aktiven Fälle in den Gemeinden am 5. Mai.

Dienstag, 4. Mai: Überall wird von Lockerungen geredet, doch soweit ist er Landkreis noch lange nicht

Kaum ein Tag vergeht derzeit, ohne dass die Bayerische Staatsregierung nicht von weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen spricht. Biergärten und Kinos sollen öffnen, Hotels Gäste empfangen können. Schon ab Montag, 10. Mai, können die ersten Beschränkungen fallen. Geknüpft ist dies aber jeweils an eine 7-Tage-Inzidenz von unter 100. Davon ist der Landkreis noch ein gutes Stück weg. Aktuell liegt die vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichte Inzidenz bei 130 und damit um zwei höher als noch am Montag. Damit Lockerungen in Kraft treten, muss der Landkreis an fünf aufeinander folgenden Tagen den jeweiligen Schwellenwert unterschreiten. Dann macht das Landratsamt dies bekannt, und am übernächsten Tag treten die Lockerungen in Kraft. Der gestrige Dienstag war der dritte Tag mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 150. Der Donnerstag wäre der fünfte Tag, bei sofortiger Bekanntmachung könnten die leichteren Regeln ab Samstag gelten. Aktuell würde dies aber nur die Möglichkeit des „Click & Meet“, also das Einkaufen mit aktuellem Negativtest, betreffen, und laut Ankündigung die Klassen 1 bis 3 der Grundschulen, die wieder in den Wechselunterricht zurückkehren könnten. Auch hier ist die Inzidenz entscheidend. Der Schwellenwert liegt hier bei 165.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz.

Damit die oben genannten, spürbaren Lockerungen, auf die insbesondere die Gastronomie hofft, kommen können, müsste der Landkreis dauerhaft die Inzidenz von 100 unterschreiten. Dies könnte gelingen, wenn die Zahl der Neuinfektionen niedrig bleibt und ab morgen die hohe Zahl Neuinfektionen vom 28. April aus der 7-Tage-Rechnung fällt. 40 Meldungen waren an diesem Tag beim Gesundheitsamt eingegangen. Am Tag darauf 28.

Zahl der aktiven Fälle in den Gemeinden am 4. Mai.

Hinsichtlich des Infektionsgeschehens im Landkreis gibt es kaum Neuigkeiten, wie das Landratsamt in seinem gestrigen Update mitteilte: Die größten Infektionscluster sind bereits bekannt, nämlich zwei Asylunterkünfte in Otterfing und Valley sowie ein größeres Cluster rund um Kinderbetreuung im Nordlandkreis. „Leider wurden in beiden Asylunterkünften weitere Bewohner positiv getestet, sodass derzeit von den in beiden Einrichtungen gemeinsam 60 Bewohnern zwölf ihre Quarantäne in anderen, dafür vorgehaltenen Einrichtungen verbringen“, schreibt die Behörde.

Das gilt am 4. Mai im Landkreis Miesbach

Auch beim Kinderbetreuungs-Cluster gebe es weitere Infektionen: Insgesamt wurden 20 Personen in mehreren Einrichtungen und mehreren Gemeinden positiv getestet, jedoch scheint das Cluster momentan gut im Griff beziehungsweise die Infektionsketten unterbrochen zu sein.

Darüber hinaus gibt es dem Landratsamt zufolge keine größeren Infektionscluster. Die meisten Fälle machen nach wie vor Infektionen mit dem Coronavirus im familiären Umfeld aus.

Montag, 3. Mai: Inzidenz weiter gefallen, aber noch gelten keine weiteren Lockerungen

Sechs neue Fälle sind dem Landratsamt heute bekannt geworden, und die 7-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken, auf 128. Bis wieder „Click & Meet“ möglich ist, muss der Wert aber an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 150 liegen, und das Landratsamt muss dies dann bekannt machen. Derweil hat Ministerpräsident Markus Söder Öffnungen für Landkreis mit einer Inzidenz unter 100 bekanntgegeben. Auch für Grundschulen ändert sich etwas.

Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach für 3. Mai.
Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach für 3. Mai.
In der Übersicht: Was gilt im Landkreis Miesbach heute.

