Trump in Corona-Krise rigoros: USA „klaut“ Mundschutz für Deutschland - New York droht Fiasko

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Coronavirus: Im Landkreis Miesbach gibt es jetzt 364 positiv Getestete. Die Zahl der derzeit Kranken ging Freitag deutlich zurück - wohl aber nur vorübergehend.

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Coronavirus im Landkreis Miesbach: Deutlicher Rückgang der Infizierten - Wohl nur kurze Verschnaufpause

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Der Landkreis Miesbach steht wegen des Coronavirus weitgehend still. Alle News hier im Ticker.

  • Der Coronavirus und seine Auswirkungen betreffen uns alle im Landkreis Miesbach, im Tegernseer Tal, in Holzkirchen, im Schlierach- und Leitzachtal.
  • Unsere Redaktion hält sie auf dem Laufenden. Hier sammeln wir alle News zur Corona-Krise in der Region.
  • Der erste Fall wurde am Donnerstag, 5. März, bekannt. Den aktuellen Stand der Betroffenen finden Sie hier.
  • Weil die Labore überlastet sind, geht das Landratsamt von einer noch höheren Zahl aus.
  • Am Ende dieses Tickers finden Sie eine Chronologie der bisherigen Ereignisse.
  • Eine Übersicht mit Hilfsangeboten finden Sie hier.
  • Darüber hinaus bieten nur wir immer freitags unsere drei brandneuen lokalen Newsletter mit allen lokalen News der Woche. Hier geht es zur Anmeldung für die Region Miesbach, hier zum Tegernseer Tal und hier nach Holzkirchen und Umgebung.

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Freitag

15.26 Uhr: Kompostieranlage öffnet samstags

Die Kompostieranlage des Kommunalunternehmens VIVO am Brenten in Hausham ist bis auf Weiteres nicht nur von Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 16.30 Uhr, sondern auch samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Auf der Anlage können Altglas, Altholz, Altmetall, Altpapier und Kartonagen, Altreifen, Bauschutt, Flachglas, Folien, Grüngut, Leichtverpackungen und Sperrmüll entsorgt werden.

14.32 Uhr: Palm-Segnung: Gläubige können Buschen zur Kirche bringen

In etwas anderer Form findet heuer die Palmbuschensegnung im Pfarrverband Schliersee-Neuhaus statt. Gläubige könne ihre Palmbuschen am morgigen Samstag bis 18 Uhr in die jeweilige Pfarrkirche bringen. In der Feier vom Einzug Jesu, die ohne Mitfeiernde stattfindet, werden sie gesegnet und können ab 9.30 Uhr wieder abgeholt werden. Die Mitglieder des Frauenbundes bieten jeweils Palmbuschen an, die nach der Segnung zur Abholung bereitliegen. Der Pfarrverband bittet darum, beim Abholen auf den notwendigen Abstand von mindestens eineinhalb Metern zu achten.

13.43 Uhr: Neue Corona-Zahlen: Deutlich weniger Kranke als gestern - „Tendenz voraussichtlich von kurzer Dauer“

Das Landratsamt spricht von einer „positiven Tendenz“: Heute sind im Landkreis 25 Corona-Kranke weniger bekannt als gestern. Wie die Behörde meldet, wurden zwar zehn Menschen positiv auf das Virus getestet. Weil aber gleichzeitig 35 Menschen gesundeten, sank die Zahl der derzeit Kranken so deutlich wie noch noch nie. Gestorben ist seit gestern niemand. 26 Personen werden aktuell stationär betreut, sechs davon intensivmedizinisch. Nachdem bereits am Mittwoch die Zahl der derzeit Kranken um zehn gesunken war, diese gestern aber wieder um zehn anstieg, zeigt sich in den vergangener Tagen insgesamt ein abnehmender Trend.

Das Landratsamt geht aber davon aus, dass dieser nur von kurzer Dauer sein wird. Die ersten Corona-Viren sein im Landkreis bei jüngeren Menschen nachgewiesen worden, die sich größtenteils im Skiurlaub angesteckt hatten. Bei dieser Bevölkerungsgruppe verlaufe die Erkrankung aber kürzer und schwächer als bei Älteren.

Coronavirus: Im Landkreis Miesbach gibt es jetzt 364 positiv Getestete. Die Zahl der derzeit Kranken ging Freitag deutlich zurück - wohl aber nur vorübergehend.

13.21 Uhr: Rezeptserie: Bäuerinnen kochen und backen mit Kindern

Die Kitas und Schulen sind geschlossen, die Kinder daheim – und jeden Tag taucht die Frage auf: Was koche ich heute? Die Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis finden: Machen wir das Beste daraus. Also: Warum nicht gemeinsam mit den Kindern kochen und backen? In einer Rezeptserie stellen sie ihre Ideen vor.

Mit frischen Zutaten stellt Marlene Hupfauer einen Quark-Öl-Teig her. Der eignet sich auch als Pizzaboden, wen die Hefe ausgeht.

12.56 Uhr: Landkreis weiter mit am stärksten von Corona betroffen - Ausnahme sind Menschen über 80

Der Landkreis Miesbach gehört weiter zu den am stärksten vom Coronavirus betroffenen Landkreisen Deutschlands. Mit 328,9 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt Miesbach bundesweit auf Platz neun - einen Platz hinter dem Landkreis Rosenheim und einen Platz vor dem Landkreis Freising. Das geht aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Zum Vergleich: Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind nur 177,64 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner bekannt.

Ebenfalls interessant ist die Altersverteilung der Infizierten. Mit fast 500 Infizierten pro 100.000 Einwohner (alle Werte auf Fünferstellen gerundet) liegen die 35 bis 59-Jährigen Männer (Frauen der gleichen Altersgruppe: rund 475) deutlich vorne. Dahinter folgen mit Abstand die 15 bis 34-Jährigen (Frauen: 415, Männer: 330). Die Hauptrisikogruppen der 60 bis 79-Jährigen (Männer: 310, Frauen: 180) und der über 80-Jährigen (Männer: 115, Frauen: 50) sind aber deutlich seltener infiziert. 

Bei den über 80-Jährigen liegen die Zahlen sogar niedriger als im insgesamt weniger betroffenerenNachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, wo 160 von 100.000 Männern positiv getestet wurden und 60 von 100.000 Frauen. Noch größer ist der Unterschied zum Landkreis Rosenheim, wo fast dreimal so vielen Senioren über 80 Jahren betroffen sind (Männer: 305 von 100.000, Frauen: 130). Im Gegenzug liegen in beiden Nachbarlandkreisen die anteiligen positiven Testzahlen der Gruppen unter 80 Jahren niedriger.

12.29 Uhr: Frischeküche springt ein: Holzkirchner Tafel wieder geöffnet

Die Zwangspause währte nur kurz: Die Holzkirchner Tafel, die Lebensmittel an Bedürftige verteilt, nimmt am Samstag (4. April) ihren Betrieb wieder auf. Ermöglicht wurde das schnelle Comeback durch das personelle und räumliche Eingreifen des Kommunalunternehmens Frischeküche, das neben den Ausgaberäumen der Tafel am Holzkirchner Ladehof beheimatet ist. Zudem meldeten sich weitere Freiwillige, die beim Verteilen helfen – darunter der künftige Bürgermeister Christoph Schmid.

Südfrüchte und mehr: Tafel-Vorsitzender Hans Sepperl (vorne) freut sich, dass am Samstag wieder Lebensmittel verteilt werden können. Der frisch gewählte Bürgermeister Christoph Schmid (l.), hier neben dem amtierenden Rathauschef Olaf von Löwis, will auch anpacken. 

11.41 Uhr: Tegernsee Bahn: Neue Zeiten für Ticketverkauf

Nachdem aufgrund der Corona-Krise der Zugverkehr im Oberland nach 21 Uhr vorübergehend eingestellt wurde, passt nun auch die Tegernsee Bahn (TBG) die Öffnungszeiten ihrer Fahrscheinverkaufsstelle in Tegernsee an. Wie das Unternehmen mitteilte, können Kunden ab sofort zu folgenden Zeiten dort ihre Fahrkarten erwerben: Montag bis Freitag jeweils von 5 bis 13.50 Uhr und von 14.20 bis 22.30 Uhr sowie samstags von 4.45 bis 13.50 Uhr und von 14.20 bis 22.30 Uhr und sonntags von 5.45 bis 13.50 Uhr und von 14.20 bis 22.30 Uhr. 

Zusätzlich ist auch die Zugleitung nur noch zu folgenden Zeiten besetzt: Montag bis Freitag, 4.50 bis 22.45 Uhr, samstags, 4.35 bis 22.45 Uhr, sowie sonntags, 5.35 bis 22.45 Uhr. Die geänderten Zeiten gelten vorerst bis einschließlich 19. April.

11.06 Uhr: Wegen Corona: Hunde & Co. bleiben in Obhut des Tierheims

Sind Hunde aus dem Tierheim während der Corona-Krise etwa besonders begehrt? Eine Zeitung hatte kürzlich vermeldet, dass es in US-Metropolen derzeit eine besonders hohe Nachfrage gebe, weil sich einsame Singles im Home-Office die Gesellschaft eines Vierbeiners wünschen würden. Ein Trend, den es auch im Landkreis Miesbach gibt? Johanna Ecker-Schotte, Vorsitzende des Tierschutzvereins Tegernseer Tal, schüttelt den Kopf:

„Wir erleben keinen Run auf unsere Tiere.“

Auch etliche Vögel, so wie diese farbenfrohen Wellensittiche, werden derzeit im Tierheim von Leiter Markus Glanz und seinem Team betreut.

10.31 Uhr: Dritter Corona-Test im Schwaighof negativ

Entwarnung am Schwaighof in Tegernsee. Auch der dritte Corona-Verdachtsfall des Seniorenzentrums hat sich nicht bewahrheitet. Wie berichtet, waren bereits die Tests einer Mitarbeiterin, die mit einem Infizierten Kontakt hatte, und einer Bewohnerin, die an Husten und Fieber litt, negativ ausgefallen. Nun kam auch der dritte Abstrich ohne Anzeichen auf eine Infektion zurück. Das berichtet Geschäftsführer Jürgen Pohl erleichtert.  

9.53 Uhr: Ein Holzkirchner Home-Office macht‘s möglich: So wird Corona sichtbar

Wo schlägt Corona wie stark zu? Wo sind Dynamiken zu erkennen? Die Fäden für die bekannte Coronakarte des Robert-Koch-Instituts, die derzeit ganz Deutschland in Atem hält, laufen in einem Holzkirchner Home-Office zusammen.

Fingerzeig auf den Landkreis: Gerd Buziek koordiniert von seinem Home-Office in Holzkirchen das Corona-Dashboard des Robert-Koch-Instituts. Auch die Fallzahlen des Landkreises Miesbach sind dort gelistet.

9.27 Uhr: Seniorenheime: Sorgen vor erster Infektion

Die Seniorenheime im Landkreis Miesbach haben die Lage trotz Corona unter Kontrolle. Ein einziger positiver Test könnte das aber schon ändern. Dann würden die Zentren mehr Materialien brauchen, Fachkräfte könnten wegen Quarantäne ausfallen. Sollte der schlimmste Fall eintreten, sind die Seniorenheime vorbereitet: Sie haben Pandemiepläne und Krisenstäbe eingerichtet. Derzeit unterscheiden sich die Regeln für die Bewohner aber je nach Einrichtung stark.

