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Corona-Fälle im Landkreis Miesbach: Jetzt 180 Schüler in Quarantäne

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Von: Christian Masengarb

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Einer der betroffenen Klassen kommt von der Oberland Realschule Holzkirchen.
Einer der betroffenen Klassen kommt von der Oberland Realschule Holzkirchen. © Thomas Pletternberg

Zwei weitere Schulklassen im Landkreis Miesbach müssen in Corona-Quarantäne. Derweil hat das Gesundheitsamt neue Vorgaben für die Dauer der Schüler-Quarantänen erhalten.

Landkreis – Zwei weitere Schulklassen müssen wegen positiver Corona-Tests eines Mitschülers in Quarantäne: je eine Klasse der Fachoberschule in Holzkirchen und des Beruflichen Schulzentrums in Miesbach. Damit sind derzeit acht Klassen in Corona-Quarantäne – rund 180 von 12 000 Schülern im Landkreis.

Die Infektionsketten haben die Vorsichtsmaßnahmen laut Landratsamt unterbrochen. Die ersten sechs positiv getesteten Schüler hätten nach bisherigem Kenntnisstand keine Mitschüler und Lehrer angesteckt.

Die ersten Quarantäne-Klassen dürfen Ende dieser und Anfang nächster Woche wieder regulär den Unterricht besuchen. Das Contact Tracing Team arbeite daran, die übrigen Klassen früher als wie bisher nach 14 Tagen wieder in die Schule schicken zu können, meldet das Landratsamt. Das ist dank neuer Vorgaben möglich.

Schüler-Quarantäne

Die übergeordneten Behörden haben laut Landratsamt die Quarantäne für Schüler verkürzt. Bisher schickten die komplexen Regeln positiv getestete Schüler zehn Tage in Quarantäne, negativ getestete Schüler als Kontaktpersonen aber 14 Tage. Seit Ende vergangener Woche darf das Gesundheitsamt Schüler klassenweise früher aus der Quarantäne entlassen, wenn von allen zwei negative Tests vorliegen. Das Gesundheitsamt bittet Eltern daher, Testergebnisse schnellstmöglich einzuschicken. Schüler und Lehrer betroffener Klassen werden am ersten und am fünften bis siebten Tag nach Bekanntwerden der Infektion des Mitschülers getestet.

Positiv getestete Lehrer müssen weiter zehn Tage in Quarantäne, negativ getestete Lehrer werden im Einzelfall beurteilt. Meist gilt die Quarantäne bis zum Vorliegen des zweiten negativen Tests.

Die Landkreis-Tendenz

Im gesamten Landkreis ist die Zahl der aktiven Corona-Infektion in der vergangenen Woche leicht gestiegen. Derzeit sind 38 aktive Fälle bekannt, der Großteil davon in Otterfing (zwölf) und Miesbach (neun). Vor einer Woche waren es 25 bekannte Fälle. Seitdem haben sich 23 Menschen neu angesteckt, zehn gelten als genesen.

Der Landkreis liegt damit weiter deutlich unter dem ersten Schwellenwert von 35 Fällen je 100 000 Einwohner in einer Woche, ab dem die Behörden weitere Einschränkungen zur Eindämmung des Virus vorbereiten müssten.

Update Montag, 14. September: Drei weitere Klassen in Quarantäne

Neuhaus/Holzkirchen – Drei weitere Schulklassen aus dem Landkreis müssen in Corona-Quarantäne. Laut Landratsamt sind je ein Schüler einer ersten Klasse der Grund- und Mittelschule in Neuhaus sowie zweier Klassen der Mittelschule Holzkirchen positiv getestet worden. Ihre Klassenkameraden wurden inzwischen alle ebenfalls abgestrichen und müssen nun 14 Tage daheim bleiben. Bei Lehrern mit direktem Kontakt zu infizierten Schüler entscheiden die Behörden im Einzelfall über die Länge der Quarantäne. Sie müssen mindestens bis zum Ergebnis des ersten Abstrichs in Quarantäne.

Die Schulen hatten sich auf positive Tests vorbereitet. Die Grund- und Mittelschule in Neuhaus habe bereits seit dem späten Donnerstagnachmittag vom Corona-Verdacht bei dem inzwischen positiv getesteten Schüler gewusst, berichtet Schulleiter Günter Riedl. Bei einem Familienmitglied sei das Virus nachgewiesen worden, der Schüler habe am Freitag zuhause bleiben müssen. Eltern von Klassenkameraden durften entscheiden, ob ihre Kinder in die Schule gehen.

Seit am Samstag bei dem Schüler der Corona-Verdacht zur Gewissheit wurde, stehen seine Klassenkameraden und sein Klassenlehrer ebenfalls unter Quarantäne. Weitere Lehrer seien nicht betroffen, weil die Schulleitung in Erwartung möglicher Corona-Fälle zunächst ausschließlich Klassenleiterstunden angesetzt hatte, sagt Riedl. Der Klassenlehrer – symptomfrei, aber noch ohne Testergebnis – könne seine Schüler von zuhause unterrichten. Ein für Schulanfänger geeignetes Konzept habe er entwickelt. Schüler anderer Klassen könnten bedenkenlos in die Schule kommen.