Sonntag, 2. Mai: Inzidenz sinkt leicht, aber weiter viele aktive Fälle

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach ist über das Wochenende gesunken. Das RKI vermeldete für Sonntag einen Wert von 144. Nachdem die Zahlen zuvor fast drei Wochen lang stetig gestiegen waren – von 82 (7. April) auf 174 (26. April) – , hat der Landkreis damit die längste Verschnaufpause seit einiger Zeit bekommen. Ob Sie eine Trendwende einleitet, werden die kommenden Tage zeigen.

Die Zahl der aktiven Fälle liegt derweil weiter hoch: Derzeit haben 331 Menschen im Landkreis eine Corona-Infektion. Selbst währende der Hochphase der zweiten Welle von November bis Januar waren es meist weniger. Es sind also weiter viele Viren im Umlauf.

Corona-Inzidenz im Landkreis Miesbach: 2. Mai
Die Corona-Zahlen in den Gemeinden des Landkreises Miesbach am 1. Mai.
Corona im Landkreis Miesbach: 2. Mai

Freitag, 30. April: Inzidenz sinkt leicht

Die 7-Tage-Inzidenz ist leicht gesunken: von 161 auf 160. Am Freitag meldete das Landratsamt 15 Neuinfektionen ‒ 13 weniger als am Vortag. Insgesamt bewegt sich das Infektionsgeschehen also nach unten. Die Impfquote im Landkreis liegt mittlerweile bei 30,07 Prozent. Genau 30.078 Menschen oder knapp ein Drittel der Bevölkerung wurden bislang also mindestens ein Mal geimpft. 72 Menschen sind an oder mit Corona gestorben.

Die Corona-Inzidenz im Landkreis Miesbach am 30. April.
Die Corona-Zahlen in den Gemeinden des Landkreises Miesbach am 30. April.

Donnerstag, 29. April: Fake News über Biontech-Dosen in Miesbach

Von Zeit zu Zeit sieht sich das Miesbacher Landratsamt veranlasst, mit Falschnachrichten aufzuräumen. So jetzt wieder. Auf einigen Messenger-Diensten würden die Nutzer von Unbekannten aufgefordert, sich unter Angabe ihrer Handynummer zu melden. Sie könnten dann eine von 300 Biontech-Dosen bekommen, die in Miesbach lagern und sonst vernichtet würden. „Dabei handelt es sich um Fake News“, unterstreicht das Landratsamt. Impfzentrums-Leiterin Beate Faus sagt: „Es bleiben keine Impfdosen übrig und keine werden entsorgt. Es gibt keine ,Resterampe‘.“

Corona-Dashboard für den Landkreis am 29. April

Derweil stehen die Chancen ordentlich, einen Impftermin zu bekommen. Das Impfzentrum erwartet für Mai durchgehend mehr Impfstoff als zuletzt. Interessierte müssen sich auf impfzen tren.bayern registrieren.

Aktive Fälle im Landkreis Miesbach am 29. April

Derweil hat sich am Infektionsgeschehen wenig geändert. Gestern kamen 28 Neuinfizierte hinzu, ein Teil davon steht im Zusammenhang mit dem Cluster Kinderbetreuungs-Einrichtung im Landkreis-Norden, wie das Landratsamt in seinem Donnerstags-Update schreibt. Inzwischen macht die sogenannte britische Mutation mehr als die Hälfte der Neuinfektionen aus. 224 wurden in den vergangenen zehn Tagen festgestellt, 118 gehen auf die Variante B 1.1.7 zurück. dak

Mittwoch, 28. April: Verstorbene nachgemeldet, Zahl liegt nun bei 72

Eine mit 40 hohe Zahl an Neuinfektionen hat das Landratsamt am Mittwoch registriert. Zum Teil liegt das an dem Cluster in einer Kinderbetreuungseinrichtung im Landkreis-Norden (wir berichteten). In der bereits zum vierten Mal betroffenen Asylbewerberunterkunft in Otterfing mit 34 Bewohnern hat sich derweil keine weitere Infektion feststellen lassen. Die Quarantäne wurde somit aufgehoben. Anders in Valley (30 Bewohner). Hier bleibe die Quarantäne bestehen, weitere Tests laufen, wie das Landratsamt mitteilt. Ansonsten stelle das Infektionsgeschehen weiterhin diffus dar.

Corona-Zahlen im Kreis Miesbach. Die aktiven Fälle am 28. April.

Inzwischen haben drei Nachmeldungen von im Februar und März verstorbenen Personen das Landratsamt erreicht. Die Zahl der Behörde stimmt somit wieder mit der des Robert-Koch-Instituts überein und liegt bei 72. Auch die zuletzt an oder mit dem Virus verstorbenen Personen waren hohen Alters.