Gute Stimmung: Im AWO-Seniorenzentrum in Miesbach genießen die Bewohner die Sonne gemeinsam auf dem Balkon. Im Gegensatz zu anderen Einrichtungen können sie sich hier frei auf ihren Ebenen bewegen. 

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Donnerstag

19 Uhr: Zwei weitere Todesopfer durch Coronavirus - Dringend benötigtes Schutzmaterial noch nicht eingetroffen

Stand 2. April 2020 wurden 354 Personen im Landkreis Miesbach positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet, teilt das Landratsamt mit. Ein Plus von 16 Fällen im Vergleich zum Vortag. 25 Patienten würden stationär betreut, sieben davon intensivmedizinisch. Am Donnerstag seien ferner zwei weitere Covid-19-Erkrankte verstorben, beide im hohen Alter. Einer der beiden Verstorbenen lebte im Landkreis Miesbach, einer außerhalb des Landkreises.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz wartet derweil sehnsüchtig auf die von Ministerpräsident Markus Söder angekündigten Unterstützungsleistungen für den Landkreis Miesbach. Das Material, das den Landkreis bisher erreicht habe, decke nur einen „Bruchteil des Bedarfs“, teilt das Landratsamt mit. Insbesondere Beatmungsgeräte sowie Schutzkleidung und -ausrüstung würden dringend benötigt.

Vom angekündigten Vlies zur Fertigung von Mundschutzen seien bislang nur zwei Rollen à 400 Meter angekommen, so die Behörde. Einige wenige Schneidereien würden daraus nun im Auftrag des Krisenstabs die benötigten Produkte nähen. Obwohl sich viele freiwillige Helferinnen gemeldet haben, könnte man diese derzeit aus logistischen Gründen leider nicht einbeziehen, informiert das Landratsamt.

Parallel versuche die Führungsgruppe „weiter auf allen Kanälen“, selbst Schutzmaterial heranzuschaffen. Bestellungen im Wert von mehreren hunderttausend Euro sollen ab Montag eintreffen. Garantieren könne dies wegen der „äußerst dynamischen Lage“ aber niemand.

Grundsätzlich spreche nichts dagegen, dass sich besorgte Bürger selbst Mundschutze nähen, teilt das Landratsamt mit. Damit dieser aber nicht selbst zum Infektionsherd werde, müsse man ihn einmal pro Tag auskochen. Das durch das Tragen vermittelte Sicherheitsgefühl sei aber „trügerisch“, so die Behörde. So bewahre man in erster Linie andere vor einer Ansteckung. Generell seien Händehygiene und Sicherheitsabstand nach wie vor die wirksamsten Mittel gegen die Weiterverbreitung des Virus.

18.30 Uhr: Krankenhaus stockt Beatmungsplätze nochmals auf

Noch hat das Krankenhaus Agatharied genug Luft. Von den auf 25 aufgestockten Beatmungsplätzen auf der Intensivstation sind (Stand gestern) aktuell nur zehn mit Covid-19-Patienten belegt. Doch das Klinikum will sich nicht auf diesem Polster ausruhen, sondern die Kapazitäten zeitnah weiter ausbauen. Wurde die erste Erweiterung über eine Umstrukturierung von Operationssälen und damit einem frei gewordenen Aufwachraum erreicht (wir berichteten), soll jetzt auch noch die Intermediate Care (IMC) Einheit aufgerüstet werden.

Weil diese bereits jetzt als Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalstation dient, würden hier „technisch ideale Voraussetzungen herrschen“, teilt das Krankenhaus mit. Alle benötigten Anschlüsse und medizinischen Gase seien bereits vorinstalliert. Aktuell werde noch geprüft, ob das Leitungsnetz im Haus für einen so großen Verbrauch an medizinischen Gasen gewappnet ist und für jedes Beatmungsgerät den benötigten Druck zur Verfügung stellen kann. Die benötigten Geräte und Medizinprodukte für die Aufstockung habe man bereits vergangene Woche bestellt, parallel würden sich Ärzte und Pfleger fachlich auf ihren Einsatz vorbereiten und „in Rekordzeit zum Teil lange nicht angewendetes Wissen wieder auffrischen“.

Trotz der leicht abgeflachten Kurve der Neuinfektionen im Landkreis müsse mit einer weiterhin steigenden Anzahl an Patienten und damit auch an schweren Krankheitsverläufen gerechnet werden, begründet die Klinik die erneute Erweiterung. 

Schulung unter Hochdruck: Das Personal des Krankenhauses Agatharied bereitet sich auf den Umgang mit weiteren Covid-19-Patienten vor.

17.21 Uhr: BOB will Ausgangsbegrenzungen und Abstandsregeln kontrollieren 

Die Temperaturen steigen, und es stehen womöglich sonnige Wochenenden und Feiertage bevor. Angesichts der Corona-Krise und der damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen ruft die Bayerische Oberlandbahn (BOB) aber dazu auf, auf Ausflüge und Verwandtenbesuche zu verzichten. 

Wegen der Ausbreitung des Virus in Bayern haben sich die Eisenbahnverkehrsunternehmen für weiter ansteigende Krankheits- oder Quarantänefälle gerüstet. So hat laut einer Pressemitteilung auch die BOB in enger Abstimmung mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) auf einigen Strecken sukzessive das bisherige Fahrplanangebot reduziert. Nur so könne dauerhaft ein stabiles Grundangebot aufrechterhalten werden. An den kommenden Wochenenden und Feiertagen werden außerhalb der Kernzeit (5 bis 19.30 Uhr) Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt. 

Zusätzlich werde die BOB einen Sicherheitsdienst einsetzen, um die geforderten Abstandsregeln zu kontrollieren. „Unter normalen Umständen freuen wir uns natürlich über gut besuchte Züge“, sagt BOB-Geschäftsführer Fabian Amini. „Unter den gegenwärtigen Umständen plädieren wir jedoch eindringlich an unsere Fahrgäste: Bitte prüfen Sie vor Ihrer Fahrt, ob sie angesichts der Ausgangsbeschränkungen möglich und notwendig ist.“ Sind Fahren nicht zu vermeiden, sollten unbedingt die Sicherheitsabstände ein- und die Fahrscheine bereitgehalten werden.

16.03 Uhr: Palm-Segnung Gläubige können Buschen zur Kirche bringen

In etwas anderer Form findet heuer die Palmbuschensegnung im Pfarrverband Schliersee-Neuhaus statt. Gläubige könne ihre Palmbuschen am morgigen Samstag bis 18 Uhr in die jeweilige Pfarrkirche bringen. In der Feier vom Einzug Jesu, die ohne Mitfeiernde stattfindet, werden sie gesegnet und können ab 9.30 Uhr wieder abgeholt werden. Die Mitglieder des Frauenbundes bieten jeweils Palmbuschen an, die nach der Segnung zur Abholung bereitliegen. Der Pfarrverband bittet darum, beim Abholen auf den notwendigen Abstand von mindestens eineinhalb Metern zu achten.

15.20 Uhr: Musikschulen im Landkreis nutzen jetzt intensiv moderne Technik

Corona und die Ausgangsbeschränkung haben das öffentliche Leben lahmgelegt. Die Schüler sitzen seit Wochen zu Hause, kein Unterricht, kein Sportverein, keine Treffen mehr mit Freunden. Dafür vielleicht ein Klavier daheim, eine Geige, eine Flöte. Gerade jetzt hätten sie viel Zeit zum Üben. Damit sie dafür genug Anreiz bekommen, schlagen die Musikschulen in Corona-Zeiten neue Wege ein: So weit wie möglich findet der Unterricht jetzt digital statt, zeigt ein Blick auf Musikschulen im Landkreis. Diese machen die Not zur Tugend.

Der Kontrabass sprengt das Format: Von Erich Kogler, Leiter der Musikschule Tegernseer Tal, ist per Smartphone entweder die eine oder die andere Hand zu sehen.

13 Uhr: Altersstruktur zeigt interessante Details

Wirft man einen Blick auf das Corona-Dashboard des Robert-Koch-Instituts, zeigen sich einige Besonderheiten bei den Infektionszahlen im Landkreis Miesbach. So gibt es hier einen deutlichen Schwerpunkt bei den 35 bis 59-Jährigen. 89 Männer und 87 Frauen in dieser Altersgruppe sind positiv auf das Virus getestet. Damit sind mehr als die Hälfte der Infizierten im Landkreis Personen mittleren Alters. Platz zwei im Ranking nehmen die 15 bis 34-Jährigen ein (37 Männer, 42 Frauen). Die eigentlichen Risikogruppen sind bei Weitem weniger stark betroffen. Bei den 60 bis 79-Jährigen sind nur 32 Männer und 21 Frauen positiv getestet, bei den über 80-Jährigen sogar nur drei Männer und zwei Frauen.  

10.26 Uhr: Holzkirchen: Rathaus bleibt weiter geschlossen

Nachdem die Corona-Maßnahmen verlängert wurden, passt die Gemeindeverwaltung Holzkirchen die Schließzeiten an: Rathaus und Gemeindebücherei bleiben bis zum Ende der Osterferien für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Verwaltungsarbeiten und Projekte im Rathaus laufen weiter. Bis zum 19. April sind die Ansprechpartner während der Öffnungszeiten telefonisch sowie per E-Mail erreichbar. Die Verwaltung bittet, Fragen und Rückrufbitten vorrangig per E-Mail an die zuständigen Abteilungen oder Ansprechpartner zu richten. Ist eine persönliche Vorsprache zwingend erforderlich, können nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung Termine im Rathaus stattfinden. 

Die Gemeindebücherei bleibt bis zum Montag, 20. April, geschlossen. Medien, die nach dem 16. März zur Rückgabe fällig wurden, werden automatisch verlängert. Alternativ kann jederzeit die Rückgabebox genutzt werden. Für diejenigen, die noch Lesebedarf haben, steht eine Kiste mit Flohmarktbüchern vor dem Eingang der Gemeindebücherei bereit. Hier kann sich jeder kostenlos bedienen. Die Bücherkiste wird bei Bedarf regelmäßig nachgefüllt.

10.03 Uhr: Landratsamt verdoppelt Telefon-Kapazitäten – Kurzfristige Unterbrechungen möglich 

Das Landratsamt verdoppelt heute Vormittag die Kapazitäten der Telefonanlage. Das teilt die Behörde in einer Pressemitteilung mit. Dazu sei unter anderem ein Hardware-Tausch notwendig, der zu kurzfristigen Unterbrechungen oder Ausfällen der gesamten Telefonanlage führen kann. Der Ausbau der Kapazitäten sei dringend notwendig, weil das Landratsamt derzeit jeden Tag weit über tausend Anrufe erreichen. Gründe dafür seien Corona-Hotline, Kontaktpersonenmanagement im Gesundheitsamt, Schutzmaterial-Beschaffungen im Katastrophenschutz und verstärkte telefonische Beratung in allen Bereichen wegen der Ausgangbeschränkungen.

9.32 Uhr: Versorgungsarzt zu Corona-Krise: „Hausärzte halten Klinik den Rücken frei“

Um die Koordinierung der ambulanten Versorgung während der Corona-Krise zu verbessern, haben Innen- und Gesundheitsministerium kürzlich die Einsetzung eines Versorgungsarztes in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Bayerns verfügt. Miesbachs Landrat Wolfgang Rzehak hat dazu nun den Allgemeinmediziner und stellvertretenden Landesarzt des BRK, Dr. Florian Meier (45), ernannt.