Die Gesamtzahl der Klassen in Corona-Quarantäne ist damit auf sechs gestiegen. Wie berichtet, waren bereits in der ersten Woche des neuen Schuljahrs, das am vergangenen Dienstag begonnen hatte, mehrere Klassen in Quarantäne geschickt worden. An der Oberland Realschule Holzkirchen, der Grundschule Otterfing und dem Sonderpädagogischen Förderzentrum Hausham wurde je ein Schüler positiv getestet. Klassenkameraden und Lehrer mussten daraufhin zuhause bleiben.

Am Sonntag und Montag wurden keine neuen Corona-Infektionen im Landkreis bekannt. Derzeit gibt es 25 aktive Fälle.

Landkreis - Wie das Landratsamt meldet, müssen gleich in der ersten Schulwoche drei Schulklassen im Landkreis Miesbach in Quarantäne. Grund ist jeweils ein positiver Corona-Test eines Mitschülers. Die Schulen bieten während der 14-tägigen Quarantäne alternative Lernangebote für die betroffenen Schüler an. Schüler (und Eltern) aus anderen Klassen müssen sich keine Sorgen machen: Sie können den Unterricht normal besuchen. Eine Nachfrage beim Gesundheitsamt oder der Schulleitung ist nicht notwendig.

Alles zum Coronavirus im Landkreis Miesbach finden Sie in unserem Live-Ticker

Landkreis Miesbach: Drei Schulklassen in Corona-Quarantäne: Otterfing, Holzkirchen, Hausham

Bei den drei Klassen handelt es sich um eine Klasse der Grundschule Otterfing, eine Klasse der Oberland Realschule Holzkirchen, sowie eine Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Hausham. Alle betroffenen Schüler und Eltern wurden bereits informiert.

Schüler anderer Klassen dieser Schulen können ohne Sorge weiterhin den Unterricht besuchen. Alle Schulen haben ein Hygienekonzept, sodass eine Durchmischung der Klassen weitgehend ausgeschlossen werden kann. Zur Entlastung des Gesundheitsamtes und der Schulleitungen werden alle (nicht-betroffenen) Eltern gebeten, von prophylaktischen Anrufen an diesen Stellen abzusehen. Eltern können aber versichert sein: Sollten weitere Klassen betroffen sein, werden Gesundheitsamt und Schulleitungen die jeweiligen Kinder und Eltern unverzüglich informieren.

Das Gesundheitsamt steht in engem Austausch mit allen betroffenen Schulleitungen. Die Schulleitungen wiederum koordinieren die Maßnahmen an ihrer Schule und organisieren alternative Lernangebote, die in den vergangenen Wochen und Monaten erstellt wurden. Selbstverständlich werden diese so schnell wie möglich starten.

Das Contact Tracing Team (CTT), das beim Gesundheitsamt angesiedelt ist, hat alle Kontaktpersonen der positiv getesteten Kinder bereits identifiziert. Die Mitschüler und betroffenen Lehrer werden auf das Virus getestet. Nicht alle Lehrer, die die Klassen unterrichtet haben, müssen pauschal in Quarantäne: Das Gesundheitsamt trifft bei jedem Lehrer eine Einzelfallabwägung entsprechend der durch die Ermittlungen des CTT gewonnenen Erkenntnisse. Dieses für Gesundheitsamt und CTT sehr aufwendige Procedere ist wichtig, um den Unterricht an den betroffenen Schulen nicht völlig lahmzulegen.

Im Landkreis Miesbach gibt es 47 Schulen, davon 19 Grundschulen. Etwa 7.200 Schüler besuchen eine weiterführende Schule und 4.600 Schüler eine Grund- oder Mittelschule.

Die Zahl der positiven Corona-Befunde ist im Lauf der Woche deutlich gestiegen: Seit Montag wurden dem Gesundheitsamt 24 Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden 697 Personen im Landkreis positiv auf das Coronavirus getestet, wovon jedoch 664 wieder als genesen und nur 20 als aktive Fälle gelten. Die Quarantäne kann durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse in vielen Fällen inzwischen verkürzt werden, daher steigt die Zahl der aktiven Fälle in der aktuellen Darstellung nicht gleichermaßen mit der Zahl der Neuinfektionen.

Bei allen Neuinfektionen handelt es sich um einzelne Personen, bzw. deren Familienverbände. In vielen Fällen steckt ein Infizierter mehrere Mitglieder seines Hausstandes an, bevor die Infektion entdeckt wird, was sich letztendlich natürlich in deutlich steigenden Fallzahlen in der Statistik niederschlägt.

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