Corona-Zahlen im Kreis Miesbach. Neuinfektionen und Inzidenz.

Was aktuell an Regeln in Bayern gilt, finden Sie hier

Dienstag, 27. April: Elf Neuinfektionen, dafür 33 Gesundete

Dem Gesundheitsamt in Miesbach sind gestern elf Neuinfizierte gemeldet worden. Zugleich gelten 33 Personen als genesen. Gesunken ist die Zahl der aktiven Fälle insbesondere in Miesbach (-6, jetzt 49) und Valley (-5, 2). Otterfing hat seit heute keinen aktiven Fall mehr. Dank der gestern niedrigen Fallzahl ist die 7-Tage-Inzidenz auf 172 gefallen.

Die Übersicht zu Corona-Lage im Landkreis Miesbach am 27. April.
Übersicht zu Corona-Lage im Landkreis Miesbach am 27. April

Montag, 26. April: Infektionen in Asylunterkünften und Kinderbetreuungseinrichtungen im Nordlandkreis

Über das Wochenende hat sich die Corona-Lage im Landkreis Miesbach nicht entspannt - im Gegenteil. Die Inzidenz ist weiter gestiegen, auf mittlerweile 174. Vor allem im Nordlandkreis sind mehrere Infektionsherde entstanden. Zudem greifen ab morgen die neuen Regeln der Bundesnotbremse, da die Inzidenz im Landkreis Miesbach an drei Tagen in Folge über 150 lag. Hier die Mitteilung des Landratsamtes im Wortlaut:

„In den vergangenen Tagen hat sich einiges getan rund um das Infektionsgeschehen im Landkreis: Die Bewohner zweier größerer Asylunterkünfte stehen unter Quarantäne, zudem gibt es ein größeres Infektionscluster im Bereich der Kinderbetreuung. Die Zahlen treiben diese Cluster aber (noch) nicht in die Höhe: Die überwiegende Mehrheit der Fälle geht nach wie vor auf Infektionen in Familienverbänden zurück.

Infektionsgeschehen in zwei Asylunterkünften

In einer Asylunterkunft in Valley stehen 30 Bewohner unter Quarantäne, nachdem ein Bewohner positiv auf das Virus getestet wurde. Die infizierte Person verbringt die Quarantäne außerhalb der Einrichtung in einer für diesen Zweck vorgesehenen Wohnung. Auch die 34 Bewohner einer Asylunterkunft in Otterfing müssen unter Quarantäne. Hier verbringen zwei Bewohner ihre Quarantäne in einer anderen Wohnung. Diese Einrichtung steht bereits zum vierten Mal seit Beginn der Pandemie unter Quarantäne. Aktuell laufen die Nachtestungen in beiden Einrichtungen, von deren Ergebnis die weitere Quarantäne-Dauer abhängig ist. Durch am Freitagnachmittag aufgestellte Bauzäune ist es den Bewohnern in beiden Einrichtungen möglich, sich im Freien aufzuhalten.

Infektionsgeschehen in der Kinderbetreuung

Im Nordlandkreis gibt es ein großes Cluster rund um die Kinderbetreuung. Mehrere Kinder haben sich unwissentlich untereinander angesteckt und das Virus in die Familien getragen, sodass nun durch Geschwisterkinder mehrere Einrichtungen betroffen sind. Das Cluster umfasst bisher mindestens 15 positiv getestete Personen. Mit Folgeinfektionen ist zu rechnen. Die Querverbindungen zwischen den Fällen und Einrichtungen sind nicht mehr lückenlos durch das Contact Tracing Team nachzuvollziehen. Das Gesundheitsamt bittet daher alle Landkreis-Bürger, insbesondere aber die im Nordlandkreis, auf das umfassende, kostenlose Schnelltestangebot im Landkreis einzugehen. So wurden beispielsweise über www.reihentestung.de schon 7.006 Schnelltests an 34 Teststationen durchgeführt. Täglich werden neue Teststationen angeschlossen.