Im Interview spricht Meier über seine Aufgaben und die große Bedeutung der Hausärzte während der Corona-Krise

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Ständig im Einsatz: Dr. Florian Meier ist als Versorgungsarzt für die ambulante Versorgung in Zeiten des Coronavirus im Landkreis zuständig.

9.09 Uhr: Mundschutz für gefährdete Personen 

Eine großzügige Materialspende von Günther „Deko & Bett“ ermöglicht es dem VdK Rottach-Egern/Kreuth, einen kostenlosen Mundschutz für Senioren und Personen aus Risikogruppen anzubieten. Der Mundschutz entspricht den Vorschriften. Er ist bis 60 Grad waschbar und kann so mehrfach verwendet werden. Die Fertigung übernimmt Gerhild Toifl. Bestellung und Abgabe an der Wohnungstür erfolgt durch Familie Tipolt. Wer Bedarf hat, meldet sich unter 0 80 22 / 2 48 39.

8.45 Uhr: Zu dritt auf der Parkbank - Anzeige

In doppelter Weise falsch verhielten sich drei junge Männer in Miesbach. Sie trafen sich trotz Corona-Kontaktverbots im Park und hatten auch noch Drogen dabei. Wie die Polizei Miesbach berichtet, erwischte eine Streife die drei Männer im Alter von 20 und 21 Jahren am Montag gegen 18.30 Uhr auf einer Parkbank. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass die drei nicht im selben Haushalt leben, also gegen das Corona-Kontaktverbot verstießen. Einer der drei gab zudem zu, im Besitz von Marihuana zu sein, freiwillig händigte er eine geringe Menge aus. Bei einer Durchsuchung förderten die Polizisten noch mehr davon zutage. Die drei müssen nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Allgemeinverfügung und mit einer Strafanzeige wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen.

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Mittwoch

17.47 Uhr: Erster Toter - Aber erstmals weniger Infizierte im Landkreis

Am Mittwoch ist der erste Mensch aus dem Landkreis Miesbach am Coronavirus gestorben. Wie das Landratsamt mitteilt, erlag ein Patient im höheren Alter, der vorher stationär behandelt worden war, am Nachmittag dem Virus.

Die Zahlen zum Coronavirus im Landkreis Miesbach vom Dienstag. Erstmals ist die Zahl der derzeit Infizierten gesunken. Dafür gibt es den ersten Toten aus dem Landkreis.

Gleichzeitig ist die Zahl der aktiven Fälle erstmals gefallen. Weil 22 Menschen positiv auf das Virus getestet wurden, gleichzeitig aber 31 gesundeten, sank die Zahl der derzeit Erkrankten auf 258 (gestern 268). 

17.15: Tegernseer Zahnarzt schickt Hilferuf an Jens Spahn

Hat die Politik die Zahnärzte vergessen? Dr. Siegfried Marquardt aus Tegernsee hat einen offenen Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn geschrieben. Darin fordert er eine Gleichbehandlung für Zahnärzte. „Auch wir sind systemrelevant“, sagt Marquardt. Abgesehen davon fordert er für die Praxen eine Lieferung an Schutzausrüstung. 

15.42 Uhr: Zahlersberg Distillers: Vom Gin zum Desinfektionsmittel

Außergewöhnlichen Gin zu produzieren, ist für Fabian Delfs (40) Profession und Leidenschaft. Mit Thomas Lix betreibt er in Gmund am Zahlersberg 1 eine Gin-Manufaktur. In der Corona-Krise stellen die Zahlersberg Distillers in Kooperation mit der Alpina-Apotheke in Dürnbach aber auch Desinfektionsmittel her – und verschenken es. Delfs hat mit uns darüber gesprochen.

Ginfect desinfiziert: Fabian Delfs (l.) und Thomas Lix, die Zahlersberg Distillers, unterstützen den Katastrophenschutz des Landkreises.  

14.51 Uhr: Quarantäne im Betreuten Wohnen 

Das Coronavirus hat einen Betrieb des Sozialwerks Heuser in Kreuth erreicht. Das Unternehmen bietet dort Betreutes Wohnen an und betreibt die Seniorenresidenz Villa Bruneck. Betroffen ist derzeit nur der Bereich Betreutes Wohnen. Wie das Unternehmen mitteilt, ist am vergangenen Freitag eine Mitarbeiterin des ambulanten Pflegedienstes positiv getestet worden. „Im stationären Bereich haben wir keine positiven Fälle“, lässt das Unternehmen verlauten. In Absprache mit dem Gesundheitsamt habe Heimleiter Tim Grupe sofort alle notwendigen Maßnahmen ergriffen. Es herrsche Quarantäne. Im Betreuten Wohnen haben sich 44 Senioren eingemietet, im stationären Bereich werden 38 Bewohner umsorgt. Das Landratsamt Miesbach hat die Angaben des Unternehmens auf Nachfrage bestätigt.

14.15 Uhr: Modisch und praktisch: Fischbachauerin näht Corona-Schutzmasken

Schutzmasken für Mund und Nase sind in der Corona-Krise sehr gefragt. Doch auf dem freien Markt sind sie – wenn überhaupt – nur noch zu überhöhten Preisen zu bekommen. Marianne Estner (68) aus Fischbachau hat eine Alternative gefunden. Sie näht die Masken einfach selbst –und tut damit sogar noch etwas Gutes. Wie sie darauf gekommen ist und welche Tipps sie hat, verrät die Kreisvorsitzende des Sozialverbands VdK in unserem Interview.

Näht 20 Masken pro Tag: Marianne Estner aus Fischbachau.

12.56 Uhr: Holzkirchner Coronahilfe ist angelaufen: Schon 100 Bürger machen mit

Holzkirchen – Wenn die Coronakrise überhaupt ein Gutes hat, dann die Erfahrung, dass viele Menschen in Zeiten der Not einander helfen und beistehen. So auch in Holzkirchen: Im Rathaus laufen mehr und mehr Hilfsangebote solidarischer Bürger ein. Und langsam steigt auch die Zahl der Mitbürger, die mit den Folgen des „Shutdowns“ und der Ausgehbeschränkung nicht mehr ohne Weiteres zurechtkommen. 

Bei der Coronahilfe-Hotline (0151/17936203, 8 bis 12 Uhr), die in der Holzkirchner Gemeindeverwaltung eingerichtet wurde, klingelt es regelmäßig, wie Rathaus-Sprecherin Cornelia Weber berichtet: „Die Anfragen hilfsbedürftiger Bürger steigen.“ Hauptsächlich bitten die Anrufer um Unterstützung beim Einkaufen. Ausdrücklich soll aber kein Hilferuf ungehört verhallen – auch nicht, wenn es darum geht, wirtschaftliche Engpässe zu überbrücken. „Wir versuchen, immer und in jeder Situation eine passende Lösung zu finden“, sagt Weber. 

Das fällt umso leichter, da immer mehr Gemeindebürger helfen wollen. Etwa 100 Personen hinterlegten im Rathaus bereits ihre Bereitschaft, Mitbürgern in der Krise beizustehen. Um diese und weitere Angebote zu bündeln, rief die Holzkirchner Studentin Elena Krull eine Online-Plattform ins Leben, über die das Rathaus jetzt die Angebote registriert und sortiert. Potenzielle Helfer können sich über ein Online-Formular oder in der Facebook-Gruppe „Corona-Hilfe Landkreis Miesbach“ eintragen und ihre Dienste benennen. Eingereiht in den Helferpool haben sich auch Mitarbeiter des Rathauses und der gemeindlichen Kindertagesstätten. 

Anschließend koordinieren Elena Krull und Lucia Bernhardt vom Rathaus-Bürgerservice auf kurzem Wege Hilfegesuch und Hilfeangebot, sodass unkompliziert und innerhalb kurzer Zeit der Einkauf bis vor die Türe geliefert oder der Hund Gassi geführt wird. 

Das Angebot ist auf der Homepage des Markts (www.holzkirchen.de) genau nachzulesen, zudem liegen Handzettel aus. „Wir verstehen das als Ergänzung zu bestehenden Angeboten“, betont Weber. Unabhängig davon bieten Holzkirchner Einzelhändler, Apotheken, Restaurants und Supermärkte Liefer- oder Abholservices an. Diese sind unter www.holzkirchen.de/daheimeinkaufen zu finden.

11.59 Uhr: Otterfinger Unternehmen spendet 1000 Masken

Vermes Microdispensing hat dem Landkreis rund 1000 Atemmasken zum Schutz vor dem Coronavirus gespendet. Der Otterfinger Bürgermeister Jakob Eglseder hatte den in seiner Gemeinde ansässigen Hersteller von Mikrodosiersystemen darauf hingewiesen, dass dem Landkreis trotz alle Bemühungen weiter Atemschutzmasken fehlen. 

Christian Pölt, Fachbereichsleiter Katastrophenschutz am Landratsamt Miesbach, erklärt, warum: Seine Behörde müsse alle Hilfseinrichtungen im Landkreis - unter anderem Krankenhaus, Altenheime, ambulanten Pflegedienste und Einrichtungen für behinderte Menschen - mit Schutzmaterial versorgen. Leider gebe es dieses derzeit aber kaum. Ein viel zu großer Teil des Bedarfs bleibe daher offen.

Bei Vermes war die Lage besser: Dank einer Lieferung Atemmasken aus China waren alle Mitarbeiter gut geschützt. „Wir brauchen die Masken, um unseren Betrieb in den wichtigsten Bereichen, wie Kundensupport, aufrechtzuerhalten“, erläutert Geschäftsführer Jürgen Städtler. Weil aber viele Mitarbeiter im Home Office arbeiten und die Masken nicht zwingend brauchen, rief die Geschäftsleitung die Belegschaft zu Spenden auf. Das Ergebnis sind die rund 1000 Masken, die nun an die Hilfseinrichtungen des Landkreises gehen.

Wertvolle Spende: (v.l.) Christian Pölt (Leiter Katastrophenschutz Landratsamt), Jürgen Städtler (Geschäftsführer Vermes Microdispensing) und Jakob Eglseder (Bürgermeister Otterfing).

10.49 Uhr: Landratsamt appelliert: Katastrophenschutz-Einheit bitte nicht mehr anrufen

Aktuell sind alle Nummern der Katastrophenschutz-Einheit, die Schutzmaterialien verteilt, blockiert. Wie das Landratsamt mitteilt, wurden die geheimen Nummern auf Facebook bekanntgegeben. „Das ist sicher gut gemeint von allen, die sich jetzt mit Hilsangeboten melden - aber Sie blockieren gerade die Arbeit des gesamten Katastrophenstabs“, heißt es in einer Meldung. Aktuell könnten keine Schutzmaterialien mehr verteilt werden, weil die Leitungen dauer-blockiert sind. Krankenhaus, Ärzte, Seniorenpflege und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung seien aber dringendst auf die Materialien angewiesen.

„Wir tüfteln gerade an einer technischen Lösung, wie wir die Hilfsangebote bündeln können“, meldet die Behörde weiter. Aktueller Stand sei, dass das Aiwanger-Flies an Schneiderein verteilt wurde, die für den Krisenstab Masken in großen Mengen nähen. Diese werden dann über den Krisenstab zentral und priorisiert verteilt. „Vielen Dank an alle, die sofort Ihre Hilfe zum Masken-Schneidern angeboten haben. Momentan ist es logistisch nicht möglich, einzelne Herlferinnen zum Nähen einzubinden. Aber wir arbeiten an einer Lösung und geben diese so bald wie möglich bekannt. BITTE NICHT MEHR ANRUFEN! Vielen Dank für Ihr Verständnis.“

10.31 Uhr: Diese Geschäfte liefern während Corona aus

Diese Karte zeigt Geschäfte, die während der Corona-Krise ihre Waren ausliefern. Darunter sind Modeläden, Restaurants und Apotheken aus dem ganzen Landkreis.

