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Austausch per Bildschirm: Landrat Olaf von Löwis (r.) und ATS-Chef Harald Gmeiner (l.) beraten sich virtuell mit dem Tourismus-Beauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß. 

Videokonferenz mit Politikern

„Es geht um Existenzen“: Task Force Tourismus berät über Corona-Lockerungen

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Die Tourismusbranche im Landkreis Miesbach leidet unter den Corona-Beschränkungen. Die Task Force hat jetzt mit hochrangigen Politikern über weitere Lockerungen beraten.

Landkreis – Wichtige Botschaften überbringt man am besten persönlich. Da dies durch die Abstandsregeln während der Corona-Pandemie derzeit nur schwer umzusetzen ist, haben sich die Vertreter des Task Force Tourismus im Landkreis Miesbach zu einer Videokonferenz mit Vertretern von Staats- und Bundesregierung getroffen.

Im Waitzinger Keller in Miesbach tauschte sich Landrat Olaf von Löwis (CSU) an der Seite von Vertretern von Alpenregion Tegernsee-Schliersee (ATS), Tegernseer Tal Tourismus (TTT) und Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Tourismus, Thomas Bareiß, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und dem CSU-Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan aus. Das Thema: Wie lässt sich trotz der weiterhin geltenden Einschränkungen wegen des Coronavirus das Überleben von Betrieben und Tausenden Arbeitsplätzen im Hotel- und Gaststättengewerbe im Landkreis sichern?

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Die Videoschalte ist bereits die zweite Aktion, die die neu gegründete Task Force gestartet hat. Wie berichtet, hatten die Initiatoren zuerst einen Brief mit Lösungsansätzen an die Staatsregierung geschickt. Im Gespräch adressierten sie nun ihre Fragen, Anregungen und Bedenken an die Politik. Dort macht man sich die Entscheidungen nicht leicht, betonte Bareiß. „Wir versuchen, mutig voranzugehen und zu lockern, was möglich ist, aber müssen immer eine Abwägung mit dem Infektionsschutz treffen.“ Gesundheit und Wirtschaft seien keine Gegensätze, sondern würden sich gegenseitig bedingen, so Bareiß. Deshalb bat er um Geduld. Die Lockerungen bräuchten Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten.

Den Betrieben läuft die Zeit hingegen davon, ist Löwis überzeugt. „Die Branche braucht Sofortmaßnahmen, um überleben zu können“, machte der Landrat klar. Weil trotz erster Lockerungen nur ein Bruchteil der Gäste empfangen werden darf, werde das Personal großteils länger in Kurzarbeit bleiben müssen. Die Unternehmer würden sich von der Politik zumindest Perspektiven wünschen, wann und mit welchen Auflagen sie die Arbeit wiederaufnehmen können. „Es geht jetzt wirklich um Existenzen“, sagte Löwis. Die Abwägung zwischen Maßnahmen und Lockerungen sei schwer. Kein Unternehmer wolle eine weitere Infektionswelle riskieren.

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