Sonder-Impf-Aktion am Wochenende

Die Sonder-Impf-Aktion am vergangenen Wochenende in der Mittelschule in Holzkirchen war ein voller Erfolg: 1.986 Dosen AstraZeneca wurden an den drei Tagen verimpft. Die übrigen 14 Dosen werden für Zweitimpfungen im Impfzentrum verwendet. Das Impfteam erreicht sehr viele positive Rückmeldungen zur Organisation und Abwicklung der Sonderaktion. Das Impfzentrum hat sich daher noch am Wochenende um weitere „Sonder-Rationen“ Impfstoff bemüht. Leider erteilte die Regierung von Oberbayern der Anfrage eine Absage. Das Team bleibt jedoch weiter dran und wird künftige „Sonder-Rationen“ unverzüglich annehmen und, sobald verfügbar, mittels weiterer Sonderaktion an die Landkreisbürger verteilen.

Neue Regeln durch Bundesnotbremse

Am Samstag hat das Gesundheitsministerium Informationen zu den Neuerungen durch die Bundesnotbremse bekanntgegeben. Das Landkreis-Dashboard konnte dadurch heute wieder aktualisiert werden. Größte Änderung ist, dass ab dem morgigen Dienstag für alle Geschäfte, die nicht zum erweiterten täglichen Bedarf gehören, nur noch „Click & Collect“ erlaubt ist, weil die 7-Tages-Inzidenz mehr als drei Tage in Folge über 150 lag. Diese dreimalige Überschreitung muss das Landratsamt wieder amtlich bekanntmachen Vorlesen . Im Detail bedeutet das:

„Die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ist – abgesehen von Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdiensten, Getränkemärkten, Reformhäusern, Babyfachmärkten, Apotheken, Sanitätshäusern, Drogerien, Optikern, Hörgeräteakustikern, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Versicherungsbüros, Pfandleihhäusern, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons, Verkauf von Presseartikeln, Tierbedarf und Futtermitteln sowie der Großhandel - untersagt. Die Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften (Click & Collect) ist zulässig.“

Freitag, 23. April: Nachtrag

Gegen 17.30 Uhr hat das Gesundheitsministerium dann doch die gültigen 7-Tage-Inzidenzen veröffentlicht. Für den Kreis Miesbach war maßgeblich, ob die Behörde den tagesaktuellen Wert von 151 zugrunde legt. Der Verordnungstext hätte das wohl hergegeben. Dann wäre schon ab Samstag, also zwölf Stunden später, „Click & Meet“ im Einzelhandel verboten gewesen. Doch die Behörde entschied sich für die Drei-Tage-Regel. Demnach erfolgt eine Verschärfung der Regeln erst, wenn ein Landkreis an drei aufeinander folgenden Tagen einen bestimmten Schwellenwert übersteigt. Miesbach gilt aber bis auf Weiteres als Landkreis mit einem Wert von über 100.“

Hier die Änderungen im Überblick:

Die Änderungen in der Übersicht

Freitag, 23. April: Bundesnotbremse: Landratsamt wartet auf Infos von der Staatsregierung

Im heutigen Corona-Update nimmt das Landratsamt Stellung zu den Auswirkungen der Bundesnotbremse vor Ort:

„Eigentlich mussten die Landratsämter in den vergangenen Wochen jeweils am Freitag den 7-Tages-Inzidenzwert amtlich bekanntmachen. Aus dieser Inzidenzeinstufung folgten dann die Regeln für Schul- und Kitabetrieb in der darauffolgenden Woche.

Die Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach am 23. April.

Diese Passage zur amtlichen Bekanntmachung des Inzidenzwertes ist nun mit der gestrigen Änderung der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die wegen der sogenannten „Bundesnotbremse“ notwendig war, entfallen. Stattdessen wird nun das Gesundheitsministerium den für Schulen und Kitas relevanten Wert heute bekanntmachen. Wann das passieren wird, entzieht sich ärgerlicherweise der Kenntnis der Landratsämter; Interessierte sollten die derzeit nicht erreichbare Website des Gesundheitsministeriums regelmäßig konsultieren.

Die Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach am 23. April.

Aufgrund des eindeutigen Werts von 151 laut RKI (eindeutig deshalb, weil deutlich über der bisher geltenden Grenze von 100) wird sich aber voraussichtlich in der kommenden Woche nichts ändern.

Die Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach am 23. April.