Mit dem Mausrad oder den  Symbolen + und - auf der Karte unten links können Sie an ihren Heimatort heranzoomen. Bei gedrückte linker Maustaste können Sie die Karte verschieben. Ein Klick auf die blauen Symbole verrät Ihnen den Namen des Geschäfts, das genaue Angebot, die Öffnungszeiten und die Telefonnummer.

Ihr Geschäft ist noch nicht dabei? Dann können Sie es unter diesem Link eintragen.

Hier haben wir außerdem eine Karte mit Helfern, die euch beim Einkaufen, Gassi gehen und Mundschutz nähen unterstützen:

9.25 Uhr: Wegen Corona-Krise: Badehaus-Eröffnung muss warten

Auch dem neuen Flaggschiff der Gemeinde Bad Wiessee hat die Corona-Krise den Wind erst mal aus den Segeln genommen. Das edle Jodbad der Gemeinde muss die Eröffnung verschieben.

9.05 Uhr: Auswirkungen auf Arbeitslosenquote im Kreis Miesbach noch nicht absehbar

Schlägt die Corona-Krise auch auf den Arbeitsmarkt im Landkreis durch? Mit dieser Frage hat sich nun die Agentur für Arbeit in Rosenheim auseinandergesetzt. Die kurze Antwort: Noch sei es zu früh, das zu beantworten, sagt der kommissarische Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim, Michael Vontra. Die schnelle Entwicklung lasse eine genauere „Prognose auf die Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Beschäftigung frühestens ab dem nächsten Monat zu.“ Trotz Corona gebe es aber weiter Branchen, die Angestellte suchen. Die ausführliche Antwort gibt es in unserem Artikel zum Thema.

Es gibt Arbeit, aber weniger als zuvor. Hotels wie die Egerner Höhe in Rottach-Egern haben derzeit geschlossen. Die Zeit wird vielfach für Renovierungs-, Reinigungs- oder Reparaturarbeiten genutzt.

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Dienstag

18 Uhr: 15 weitere Infizierte im Landkreis - THW bereitet Vlies für Schutzmasken vor

Dass das Coronavirus den Landkreis weiterhin fest im Griff hat, zeigen die neuen Zahlen, die das Gesundheitsamt veröffentlicht hat. Wie Stadler berichtet, wurden am Dienstag 15 weitere positive Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen liegt damit bei 316, wobei 48 Personen wieder genesen sind und die häusliche Quarantäne verlassen konnten. Stationär werden 27 Patienten betreut, zehn davon intensivmedizinisch mit Beatmung.

Die Zahlen zum Coronavirus im Landkreis Miesbach vom Dienstag. Im Vergleich zum Montag gibt es 15 mehr positives Test. Sieben Menschen sind gesundet. Unterm Strich bleiben acht mehr Infizierte als am Vortrag.

Bastelaktion beim Technischen Hilfswerk (THW)? Am vergangenen Wochenende sah es zeitweise fast danach aus. Mit vereinten Kräften zerlegten die freiwilligen Helfer das Vlies, das der Landkreis – wie von der Staatsregierung angekündigt – nun erhalten hat. Jetzt prüft das Landratsamt gerade, wie und an wen das Material für die Fertigung von Schutzmasken ausgegeben wird, teilt Pressesprecherin Sophie Stadler auf Nachfrage mit. Denkbar sei, beispielsweise Schneidereien im Landkreis mit dem Nähen zu beauftragen. Verschiedene Anleitungen habe das THW ebenfalls bereits ausgetüftelt.

16 Uhr: TÜV arbeitet nur eingeschränkt

Zur Aufrechterhaltung systemrelevanter Funktionen führt der TÜV Süd auch nach den erlassenen Ausgangsbeschränkungen in Bayern an ausgewählten Prüfstellen Hauptuntersuchungen durch, allerdings bei eingeschränkten Öffnungszeiten. Die Prüfstelle in Hausham hat bis auf Weiteres montags bis freitags von 8 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Die Prüfstelle in Holzkirchen bleibt geschlossen. Der vorübergehend ausgesetzte mobile Service in den Werkstätten wird wieder aufgenommen. An allen Prüfstellen und Prüfstützpunkten gelten laut TÜV die besonderen Maßgaben an Hygiene und Mindestabstände. Gelockert werden hingegen die Fristen. Um Autofahrer in der Corona- Krise zu entlasten, darf der Termin für die Hauptuntersuchung – wie berichtet – um vier statt um zwei Monate überzogen werden. Autofahrer sollten jedoch weiterhin darauf achten, Fahrzeuge nur in verkehrssicherem Zustand zu nutzen.

13 Uhr: Gesundheitsamt von Anrufen überschwemmt - dringender Appell an alle Getesteten!

Das Gesundheitsamt ertrinkt derzeit förmlich in Anrufen von getesteten Personen, die ihre Ergebnisse abfragen möchten. Deshalb hat die Behörde nun einen dringenden Appell ausgesandt: 

„Ergebnisse von Corona-Tests müssen dort nachgefragt werden, wo der Abstrich genommen wurde. Hat Ihr Hausarzt Sie getestet, dann bitte beim Hausarzt den Befund (positiv/negativ) erfragen. Hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (116 117) Sie getestet, müssen diese Sie informieren. Das Gesundheitsamt hat nur die Befunde von den Personen, die vormittags im Testzelt vom Gesundheitsamt selbst abgestrichen werden. Bitte NICHT auf gut Glück beim Gesundheitsamt anrufen – die Mitarbeiter an unserer Corona-Hotline haben keinen Zugriff auf die Befunde von Hausärzten & KVB!“

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Montag

19 Uhr: Bürgermeister appellieren an ältere Mitbürger: „Bitte bleiben sie zu Hause!“

Jung hilft Alt, Gesund hilft Krank. Die Corona-Krise zeigt, dass das Miteinander der Generationen im Landkreis funktioniert. Doch längst nicht alle, für die das Coronavirus ein besonderes Risiko darstellt, greifen auch tatsächlich auf die ehrenamtlichen oder gemeindlichen Unterstützungsangebote zurück, hat Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind in seiner Gemeinde beobachtet. „Gerade ältere Mitbürger sind immer noch sehr viel in der Öffentlichkeit unterwegs und kaufen selbst ein“, sagt Zangenfeind. Die Folge: „Sie gefährden sich und andere.“ 

Zusammen mit seinen Bürgermeisterkollegen hat Zangenfeind deshalb am Montag einen Appell an alle älteren und/oder erkranken Landkreisbürger ausgesandt. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass diese Personengruppen zu Hause bleiben“, sagt Zangenfeind. Ob Einkäufe, Erledigungen oder der Belieferung mit frisch gekochtem Essen von örtlichen Gastronomen: Für nahezu jeden Bereich hätten sich ehrenamtliche Helfer gefunden. „Wir sehen dies als unsere Pflicht, aber auch als Selbstverständlichkeit an“, betont Zangenfeind. Die ältere Generation habe viel für die Gesellschaft geleistet. „Wir möchten nun, dass diese Leute gesund bleiben und nicht Opfer der Pandemie werden.“ Niemand müsse sich schämen, auf die Angebote zurückzugreifen, im Gegenteil: „Das Virus lässt uns keine Zeit für falsche Bescheidenheit.“

18 Uhr: Fünf mögliche Standorte für Hilfskrankenhäuser - Landkreis ist „Corona-Hotspot“

Wie ernst die Corona-Lage ist, zeigt die neueste Einschätzung der Staatsregierung. Sie hat den Landkreis Miesbach zu einem von vier „Corona-Hotspots“ in Bayern erklärt. Dies hat aber auch positive Folgen: Mehr Tests und Ärzte, aber auch mehr Ausrüstung wie Atemschutzmasken hat Ministerpräsident Markus Söder für die „Hotspots“ in Aussicht gestellt.

Die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Personen hat sich am Montag nur verhältnismäßig leicht um 13 auf 301 erhöht. 29 Patienten werden im Krankenhaus behandelt, zehn davon auf der Intensivstation. 41 Erkrankte sind wieder genesen. Um für höhere Fallzahlen gerüstet zu sein, sucht die Führungsgruppe bekanntlich nach Hilfskrankenhäusern, in denen COVID-19-Patienten poststationär, also vor ihrer eigentlichen Entlassung aus der Klinik, betreut werden können. „Für fünf Standorte wird derzeit die Machbarkeit geprüft“, berichtet Stadler. Es handle sich um zwei größere Hotels, zwei Reha-Kliniken und eine Schule. Ziel der temporären Einrichtungen sei die Entlastung des Krankenhauses Agatharied. Dr. Florian Meier, stellvertretender Landesarzt des BRK und Leitender Notarzt in Miesbach, leitet die Arbeitsgruppe zum Thema Hilfskrankenhaus, teilt Stadler mit.

15.30 Uhr: Landratsamt schickt Bestellliste an Regierung

Eine Liste mit dringendem Material- und Personalbedarf hat das Landratsamt an die Regierung von Oberbayern geschickt. Wie Pressesprecherin Sophie Stadler auf Nachfrage mitteilt, geht es unter anderem um Beatmungsgeräte, Schutzkleidung und Masken und Testkits. Auch weitere Pfleger, Ärzte und Personal für das Gesundheitsamt wurden als Bedarf gemeldet.

14.10 Uhr: Suche nach Versorgungsarzt läuft

In einem Erlass des Innen- und Gesundheitsministeriums wird die Einsetzung von Versorgungsärzten in allen Landkreisen und kreisfreien Städten verfügt. Auch im Kreis Miesbach soll ein Versorgungsarzt benannt werden, bestätigt der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbands, Dr. Thomas Strassmüller, auf Nachfrage. Eine konkrete Person stehe aber noch nicht fest. Aufgabe dieses Arztes ist die Koordination der ambulanten Versorgung. Er soll beispielsweise Schwerpunktpraxen für COVID-19-Patienten festlegen, sich um die Verteilung von Schutzausrüstung kümmern sowie die Testzentren organisieren.

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Sonntag

21.32 Uhr: Nach Schließung der Tafel: Das Terra in Holzkirchen springt ein und gibt Mittagessen aus

Für Bedürftige, denen nach Schließung der Holzkirchner Tafel ein wichtiger Versorgungsweg abgeschnitten ist (wir berichteten), gibt es ein neues Angebot in der Marktgemeinde: Das Restaurant Terra in Holzkirchen kocht ein Mittagessen, das ab Dienstag gegen einen Unkostenbeitrag von zwei Euro ausgegeben wird.

21.08 Uhr: Trotz Corona: Weiter Blutspenden benötigt

Trotz Corona: Die Blutspendetermine des Bayerischen Roten Kreuzes finden weiterhin statt. Der Bedarf nimmt durch die Pandemie ja nicht ab. Blutspenden sind wieder am Montag, 30. März, von 16 bis 20 Uhr in Waakirchen möglich. Um den Sicherheitsabstand zwischen den Spendern wahren zu können, findet der Termin diesmal in der Turnhalle der Grundschule statt.

20.30 Uhr: Polizei kontrolliert in Holzkirchen Ausflügler-Autos 

Lag ein „triftiger Grund“ vor für diese Autofahrt? Die Polizei kontrollierte am Samstag an der B 318 auf Höhe des Gewerbegebiets Holzkirchen-Ost / Geothermie Ausflügler, die in Richtung Süden unterwegs waren. Dort hielten sechs Polizeibeamte die Fahrzeuge an und fragten nach Ziel und Zweck der Fahrt.

18.45 Uhr: Glockenläuten zum Corona-Gebet 

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bad Wiessee und der Katholische Frauenbund Tegernsee schließen sich der bundesweiten Aktion „Eine Kerze im Fenster“ an. Angesichts der Corona-Krise fordern sie alle Menschen dazu auf, jeden Abend um 19.30 Uhr eine brennende Kerze in ein Fenster ihrer Wohnung oder ihres Hauses zu stellen und ein Vaterunser zu beten. Sowohl in Bad Wiessee als auch in Tegernsee werden dazu die Glocken der Pfarrkirchen läuten.

17.20 Uhr: Weitere 20 Personen positiv getestet

Das Landratsamt meldet gerade: 288 Personen sind inzwischen im Landkreis Miesbach an Covid-19 erkrankt. Die Zahl der positiv Getesteten stieg damit um 20 im Vergleich zum Vortag. 34 Personen konnten die Quarantäne wieder verlassen und gelten als gesundet.

In den Gemeinden sieht es so aus:


16.58 Uhr: TTT-Kampagne: Gemeinsam gegen Corona

Gerade in der Corona-Krise sollten Menschen regional einkaufen. Diesen Gedanken hat die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) nun mit der Kampagne #Miazam aufgegriffen.

16.23 Uhr: Müssen Strafzettel jetzt noch sein? Parküberwacherin ist trotz Corona-Krise weiterhin unterwegs

Wegen des Coronavirus bleiben Geschäft geschlossen und Arbeiter zuhause. Doch die Parküberwachung läuft weiter. Eine Tegernseerin wundert sich: Muss das sein? Wir haben nachgefragt.

15.58 Uhr: Patientin wirft Medical Park „Fahrlässigkeit“ vor

Im Medical Park St. Hubertus in Bad Wiessee gibt es mehrere Corona-Fälle. Nun erhebt eine ehemalige Patientin schwere Vorwürfe gegen die Klinik. Sie und die anderen Patienten seien angeschwindelt worden.

Im Medical Park St. Hubertus in Bad Wiessee gibt es mehrere Corona-Fälle. Nun erhebt eine ehemalige Patientin schwere Vorwürfe gegen die Klinik.

15.45 Uhr: Humor gegen Corona: Ute Liebhard (57) über virtuelle Lachsessions

Gute Laune trotz Corona-Koller: Die Holzkirchner Lachtrainerin Ute Liebhard (57) bietet ab sofort virtuelle Lachsessions an. Ein Gespräch über Krisenbewältigung und das Radio der guten Nachrichten.

15.17 Uhr: Gottesdienst in Holzkirchen jetzt via Youtube 

Die evangelische Kirchengemeinde Holzkirchen liefert den Gläubigen jetzt den Gottesdienst quasi frei Haus. Die Gemeinde hat einen Youtube-Kanal eingerichtet, der unter „Zachäus online“ auf dem Videoportal zu finden ist. Darauf werden ab diesem Sonntag eigens produzierte Online-Gottesdienste zu sehen sein, berichtet Pfarrer Peer Mickeluhn. „Damit gibt es die Möglichkeit für einen Kontakt in die eigene Kirchengemeinde“, sagt er, und das Evangelium findet gerade in der Krisenzeit trotz Ausgangsbeschränkung zu den Menschen. Die Zachäuskirche in Sauerlach und die Segenskirche in Holzkirchen bleiben weiterhin täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet, aber nur für einzelne Besucher. Während das Pfarramt wegen Corona für den Publikumsverkehr geschlossen ist, steht die Gemeinde telefonisch und per E-Mail weiter zur Verfügung, und auch das Notruftelefon der Seelsorger bleibt weiter erreichbar.

15.00 Uhr: Gemeinsam Garteln trotz Corona: Missverständnis bleibt wohl folgenlos

Ein klarer Verstoß gegen die Corona-bedingte Ausgangsbeschränkung oder ein großes Missverständnis? Nachdem am Sonntag vier Holzkirchner beim Garteln in Roggersdorf angetroffen und angezeigt wurden, 

erwartet sie möglicherweise doch keine Strafe

.

Halten sich an den Sicherheitsabstand: Georg Paulus, 3. Vorsitzender des Vereins Biogarten Holzkirchen, und Hannes Schißler, einer der Vorsitzenden der solidarischen Landwirtschaft Holzkirchen.

14.46 Uhr: Ab 1. April: Schienenersatzverkehr ersetzt abends Züge der BOB

Das Personal der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) ist derzeit zwar nicht direkt vom Coronavirus betroffen – also in Form einer bekannten Infektion – wegen diverser Schutzmaßnahmen muss der Betrieb aber eingeschränkt werden (wir berichteten). Und wegen Personalnot bei der DB Netz AG jetzt noch mehr. Wie die BOB mitteilt, werden die Züge südlich von Holzkirchen ab Mittwoch, 1. April, nur noch in der Kernzeit fahren, also zwischen 5 und 21 Uhr. Denn für mehr fehlt es der DB an Fahrdienstleitern. Diese arbeiten unter anderem in Miesbach und Schliersee. Zwischen Holzkirchen und München fahren die Züge regulär. Nach Bayrischzell beziehungsweise Tegernsee und Lenggries wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet. Die Regelung gilt zunächst bis Sonntag, 19. April. Zuvor hatte die BOB schon auf einen Ein-Stunden-Takt reduziert. Das Fahrgastaufkommen hat sich im Zuge der Corona-Krise der Pressemitteilung zufolge um 80 bis 90 Prozent reduziert.

14.25 Uhr: Waldbesitzer leiden unter Schließung der Grenze bei Bayrischzell

Den Waldbesitzern läuft die Zeit davon. Die Stürme Bianca, Yulia und Sabine haben im Februar innerhalb weniger Wochen zahlreiche Bäume in ihren Wäldern umgeknickt. Im Mai droht der Borkenkäfer über diese herzufallen. Bis dahin müssen die Waldbauern ihr Holz in die Sägewerke gebracht haben. Oder der Käfer droht, ihre Holzernte zu zerstören. Das Coronavirus schneidet den Waldbesitzern nun eine wichtige Lebensader dafür ab: Der Grenzübergang im Ursprungstal bei Bayrischzell ist geschlossen. Den brauchen die Waldbesitzer aber dringend.

Gesperrt: Über diesen Grenzübergang bei Bayrischzell schickten Waldbesitzer aus dem Landkreis vor Corona bis zu 1000 Festmeter Holz pro Tag nach Österreich. Jetzt bleiben sie größtenteils im Wald liegen.

12.55 Uhr: Pfarrverband bietet Vorlagen für Hausgottesdienste an

Weil die Gottesdienste in den Kirchen bis nach Ostern entfallen, will der Pfarrverband Miesbach und Hausham den Gläubigen kleine Hilfen zur Hand geben, damit sie Hausgottesdienste im Kreis der Familie feiern können. In der Miesbacher Stadtpfarrkirche, in St. Laurentius. Parsberg, in St. Anton. Hausham. und St. Agatha, Agatharied, werden für kommende Sonn- und Feiertage jeweils Vorlagen mit einem persönlichen Wort der Seelsorger ausgelegt. Die Vorlagen stehen auch auf den Homepages der Pfarrverbände zum Download bereit. Wer sie per Post zugeschickt haben will, meldet sich im Pfarrbüro Miesbach, 0 80 25 / 7 01 90, oder Hausham, 0 80 26 / 83 60.

10.46 Uhr: Fischbachau will an Großprojekten festhalten – Sitzungen des Gemeinderats im Klostersaal

Handlungsfähig bleiben und gleichzeitig nicht zur Ausbreitung des Coronavirus beitragen: Diesen Spagat müssen derzeit alle Gemeinden im Landkreis bewältigen. Nachdem es zuerst so aussah, als würden bis auf Weiteres generell keine Gemeinderats- oder Ausschusssitzungen mehr stattfinden, zeichnet sich nun ein anderer Weg ab. Wie berichtet, hat sich der Gemeinderat Bayrischzell kürzlich zu öffentlichen Beratungen getroffen. Auch in Fischbachau ist dies denkbar, teilt Bürgermeister Josef Lechner mit. 

„Wir werden für notwendige Entscheidungen eine Sitzung einberufen“, sagt Lechner. Nachdem dies laut Aussage des Innenministeriums nur unter persönlicher Anwesenheit und nicht etwa per Telefon oder E-Mail möglich sei, werde man dem Beispiel Bayrischzells folgen und den Gemeinderat im Klostersaal tagen lassen. Hier sei aufgrund der Größe ein ausreichender Sicherheitsabstand zwischen den Teilnehmern ohne Probleme zu gewährleisten, erklärt der Rathauschef. Als relevante Themen erachtet Lechner unter anderem dringliche Auftragsvergaben, die er als Bürgermeister nicht alleine erteilen kann. 

Projekte wie den Neubau des Bauhofs oder die Entwicklung des Wohngebiets am Wolfsee dürfe man gerade in Krisenzeiten wie dieser nicht aufschieben. „Das ist ein kommunales Konjunkturprogramm für viele einheimische Betriebe“, betont Lechner. Um auch die Bürger zu entlasten, könne man beispielsweise parallel über eine vorübergehende Aussetzung oder Senkung von Gebühren und Abgaben nachdenken. Alles Punkte, die der Gemeinderat in einer noch anzuberaumenden Sondersitzung besprechen könnte, meint der Rathauschef. Um die Beteiligung der Öffentlichkeit bei den relevanten Punkten sicherzustellen, lässt die Gemeinde eine Übertragung über das Online-Portal Youtube prüfen. An der kommunalen Handlungsfähigkeit zweifelt Lechner trotz der großen Herausforderung der Corona-Krise nicht: „Ich bin da völlig entspannt, dass wir das hinbekommen.“

9.45 Uhr: Die Zahlen vom Samstagabend

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis Miesbach stieg auf 268 (Stand Vortag: 240). 34 davon konnten die Quarantäne bereits wieder verlassen. 24 Personen werden stationär behandelt, acht davon intensivmedizinisch. Dies teilt das Landratsamt mit.

So verteilen sich die Betroffenen auf die Gemeinden. „Sonstige“ sind noch nicht ihren Wohnsitzen zugeordnet oder liegen im Krankenhaus oder auch im Medical Park in Bad Wiessee.

 

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Erster Toter im Krankenhaus

18.40 Uhr: Im Landkreis Miesbach ist ein erster Mensch am Coronavirus gestorben. Wie das Landratsamt München gerade mitteilte, verlor im Krankenhaus Agatharied ein über 80-jähriger Mann den Kampf gegen das Virus. Der bereits am Donnerstag Verstorbene hatte seinen Wohnsitz im Kreis München, daher ist die dortige Behörde zuständig.

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Jetzt 240 positive Corona-Tests im Landkreis

17.43 Uhr: Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen im Landkreis Miesbach ist heute auf 240 gestiegen. Das sind 25 mehr als gestern. Weil, wie das Landratsamt mitteilt, im gleichen Zeitraum neun Menschen gesundeten, leiden heute 206 Menschen im Landkreis an Corona - 16 mehr als gestern. 22 Personen werden stationär behandelt, sechs davon intensivmedizinisch. Von Todesfällen blieb der Landkreis bisher verschont.