Über Schul- und Kita-Betrieb hinaus wird es weitere Anpassungen der Corona-Regeln durch die Bundenotbremse geben. Leider sieht sich das Landratsamt jedoch außerstande, das Landkreis-Dashboard heute zu aktualisieren. Dazu fehlen Klarstellungen und Detailregelungen der Staatsregierung, um verlässliche Aussagen auf Landkreis-Ebene treffen zu können.“

Am Freitag wurden 19 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Donnerstag, 22. April: Alle Termine bei Sonderaktion weg

Das ging schnell. Um 13.30 Uhr gab das Landratsamt die Öffnung der Sonderaktion für Unter-60-Jährige bekannt. Um 16.15 Uhr waren die 1000 offenen Termine weggebucht.

Das Infektionsgeschehen im Landkreis nimmt derweil weiterhin zu. 29 Neuinfektionen meldete das Gesundheitsamt gestern, einen Wert über 20 an drei aufeinander folgenden Tagen gab es schon länger nicht mehr. Klar ist somit auch, dass das Gesundheitsamt heute eine 7-Tage-Inzidenz von über 100 feststellen wird, womit sich nächste Woche für die Schulen im Vergleich zu dieser Woche nichts ändert.

Zuletzt hat sich auch die Lage auf der Intensivstation im Krankenhaus Agatharied verschärft. Anfang der Woche war dort kein Covic-19-Patient mehr zu behandeln, am Donnerstag waren es wieder drei. Alle müssen invasiv beatmet werden.

Die Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach am 22. April.
Die Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach am 22. April.
Die Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach am 22. April.

Donnerstag, 22. April: Altersbegrenzung aufgehoben, Astrazeneca für alle

Der Impfstoff von AstraZeneca kann nun für Impfwillige aller Altersgruppen ohne Priorisierungsnachweis verwendet werden. Wie das Landratsamt meldet, hat Landrat Olaf von Löwis die Sonder-Impfaktion am kommenden Wochenende in der Holzkirchner Mittelschule auch für Impfwillige unter 60 Jahren freigegeben: „Ab sofort kann sich jeder volljährige Landkreisbürger unter www.terminland.de/Sonderaktion_Astra seine erste Dosis sichern“, sagt der Landrat.

Von den 2.000 Impfdosen, die im Rahmen der Sonderaktion ohne Priorisierung verimpft werden, ist sei die Hälfte an Über-60-Jährige vergeben. „Die andere Hälfte ist nun ein Angebot an alle Jüngeren, die sich mit dem Produkt impfen lassen wollen“, meldet das Landratsamt. Sind alle Termine ausgebucht, werden keine mehr auf der Plattform angezeigt. „Niemand muss sich impfen lassen, aber ich habe entschieden, alle unserem Landkreis zur Verfügung stehenden Dosen bei diesem Termin anzubieten. Es ist ein Angebot, das jeder Landkreisbürger annehmen kann, der möchte – unabhängig von Alter oder Priorisierung“, bekräftigt der Landrat.

Voraussetzung für die Impfung ist eine vorherige Registrierung auf www.impfzentren.bayern. Mitbringen müssen die Impfwilligen ein Dokument, das ihren Wohn- oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Landkreis nachweist (z.B. Ausweis), ihren Impfpass und die Terminbestätigung von Terminland. Nicht geimpft wird, wer diese Dokumente nicht vorlegen kann, beziehungsweise wer im vergangenen halben Jahr eine Covid-Infektion durchgemacht hat oder innerhalb der vergangenen beiden Wochen geimpft wurde. Das Impfteam bittet darum, lockere Kleidung zu tragen, damit man gut aus dem Ärmel schlüpfen kann.

Der Impfstoff kann nicht getauscht werden; es steht ausschließlich AstraZeneca zur Verfügung. Wer keinen Termin ergattert oder einen anderen Impfstoff möchte, kann sich beim Hausarzt oder beim Impfzentrum (Registrierung unter www.impfzentren.bayern) vormerken lassen. Hausärzte verimpfen AstraZeneca ab sofort ohne Alters- oder Priorisierungseinschränkung.

Die Zweitimpfung findet zur gleichen Uhrzeit und am gleichen Ort am Wochenende vom 16. bis 18. Juli statt.

Hinweis: Die Altersabfrage auf der Terminbuchungsplattform www.terminland.de/Sonderaktion_Astra kann nicht verändert werden. Jeder Impfwillige soll bitte diesen Haken setzen, unabhängig vom tatsächlichen Alter. Die Aktion ist für alle impfwilligen Landkreisbürger über 18 Jahren!