Die Zahler der Conona-Infizierten. Stand: Freitag, 17 Uhr.

Das Landratsamt appelliert an die Bürger, wegen des Coronavirus besonders auf ihre Sicherheit zu achten und so die Ärzte zu entlasten. „Leichtsinnige Unfälle, beispielsweise durch waghalsige Sportunfälle oder überhöhte Geschwindigkeit im Straßenverkehr, belasten die Einsatzkräfte und das Gesundheitssystem zusätzlich“, schreibt die Behörde in einer Pressemitteilung. „Ärzte und Pfleger in den Krankenhäusern arbeiten am Limit. Die Notaufnahmen sollten nicht durch vermeidbare Unfälle überstrapaziert werden.“

Die Zahlen je Gemeinde.

17.10 Uhr: Diese Bußgelder gelten bei Verstößen gegen die Corona-Regeln

Die Staatsministerien des Inneren und für Gesundheit haben einen Bußgeldkatalog „Corona-Pandemie“ vorgestellt, der ab sofort die Strafen für Verstöße gegen die Begrenzungen zur Bekämpfung des Coronavirus regelt. Dieser gilt auch im Landkreis.

Hier einige Beispiele der Strafen:

  • Öffnung eines Gastronomiebetriebs (außer Speisen zur Mitnahme): 5000 Euro
  • Nichteinhalten des vorgeschriebenen Mindestabstands: 150 Euro
  • Besuch von vollstationären Einrichtungen der Pflege ohne Berechtigung: 500 Euro
  • Verlassen der eigenen Wohnung ohne Vorliegen triftiger Gründe: 150 Euro
  • Abhalten von Unterricht, Veranstaltungen, Studienbetrieb oder Betreuungsangebote: 2500 Euro

Außerdem können einige Verstöße gegen die Beschränkungen als Straftaten geahndet werden. Dazu gehören:

  • Verstöße gegen die Ausgangsbegrenzung in Gruppen
  • Abhaltung von oder Teilnahme an Versammlungen und Veranstaltungen
  • Betreiben von Gastronomiebetrieben, wenn in der geschlossenen Gaststätte eine verbotene Veranstaltung stattfindet

Den gesamten Strafenkatalog gibt es hier.

16.03 Uhr: Auflagen und Direktvermittlung bein Zuchtverband – Großmärkte abgesagt

Von der Corona-Krise betroffen ist auch der Zuchtverband Miesbach. Allerdings dient die Oberlandhalle als Marktort der Sicherstellung der Lebensmittelproduktion und gehört somit zur lebensnotwendigen Infrastruktur. Mit dem Landratsamt hat der Zuchtverband daher einen Vermarktungsplan erstellt. Bei den Kälbermärkten erfolgt die Kälberanlieferung in der üblichen Weise unter Rücksichtnahme der Hygienemaßnahmen. Die Markthalle darf aber nur von Angestellten des Zuchtverbands, des Veterinäramtes und einer begrenzten Zahl an Käufern betreten werden. Die Großviehmärkte sind bis auf Weiteres abgesagt. Derweil finden laufend Tiervermittlungen von Landwirt zu Landwirt statt. Der Zuchtverband bittet, verkaufsfähige Tiere in der Herdebuchstelle anzumelden. Käufer sollen sich ebenfalls beim Zuchtverband melden, 0 80 25 / 28 08 22. Infos gibt es auch auf www.zuchtverband-miesbach.com.

15.30 Uhr: Mesner: Kirchen im Tal bleiben geöffnet 

Trotz Corona und Gottesdienstverbot: Die Kirchen im Tegernseer Tal sind geöffnet. Darauf hinzuweisen, ist dem Gmunder Mesner Hans Latein ein besonderes Anliegen. „Die Kirche St. Ägidius und die Kapelle an der Mangfallbrücke – mit dem denkwürdigen Namen Maria Hilf oder Pestkapelle – sind täglich offen ist und für jedermann zugänglich sind. Früh morgens sperrt Latein auf und zündet auch extra Kerzen an. „In einer schwierigen Zeit wie dieser, da die Natur ihre Macht ausübt und wir trotz des hohen Wissenstands dagegen zu kämpfen haben, folgen wir den Vorschriften und benehmen wir uns rücksichtsvoll. Es ist jedem freigestellt auch im Sinne unseres Glaubens unseren Schöpfer zu bitten, dass diese Epidemie schonend an uns vorüber geht“, schreibt Latein. In diesem Sinne möge sich jeder seine Gedanken machen und im Gebet darum bitten.

14.26 Krankenhaus Agatharied: Geschäftsführer fordert mehr Unterstützung

Das Covid-10-Krankenhausentlastungsgesetz sichert den Kliniken 50 000 Euro für jedes zusätzliche Intensivbett mit Beatmungsmöglichkeit zu und eine Tagespauschale von 560 Euro für jedes freigeräumte Bett auf einer normalen Station. Auch für eingesetztes Material gibt es Zuwendungen. Das geht vielen Kliniken nicht weit genug. „Viel wichtiger wäre ein Rettungsschirm über die belegten Betten aufzuspannen“, betont Michael Kelbel, Geschäftsführer des Krankenhauses Agatharied. Denn durch die Versorgung der Patienten während einer Pandemie entstünden enorme Zusatzkosten, zum Beispiel für Einzelisolierungen, Triage-Bereiche oder Leiharbeiter, die deutlich mehr kosten würden als tarifangestellte Fachkräfte, betont Kelbel. Vor allem aber kritisiert er, dass das administrativ-lastige Abrechnungssystem nicht vorübergehend ausgesetzt wird und durch pragmatische Pauschalzahlungen ersetzt wird, die sich an den Vorjahren orientieren. „Die Krankenhäuser müssen sich nun auch in der Krise mit ausufernden Dokumentationspflichten herumschlagen“, sagt er. Gerade im Bereich der Intensivmedizin seien sie umfangreich und kompliziert. Keibel fordert: „Weg mit diesen bürokratischen Hürden in einer Zeit, in der es um nichts anderes geht, als Leben zu retten.“

13.05 Uhr: Landratsamt appelliert: Bitte THW-Nummern freihalten

Heute hat Wirtschaftsminister Aiwanger angekündigt, über das THW Vliesstoff an die Landkreise zu verteilen, aus denen vor Ort Schutzmasken selbst genäht werden können. Das Vlies liege im Landkreis Miesbach aber noch nicht vor, teilt das Landratsamt mit. „Wir wissen auch nicht, ob und wann wir welches bekommen“, schreibt die Behörde in einer Pressemitteilung. Sie bittet deswegen: „Bitte blockieren Sie nicht die Telefonnummern des THW Ortsverband Miesbach – die Führungsgruppe Katastrophenschutz braucht diese Nummern ganz dringend, um über das THW die wenigen zur Verfügung stehenden Schutzmaterialien an Krankenhaus, Pflegedienste und Ärzte im Landkreis verteilen zu können!“ Das Landratsamt werde die Menschen sofort informieren, wenn es Neuigkeiten über die Verteilung des Vlies hat.

12.45 Uhr: Tafeln trotzen Corona: Angebot möglichst beibehalten – Holzkirchen zu

Wegen des Coronavirus haben deutschlandweit über 400 Tafeln ihren Betrieb vorübergehend eingestellt. Im Landkreis Miesbach entscheiden die vier Tafeln von Woche zu Woche, wie es weiter geht. Auch sie stehen vor Herausforderungen. Holzkirchen hat deswegen bereits geschlossen. Die übrigen wollen den Betrieb so lange wie möglich beibehalten

12.20 Uhr: Gestrandet wegen Corona: Ehepaar aus Wörnsmühl schickt Hilferuf aus Neuseeland

Gut die Hälfte des Jahres sind Horst und Gretl Mahr aus Wörnsmühl im Ausland unterwegs. Jetzt sitzen sie wegen des Coronavirus in Neuseeland fest - und bitten um Hilfe.

11.50 Uhr: Münchnerin in Rottach-Egern übel beschimpft

Diese Szene lässt eine Zweitwohnungsbesitzerin aus Rottach-Egern noch immer erschaudern: Beim Einkaufen in einem Rottacher Lebensmittelmarkt wurde sie als „blöde Münchnerin“ beschimpft, die hier die Supermärkte leer kaufe. Ihr Auto – mit Münchner Kennzeichen – kam ebenfalls nicht ungeschoren davon: Wie die Frau berichtet, war der Wagen offenbar mit einem Joghurt-Becher oder Ähnlichem beworfen worden – zumindest wies er entsprechende Spuren auf. Alle Infos zum Vorfall gibt es hier.

9.35 Uhr: Die Autobahn ist leer: Raser nutzen die Gelegenheit

Am Sonntag jagte ein 51-jähriger Münchner auf seinem Motorrad mit 250 km/h vom Irschenberg nach Norden, teilweise in der 130er-Zone. Eine Streife der Autobahnpolizei nahm die Verfolgung auf. Der Biker verlor die Nerven, vollführte wahnwitzige Fluchtmanöver und hätte in Sauerlach beinahe ein Kind überfahren, ehe er doch gestellt wurde. Wir haben mit Autobahnpolizei-Chef Michael Janski über die aktuelle Lage auf der A8 gesprochen.

9.10 Uhr: Wegen Corona: LBV muss Sammlung absagen – Geld wird dringend benötigt

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) hat als erster bayerischer Verband dergestalt Konsequenzen aus der Corona-Krise gezogen: Am Mittwoch hat er die jährliche große Spendensammlung abgesagt, bei der bayernweit rund 40 000 meist junge Sammler von Haustür zu Haustür unterwegs sind. Das trifft natürlich auch die LBV-Sammlung im Landkreis Miesbach. Darüber haben wir mit Gerhard Kinshofer, dem Vorsitzenden der LBV-Kreisgruppe Miesbach, gesprochen.

Coronavirus im Landkreis Miesbach - die Lage am Donnerstag

17.25 Uhr: Jetzt über 200 positiv Getestete.

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis Miesbach steigt weiter, nämlich um 30 auf 215. 18 Personen werden stationär betreut, sechs davon intensivmedizinisch. 25 Personen sind bereits wieder gesundet. Dies teilt das Landratsamt mit.

Hier die Verteilung auf die Gemeinden:

16.45 Uhr: Neues vom Streit um Ausflügler: 

Üble Szene am Tegernsee: Frau wüst beschimpft - weil sie ein Münchner Kennzeichen hat

13.30 Uhr: Erste Tafel stellt ihr Angebot ein

Die Holzkirchner Tafel wird am Samstag keine Lebensmittel verteilen. Die Tafel bleibt vorerst bis 18. April, bis nach Ostern geschlossen. Auch die Lieferungen sind bis auf Weiteres eingestellt. Diese Entscheidung traf der Vorstand am Mittwochabend einstimmig. Dem Vorsitzende Hans Sepperl saßen noch die Vorwürfe eines Klienten vor einer Woche in den Knochen, der sich bitter und wenig freundlich wegen der fehlenden Distanz beschwert hatte. Dabei sieht es von den Lebensmitteln her gar nicht so schlecht aus. „Wir haben sogar extra Ware und extra Spenden erhalten und haben quasi ein volles Lager“, berichtet Sepperl. In Holzkirchen liegt das Problem eher in der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Das fängt schon damit ab, dass Sepperl die Helfer nicht wie sonst zum Dienst abholen kann, weil in dem zur Verfügung stehenden Auto der vorgeschrieben Sicherheitsabstand nicht gewährleistet ist. Und auch hier ist der Abgaberaum so klein, dass man die 38 Abholer einzeln durchschleusen müsste, was wiederum enorm viel Zeit kosten und mehr Helfer binden würde – zusätzlich zu den Helfern, die aktuell neun Kunden beliefern. Obendrein will man in der Holzkirchner Tafel keine Kisten packen ohne auf die Kundenwünsche einzugehen. „Wir befürchten, dass die Wegwerf-Quote dann steigt, wenn die Abholer etwas bekommen, was sie gar nicht wollen“, sagt Sepperl. Überdies sei die Zahl der Kunden zuletzt gesunken.
Die Tafeln in Gmund, Miesbach und Hausham wollen ihr Angebot aufrecht erhalten.