Mittwoch, 21. April: Landratsamt: „Testen soll die Inzidenz senken“

Wer viel testet findet viele Infizierte. Dieses oftmals von Corona-Kritikern angeführte Argument mag richtig sein, letztlich soll die Testoffensive das Infektionsgeschehen aber eindämmen. Nämlich indem verhindert wird, dass Infizierte, die keine Krankheitssymptome zeigen, unwissentlich andere Menschen infizieren. Auf dieses Ziel weist das Miesbacher Landratsamt in seinem Corona-Update hin und nennt als Beispiel die Schnelltests in Schulen. Elf vielen positiv aus, alle elf Schnell- wurden mit PCR-Tests bestätigt. Eine Weitergabe des Virus’ in der Schule konnte aber soweit ausgeschlossen werden, dass keine einzige Klasse in Quarantäne musste.

Die Testreihen in Schulen haben derweil die 7-Tage-Inzidenz in der entsprechenden Altersklasse nach oben getrieben (wir berichteten). Kinder und Jugendliche liegen derzeit bundesweit an der Spitze, gefolgt von den Gruppen der Berufstätigen, die sich je nach Arbeitsplatz regelmäßig testen lassen. Durch das frühzeitige Entdecken infizierter Personen sollen Infektionsketten erst gar nicht entstehen. „Gelingt der Paradigmenwechsel in der Teststrategie vom ,Rückwärtstesten‘ hin zum ,Vorwärtstesten‘, wie es viele asiatische Länder bereits praktizieren, wird die Inzidenz sinken“, schreibt das Landratsamt. Mit „Rückwärtstesten“ ist nach mühevolle Nachvollziehen von Infektionsketten, also das Aufspüren potenziell Infizierter über Kontakte, gemeint.

Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach 21. April 2021

Wie viele Tests im Landkreis genommen wurden, ist unbekannt, weil es viele Teststellen im Landkreis gibt und nur positive Ergebnisse gemeldet werden müssen. Für das Landkreis-Testzentrum an der Miesbacher Oberlandhalle gibt es derweil Zahlen. Zwischen 1. und 19. April wurden dort 1220 Schnelltests durchgeführt, nur neun waren positiv. Die Zahl der zuverlässigeren PCR-Tests lag bei 1831, 35 davon fielen positiv aus. Zusammen mit anderen Positiv-Test summierte sich die Anzahl der meldepflichtigen Infizierten im genannten Zeitraum auf 308.

Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach 21. April 2021

Über das im Landkreis genutzte QR-Code-System wurden bisher übrigens 3500 Schnelltest abgewickelt. 7000 Personen sind auf www.reihentestung.de registriert.

Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach 21. April 2021

Dienstag, 20. April: Sonderimpfaktion wird offenbar gut angenommen

Die Astrazeneca-Sonderimpfaktion des Landratsamts scheint auf breite Resonanz zu stoßen. Binnen der ersten vier Stunden haben sich am gestrigen Dienstag rund 800 Personen für eine Impfung angemeldet. Wie berichtet, werden am Wochenende in der Mittelschule Holzkirchen 2000 Dosen des Impfstoffs an Personen im Alter ab 60 auch ohne Priorisierung verabreicht. Wer sich noch einen Termin sichern möchte, kann dies über www.terminland.de/Sonder aktion_Astra tun. Die Impfwilligen müssen allerdings schon auf dem bekannten Portal www.impfzen tren.bayern registriert sein.

Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach am 20. April

Unverändert besteht das unkomplizierte Testangebot mittels QR-Codes. Zuletzt hatte das Landratsamt Teststelllen dazu aufgerufen, sich an dem System zu beteiligen. Mit Erfolg: Inzwischen sind es 29 Stationen im Landkreis, die mitmachen. Auf der Seite www.reihentestung.de können sie registrierte Nutzer einsehen. Laut Landratsamt gibt es weitere Interessenten.

Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach am 20. April
Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach am 20. April

Montag, 19. April: Sonderimpfaktion: Astrazeneca ohne Priorisierung, Inzidenz bei 132

Was ein bisschen klingt wie die Werbung für einen Schlussverkauf, ist tatsächlich die Chance, im Landkreis Miesbach zu vorzeitigem Corona-Impfschutz zu kommen. In einer „einmaligen Sonderaktion“ lässt das Impfzentrum am kommenden Wochenende in der Mittelschule Holzkirchen 2000 Dosen Astrazeneca verimpfen. Einen Termin buchen können alle Landkreisbürger ab einem Alter von 60 Jahren – ohne, einen Priorisierungsgrund nachweisen zu müssen.

Die Online-Anmeldung auf www.terminland.de/Sonderaktion_Astra startet am heutigen Dienstag um 10 Uhr. Voraussetzung dafür ist allerdings auch hierfür eine Registrierung auf www.impfzentren.bayern. Wer hier noch nicht sein Impfinteresse bekundet hat, sollte dies also spätestens jetzt schleunigst tun. Das verbreitete Argument, ohne Priorisierung komme man eh noch nicht dran, gilt bei der Sonderaktion nicht mehr.

Hier müssen die Impfwilligen laut Landratsamt lediglich ihr Geburtsdatum und damit ihr Alter von über 60 Jahren sowie ihren Wohnort mit dem Personalausweis belegen. Der Sicherheitsdienst am Eingang der Mittelschule überprüfe die Angaben sowie die Online-Terminbuchung. Auch den Impfpass muss mitgebracht werden, um die Spritze zu erhalten. Zudem sollten Impfwillige in den vergangenen sechs Monaten keine Covid-19-Erkrankung durchgemacht und innerhalb der vergangenen 14 Tage keine andere Impfung erhalten haben.

Grund für den überraschenden Impf-Turbo ist eine Lagerräumung des Freistaats, berichtet Landratsamtspressesprecherin Sophie Stadler auf Nachfrage unserer Zeitung. Da Bayern so viel Impfstoff zugesagt worden sei, dass wohl auch alle Zweitimpfungen gesichert seien, habe man den eigentlich dafür reservierten Astrazeneca-Impfstoff freigegeben. Dem Team des Impfzentrums im Landkreis Miesbach sei es nun gelungen, sich 2000 dieser Dosen zu beschaffen.

Das Landratsamt betont, dass bei der Sonderaktion wirklich ausschließlich dieses Vakzin zum Einsatz kommt. Das gelte auch für die Zweitimpfung, die genau zwölf Wochen später (16. bis 18. Juli) jeweils zur selben Uhrzeit wie beim Ersttermin ebenfalls in der Mittelschule Holzkirchen stattfindenden wird. Die Impfungen werden durch das medizinische Personal des BRK-Kreisverbands durchgeführt. Ärzte klären die Impfwilligen ausführlich auf, bevor die Spritze gesetzt wird. Wer einen Termin ergattern konnte, wird gebeten, lockere Kleidung zu tragen, um den Oberarm bei der Impfung schnell freimachen zu können.

Eine Alternative zur Online-Anmeldung gibt es bei der Sonderaktion übrigens nicht. Wer keinen eigenen Internetzugang hat oder digital wenig affin ist, müsse sich selbstständig um einen Helfer aus dem Familien- oder Freundeskreis bemühen, teilt das Landratsamt mit. Wenn keine Termine mehr angezeigt werden, seien alle ausgebucht. Dann müssten sich Impfwillige wie gewohnt im Impfportal oder beim Hausarzt vormerken lassen und warten, bis sie gemäß Priorisierungsverordnung des Bundes an der Reihe sind.

In den Impfzentren werden Erstimpfungen mit Astrazeneca übrigens ab sofort nicht mehr durchgeführt. Diese übernehmen laut Landratsamt nun ausschließlich die Hausärzte. Eben deshalb müssten die Termine über eine separate Plattform vereinbart werden. Besagte zusätzliche Registrierung auf www.impfzentren.bayern sei weiterhin notwendig, damit die Impfungen nachvollziehbar bleiben.

Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Miesbach lag am Montag bei 132. Sechs Neuinfektionen mit dem Coronavirus teilte das Gesundheitsamt mit.

Die Inzidenz im Landkreis Miesbach nach Altersgruppen: Interessante Einblicke gibt eine Statistik des RKI, die die Inzidenz im Landkreis nach Altersklassen aufschlüsselt. Sie zeigt, wie viele Personen in diesen Gruppen, hochgerechnet auf 100 000, sich in den vergangenen sieben Tagen mit Corona infiziert haben. Ein Ergebnis: In der Altersklasse von fünf bis 14 Jahren ist die Inzidenz mit 283 derzeit rund doppelt so hoch wie im Landkreis-Durchschnitt (132). Die Zeit, in der Corona Jüngere verschonte, ist auch im Landkreis offenbar vorbei. Ab 15 Jahren sinkt die Inzidenz mit zunehmendem Alter. In der Hochrisiko-Gruppe über 80 Jahren, in der Corona zunächst die meisten Todesopfer gefordert hatte, ist sie mit 16 besonders niedrig.