13 Uhr: Kulturhäuser im Landkreis: Trotz Absagen viel zu tun

Der Waitzinger Keller in Miesbach und das Kultur im Oberbräu in Holzkirchen sind geschlossen. Zu tun gibt es aber einiges. Lesen Sie hier.

11 Uhr: Tegernsee macht öffentliche Toiletten dicht

Die Stadt Tegernsee sieht sich gezwungen, die öffentliche Infrastruktur einzuschränken. „Ein Teil der öffentlichen Toiletten steht derzeit nicht zur Verfügung. Dauerhaft wird die Toilette am Friedhof geschlossen. Die Toilettenanlage beim Seehaus wird bis auf Weiteres geschlossen. Wir sind intensiv bemüht weitere Einschränkungen zu vermeiden. Vor allem die Toilette am Seehaus wollen wir schnellstmöglich wieder zur Verfügung stellen, werden dies aber in dieser Woche und vor allem auch am Wochenende nicht schaffen“, teilt Bürgermeister Johannes Hagn mit.

14 neue Fälle verzeichnet das Landratsamt Miesbach. Das Krankenhaus Agatharied befindet sich im Krisenmodus - und braucht mehr Kapazitäten. Hier die positiv getesteten Coronavirus-Fälle im Überblick:

Coronavirus-Infektionen im Landkreis Miesbach am Donnerstag:

  • Landkreis 185 , neue Fälle: 14 
  • Bad Wiessee 9, neue Fälle: 1 
  • Bayrischzell 8 
  • Fischbachau 7 
  • Gmund 21
  • Hausham 5 
  • Holzkirchen 19 
  • Irschenberg 3 
  • Kreuth 4 
  • Miesbach 9, neue Fälle: 5 
  • Otterfing 6
  • Rottach-Egern 2 
  • Schliersee 9, neue Fälle: 1
  • Tegernsee 3
  • Valley 2
  • Waakirchen 5
  • Warngau 2
  • Weyarn 10

Weitere 61 Personen sind seitens des Landratsamt noch nicht ihren Wohnorten zugeordnet. 19 Personen sind wieder gesund.

Die Infektionen in ganz Bayern verfolgen Sie auf unseerer interaktiven Corona-Karte für Bayern.

Coronavirus im Landkreis Miesbach - die Lage am Dienstag

18.40 Uhr: Corona-Fälle nach Gemeinden gelistet

Die Situation durch das Coronavirus SARS-CoV-2 und die von ihm hervorgerufene Krankheit Covid-19 ändert sich täglich. Das sind die aktuellen Zahlen des Landratsamts (Stand: 24. März, 16 Uhr) der positiv getesteten Personen (54 noch nicht zugeordnet).

Landkreis: 171
Bayrischzell: 8
Bad Wiessee: 8
Fischbachau: 7
Gmund: 21
Hausham: 5
Holzkirchen: 19
Irschenberg: 3
Kreuth: 4
Miesbach: 4
Otterfing: 6
Rottach-Egern: 2
Schliersee: 8
Tegernsee: 3
Valley: 2
Waakirchen: 5
Warngau: 2
Weyarn: 10
Noch nicht zugeordnet: 54

17.45 Uhr: 171 bestätigte Corona-Erkrankungen im Landkreis

171 Personen sind mittlerweile im Landkreis Miesbach am Coronavirus erkrankt. Gestern waren es noch 158. Wie das Landratsamt mitteilt, müssen elf davon stationär betreut werden, vier weitere intensivmedizinisch. Elf Personen konnten die häusliche Quarantäne schon wieder verlassen. Die positiv getesteten Personen sind zwischen vier und 97 Jahren alt. Alle Zahlen sind Momentaufnahmen; sie ändern sich fast täglich. 

Inzwischen hat die „Führungsgruppe Katastrophenschutz“ ihre Arbeit aufgenommen und trifft sich zweimal täglich zur Lagebesprechung. Seit Feststellung des Katastrophenfalls war die Führungsgruppe in Bereitschaft. Wegen des zunehmenden Koordinierungsbedarfs hat sie nun auch operativ die Federführung übernommen.

Die Zahler der Conona-Infizierten. Stand: Dienstag, 17 Uhr.

17.07 Uhr: Rechtsanwalt kritisiert Brief der Tal-Bürgermeister heftig

Rechtsanwalt Florian Besold erhebt als Vorsitzender der Bayerischen Einigung/Bayerischen Volksstiftung schwerste verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Vorgehensweise der Tal-Bürgermeister. Er hat einen offenen Brief an die Staatskanzlei geschickt und spricht von einer selbstsüchtig-martialischen Haltung der Bürgermeister.

15.51 Uhr: Familie spendet Äpfel und Mandarinen für Ärzte

Ein „Päckchen Kraft“ wollten die Meiers aus Hausham den „unermüdlichen Pflegern und Ärzten vom Krankenhaus Agatharied“ schenken – und haben zuhause eine ungewöhnliche Aktion gestartet. „Wir wollten ihnen in dieser Zeit einfach mal was Gutes tun“, erzählt Magdalena Meier (21). Ihre Schwester Michaela (18) liegt wegen einer Schulterbehandlung im Krankenhaus Agatharied, darf aber nicht besucht werden. Abends kam im Kreise der Familie dann der Gedanke, für das Klinikpersonal Tüten mit Energiespendern zu packen. „Auf diesem Wege hoffen wir ein kleines Dankeschön zum Ausdruck zu bringen“, erklären sie. Gesagt, getan: 50 Papiertüten haben Kerstin (45), Manfred (53) und Magdalena Meier gepackt – mit je einem Apfel oder einer Mandarine „für die Vitamine“, einem Schokoriegel „für die Power“ und einem kleinen Getränk. 

Die Türen haben die Eltern in Obstkisten zur Klinik gebracht, wo sie Mitarbeiter der Security entgegennahmen. „Sie haben sich sehr darüber gefreut“, weiß Magdalena Meier. Über die Schwester hat sie auch erfahren, dass die Packerl unter anderem in der Notaufnahme und auf der Kinderstation verteilt worden sind.

Energiespender als Dankeschön: Kerstin und Manfred Meier aus Hausham haben dem Krankenhaus-Personal 50 Tüten mit Energiespendern gebracht.

14.47 Uhr: Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes ordnet hohe Infizierten-Zahlen ein

Im Landkreis Miesbach gibt es auf die Einwohnerzahl gerechnet bayernweit die zweitmeisten positiven Corona-Tests. Auch in Deutschland liegt der Landkreis in den Top 10. Was diese Zahlen bedeuten, ist aber schwer einzuordnen, erklärt Dr. Thomas Strassmüller, Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes: "Es kann gut sein, dass die Menschen in unserem Landkreis tatsächlich etwas reisefreudiger sind, als in anderen. Zumindest fahren sie gerne in den Skiurlaub." Durch die Nähe zu Italien und Tirol sei es außerdem nicht unwahrscheinlich, dass mehr Menschen in den Faschingsferien dort im Urlaub waren als zum Beispiel Menschen aus Oberfranken oder gar Hamburg. 

Da zu dieser Zeit die ersten Reisenden das Virus aus Italien nach Deutschland transportierten, könne es sein, "dass wir tatsächlich mehr eingeschleppt haben als andere". Die einzig mögliche Erklärung sei dies aber nicht. "Es kann auch sein, dass wir mehr getestet haben." Wie berichtet, nehmen Ärzte im Testzelt in Miesbach täglich 80 bis 200 Proben und schicken sie in die Labore. "So ein Zelt haben andere nicht aufgestellt." Wer mehr teste, habe aber auch mehr positive Testergebnisse, sagt Strassmüller. 

Welcher der beiden Faktoren stärker ist, wird wohl erst im April feststehen. "Die Labore könnten errechnen, aus welchen Landkreisen sie wie viele Tests bekommen haben", sagt Strassmüller. Momentan gebe es diese Daten aber noch nicht. Sobald sie verfügbar werden, seien die Ergebnisse besser einordenbar. "Das wird aber noch gut zwei Wochen dauern."

13.52 Uhr: Krankenhaus ruft Freiwillige und Ehrenamtliche zur Mithilfe auf

Das Krankenhaus Agatharied wappnet sich personell für das steigende Aufkommen stationär zu versorgender Corona-Patienten. „Viele unserer Mitarbeiter arbeiten schon jetzt an ihrer Belastungsgrenze“, schreibt Geschäftsführer Michael Kelbel in einer Pressemitteilung. „Zur Verstärkung suchen wir Ehrenamtliche und Mitarbeitende jeglicher Qualifikation. Jeder wird gebraucht – wir finden den passen-den Einsatzbereich.“ Für die nicht absehbare Herausforderung werde derzeit ein Pool an Mitarbeitern aufgestockt, um im Bedarfsfall die Belegschaft auf Abruf verstärken zu können. Eine Mithilfe sei in jeder Form möglich – ob kleine Einsätze im Ehrenamt, als 450-Euro-Job oder in Festanstellung in Voll- oder Teilzeit. Die Bewerbung funktioniert über einen sehr einfachen Anmeldevorgang telefonisch über die Telefonnummer 08026/3934271 oder online auf: www.khagatharied.de/mithelfen.

12.35 Uhr: Rathaus-Gmund im Zweischichtbetrieb

Um zu verhindern, dass im Falle einer Corona-Erkrankung eines Mitarbeiters die gesamte Gemeindeverwaltung den Betrieb einstellen muss, stellt das Rathaus in Gmund ab Mittwoch, 25. März, auf Zweischichtbetrieb um. Das teilt die Gemeinde in einer Pressemitteilung mit. Die Belegschaft wird in zwei Teams aufgeteilt, die jeweils wochenweise die Gemeindeverwaltung übernehmen. „Wir bemühen uns, alle Bereiche abzudecken, bitten jedoch um Verständnis, wenn einzelne Anliegen nicht immer sofort bearbeitet werden können“, sagt Bürgermeister Alfons Besel. Der Zweischichtbetrieb läuft zunächst bis zum 19. April und gilt auch für den Bauhof, dort jedoch im vierzehntägigen Wechsel.

Auf der Website www.gemeinde.gmund.de stellt die Gemeinde unter Gmund aktuell wichtige Informationen in Zusammenhang mit der Corona-Epidemie bereit. Senioren und Personen mit Vorerkrankungen, die Unterstützung bei Einkäufen etc. benötigen, können sich unter der folgenden Rufnummer an die Nachbarschaftshilfe Tegernseer Tal wenden: 08022 706563. Bei Fragen darüber hinaus, steht die Gemeindeverwaltung zur Verfügung.