Sonntag, 18. April: Inzidenz steigt auf 135

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis ist leicht angestiegen: Sie liegt jetzt laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 135. Am Freitag betrug der Wert 129.

Freitag, 16. April: Schulen unterrichten wieder aus der Ferne

Landkreis ‒ Am Freitag liegt die Sieben-Tages-Inzidenz für den Landkreis Miesbach laut Robert Koch-Institut bei 129. Das bedeutet, dass ab Montag, 19. April wieder alle Schülerinnen und Schüler - außer die Abschlussklassen - in den Distanzunterricht zurückkehren. Das teilt das Landratsamt in seinem Corona-Update mit. Der Freitag zählt immer als Stichtag für die Regeln, die ab Montag und dann für die ganze Woche gelten. Ab einer Inzidenz von 100 gilt Distanzunterricht. In der vergangenen Woche waren 28 Prozent der Grund- und Mittelschulen im Landkreis im Präsenzunterricht, was erlaubt ist, sofern die Abstände eingehalten werden können. 38 Prozent unterrichteten im Wechselunterricht. Die anderen Schulen organisierten Mischformen.

Die Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach vom 16. April.

Corona-Update: Regeln an Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten

Ausgenommen von der Regel des ab Montag geltenden Distanzunterrichts sind: Abschlussklassen aller Schularten ‒ auch die vierten Klassen der Grundschulen, sowie die Jahrgangsstufen 11 an den Gymnasien und den Fachoberschulen. Diese Klassen werden in Präsenz unterrichtet, sofern der Mindestabstand von eineinhalb Metern dauerhaft eingehalten werden kann. Wenn nicht, gilt Wechselunterricht. Wer die Schule im Präsenz- oder Wechselunterricht betritt, muss einen negativen Coronatest vorweisen oder dort machen.

In den Kindertagesstätten und Krippen gibt es keine Regelbetreuung mehr, nur noch Notbetreuung. Das Sozialministerium legt fest, wer Anspruch darauf hat. Zusätzlich gilt ab nächster Woche auch eine Testpflicht an Horten oder ähnlichen Betreuungseinrichtungen. Zu einer Änderung der bisherigen Situation führt das aber nur, wenn die Kinder und Jugendlichen nicht am Vormittag in der Schule waren. Wenn sie dort einen negativen Test nachgewiesen haben, müssen sie im Hort nicht erneut getestet werden.

Die Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach vom 16. April nach Gemeinden sortiert.

Das bestätigt auch Ute Braun vom Miesbacher Kinderhort. „Die meisten Kinder, die zu uns kommen, sind am Vormittag in der Notbetreuung in der Schule und werden dort getestet“, sagt Braun. Falls ein Kind am Vormittag nicht in der Schule war, dennoch aber den Hort besucht, müssten die Eltern einen negativen Test vorweisen. Hier zähle auch ein Laienschnelltest, erklärt die Leiterin des Horts, der im Normalfall für 25 Kinder Platz bietet. Die Eltern wüssten über die Neuerungen Bescheid und seien damit auch einverstanden. Weil viele Kinder von den Eltern oder Großeltern betreut werden können, ist deutlich weniger los im Hort als sonst. Fünf bis acht Kinder kämen aktuell in die Betreuung, berichtet Braun.

Insgesamt bewertet das Landratsamt das neue engmaschige Testen, das am Montag, 12. April begonnen hat, positiv. Bei zehn Schulkindern im Landkreis fiel in der vergangenen Woche ein Schnelltest und anschließend auch der der PCR-Test positiv aus. Der Vorteil ist laut Landratsamt aber, dass in den allermeisten Fällen keine weiteren Mitschüler in Quarantäne müssten.

Infektionslage

Generell scheint sich die Lage in Miesbach etwas zu entspannen. Im Vergleich zu Donnerstag ist die Sieben-Tages-Inzidenz von 145 auf 129 gefallen, wie das Landratsamt ausweist. Somit fällt der Wert nach acht Tagen des Wachstums zum ersten Mal wieder. 18 neue Fälle wurden am Freitag gemeldet. Mit insgesamt 19 749 geimpften Personen liegt die Impfquote mittlerweile bei 19,75 Prozent.

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