11.55 Uhr: „Werden manchmal vergessen“: Bäcker und Metzger appellieren wegen Corona an die Kunden

Viele Unternehmer schielen dieser Tage neidvoll auf die Lebensmittelbranche. Ob Supermärkte, Bäcker oder Metzger: All diese Läden dürfen trotz des Coronavirus weiter öffnen und ihre Waren verkaufen, weil diese zur Deckung des täglichen Bedarfs dienen. Ein Selbstläufer ist das Geschäft aber noch lange nicht, sagt Florian Perkmann. Der stellvertretende Obermeister der Bäckerinnung aus Miesbach erfährt gerade am eigenen Leib, wie schwierig der Spagat zwischen Produktion, Hygieneauflagen und Umsatzeinbrüchen zu bewältigen ist.

11 Uhr: Die Polizei Holzkirchen meldet  Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz 

Der Polizeibericht: Am Sonntag, 22. März, kontrollierte eine Polizeistreife in Holzkirchen eine Gruppe von vier Erwachsene und einem Kind, die zusammen mit Gartenarbeiten beschäftigt waren. Auf Grundlage der vorläufigen Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie ist die Zusammenkunft von mehreren Personen, die nicht zum engsten Familienkreis gehören, untersagt. Die vier Erwachsenen wurden wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. 

Die Polizei weist nochmal darauf hin: Zuwiderhandlungen werden von der Polizei geahndet. Fahrlässige beziehungsweise vorsätzliche Verstöße können mit Freiheitsstrafen und Geldstrafen bestraft werden. Alle Infos gibt es hier.

10.20 Uhr: Gemessen an der Einwohnerzahl gibt es im Landkreis mit am meisten Infizierte

Die absoluten Zahlen an Corona-Infizierten sind in anderen Landkreisen höher. Legt man jedoch die Einwohnerzahl zugrunde, gehört der Kreis Miesbach zu den am härtesten betroffenen Regionen in Bayern. Auf der Übersicht von merkur.de (zu finden hier) ist zu sehen: Mit 136 Fällen pro 100 000 Einwohner liegt Miesbach in Bayern auf Rang zwei. Nur in Tirschenreuth gibt es anteilsmäßig mehr Betroffene. Der Unterschied zu den vom Landratsamt gemeldeten 156 Personen ergibt sich daraus, dass die Zahlen auf merkur.de täglich gegen 14/15 Uhr aktualisiert werden. Das Landratsamt meldet immer am frühen Abend.

Unsere aktuelle interaktive Karte (link im Text) zeigt die Coronavirus-Fallzahlen für jeden Landkreis in Bayern. Miesbach ist gemessen an den Einwohnern am stärksten betroffen.

9.14 Uhr: Ilse Aigner reagiert auf Brandbrief vom Tegernsee Update

Die Antwort aus Aigners Büro ließ nicht lange auf sich warten. Sie habe „absolut kein Verständnis für diese Art von Freizeitgestaltung“, heißt es. „Natürlich soll es den Menschen weiterhin möglich sein, vor die Tür zu gehen. Das darf aber nicht so verstanden werden, mit dem Auto Ausflüge in andere Landkreise zu unternehmen und den gleichen Bewegungsradius wie vorher zu haben. Damit würden Maßnahmen konterkariert.

9.02 Uhr: Grüße an Oma und Opa: Das haben die Kinder im Landkreis für ihre Großeltern gemalt

Bastelt, schreibt oder malt Grüße an Eure Großeltern – dazu haben wir die Kinder im Landkreis aufgerufen, die derzeit Abstand zu Oma oder Opa halten sollen. Hier die Ergebnisse.

Helena und Titus Bauer aus Miesbach.

Coronavirus im Landkreis Miesbach - die Lage am Montag

17 Uhr: Die Zahl der positiv gesteten Personen ist übers Wochenende auf 156 gestiegen.

Irgendwie war das zu erwarten: Inzwischen wurden im Landkreis Miesbach 156 Personen positiv getestet - am Freitag, 20. März waren es noch 58 gewesen.  Als Grund für den starken Anstieg ist laut Landratsamt die gebündelte Übermittlung der Testergebnisse durch verschiedene Labore. Es gebe keine „Hotspots“ im Landkreis, die den starken Anstieg rechtfertigen würden. Aktuell werden sechs Personen im Landkreis stationär betreut. Es gibt aber auch positive Zahlen zu vermelden: Vier Personen sind bereits wieder gesundet und können die häusliche Quarantäne verlassen.
Weiter meldet das Landratsamt: 

Leider sind alle Labore in Deutschland überlastet, sowohl die staatlichen, die das Gesundheitsamt nutzt, als auch die privaten, die von Hausärzten bedient werden. Die Übermittlung der Testergebnisse an die Gesundheitsämter dauert inzwischen teilweise über sieben Tage. Viele Menschen reagieren gegenüber den Mitarbeitern verständnislos und erbost, wenn sie mehrere Tage auf das Testergebnis warten müssen. Angesichts der allgemeinen Anspannung ist das natürlich verständlich. Allerdings arbeiten die Mitarbeiter im Gesundheitsamt, bei den niedergelassenen Ärzten und in den Laboren unter Hochdruck bis spät in die Nacht hinein.

Im Internet kursieren Meldungen, wonach einzelne Praxen oder ominöse Dienstleister schnellere Ergebnisse garantieren würden. Diese Informationen sind Fake News: Alle verlässlichen Labore arbeiten am Limit und brauchen mehrere Tage für Ergebnisse. Das Gesundheitsamt Miesbach steht diesbezüglich in einem sehr engen Austausch mit anderen Gesundheitsämtern, mit der Regierung von Oberbayern und mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Das Gesundheitsamt bittet außerdem darum, sich nicht außerhalb des Landkreises testen zu lassen. So wird den Mitarbeitern die Arbeit zusätzlich erschwert. Die außerhalb des Landkreises Getesteten können anschließend kaum oder nur unter sehr großem zusätzlichen Aufwand über das Gesundheitsamt Miesbach betreut werden. Landrat Wolfgang Rzehak appelliert an alle Bürger: „Bitte unterstützen Sie die Mitarbeiter im Gesundheitssektor und verhalten Sie sich kooperativ. Nur gemeinsam werden wir es schaffen, diese Krise zu bewältigen!“

12.40 Uhr: Die Wertstoffhöfe im Landkreis bleiben bis auf wenige Ausnahmen geschlossen. 

Hier die Pressemitteilung des Kommunalen Abfallentsorgungs-Unternehmens VIVO:

Infolge der in Bayern inzwischen verhängten Ausgangsbeschränkungen und der bundesweit geltenden Kontaktsperre wird ein Großteil der Wertstoffhöfe im Landkreis Miesbach geschlossen. Geöffnet haben nur noch 

- das Wertstoffzentrum in Warngau,
- die Grüngutkompostieranlage in Hausham am Brenten sowie
- die Wertstoffhöfe in Miesbach und Bad Wiessee. 

Es gelten die bekannten Öffnungszeiten.

Damit die sich aus den staatlichen Anordnungen ergebenden Verhaltensregeln insbesondere zum Mindestabstand zwischen Personen weitgehend eingehalten werden können, wird der Zugang zu den noch offenen Wertstoffhöfen beschränkt. Grundsätzlich werden nicht mehr als zehn Personen zur gleichen Zeit eingelassen. Größere Mengen Sperrmüll und Altholz bittet das VIVO KU nur noch in Warngau und in Hausham am Brenten anzuliefern.

11.35 Uhr: Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn hat im Namen aller Tal-Bürgermeister einen Brandbrief zu den München-Auslüglern in der Coronavirus-Krise geschickt.

10.45 Uhr: Tegernseer Bauhof stellt Arbeit großteils ein

Aufgrund eines Corona-Verdachtsfalls stellt der Bauhof Tegernsee für diese Woche den Betrieb großteils ein. Derzeit könne noch der Winterdienst, die Müllabfuhr sowie die Wasserversorgung aufrecht erhalten werden. Alle anderen Aufgaben werden nicht mehr erledigt. 

Auch im Rathaus sind derzeit Mitarbeiterin in Quarantäne, auch hier werde nur in Notbesetzung gearbeitet. „Wer nicht benötigt wird, bleibt zu Hause“, so Bürgermeister Johannes Hagn (CSU). Die Stadt bittet jeden Tegernseer Bürger, sich auf die Situation einzustellen und sich nur in besonders dringenden Fällen telefonisch oder schriftlich an das Rathaus zu wenden. Hagn: „Uns erreichen derzeit viele gut gemeinte Vorschlägen zur Bewältigung der Krise, deren Beantwortung uns wichtige Zeit kostet.“ 

Bereits abgesagt ist die Stadtratssitzung am 31. März. 

Vorgehen wollen die Tag-Bürgermeister gegen die Besucher aus dem Großraum München: „Es ist nicht hilfreich, wenn in dieser Situation zugelassen wird, dass Besucher aus dem Großraum München an den Tegernsee kommen dürfen. Wir sollten dies auf jeden Fall vermeiden.“  Laut Hagn sind die Talbürgermeister bereits an dem Thema dran und hoffen, dass eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen werden kann.

Coronavirus im Landkreis Miesbach - die Lage am Sonntag

17.25 Uhr: Gähnende Leere auf der Autobahn bei Holzkirchen

Sie gehört zu den Hauptverkehrsachsen in Deutschland und ist meist dicht befahren. Doch am Wochenende herrschte auch auf der A 8 kaum Verkehrsaufkommen. Wie hier am frühen Sonntagnachmittag auf Höhe der Raststätte Holzkirchen-Süd in Fahrtrichtung Salzburg waren nur wenige Fahrzeuge unterwegs. Die Ausgangsbeschränkungen zeigten also durchaus Wirkung – wenngleich in Holzkirchen vereinzelt immer wieder Fahrzeuge mit Münchner Kennzeichen die Autobahn in Richtung Tegernseer Tal verließen. Offenbar Spaziergänger, die die noch erlaubte Bewegungsfreiheit für sich besonders großzügig auslegten.

Die leere A8 bei Holzkirchen am Sonntag.

17.12 Uhr: Gähnende Leere in der Ortsmitte

Vor einer Woche wäre ein solcher Anblick undenkbar gewesen. Da stürmten noch unzählige Ausflügler das Tegernseer Tal und sorgten für volle Straßen rund um den See. Gestern nun war – trotz schönem Nachmittags-Wetter – das Gegenteil der Fall: So wie hier in der Ortsdurchfahrt von Rottach-Egern herrschte vielerorts am Tegernsee gähnende Leere. Autos und Spaziergänger waren am Sonntag eher vereinzelt unterwegs. Die Ausgangsbeschränkung für Bayern, die in der Nacht zum Samstag in Kraft getreten war, zeigte offenbar ihre Wirkung.

Die Ortsdurchfahrt Rottach-Egern in Höhe Rathaus am Sonntag.

16.50 Uhr: Gähnende Leere am Seeufer in Schliersee

Spielen am Seeufer – das gehört für die Kinder vieler Einheimischer und Ausflügler zur beliebten Sonntagsbeschäftigung. Gestern am frühen Nachmittag herrschte am Schliersee gespenstische Stille. Zum einen sind Spielplätze wegen der Corona-Krise seit einigen Tagen ohnehin gesperrt, zum anderen sorgten die geltenden Ausgangsbeschränkungen zusätzlich für Zurückhaltung bei den Spaziergängern. Zu groß womöglich die Sorge, sich bei einer Polizeikontrolle rechtfertigen zu müssen.

Gähnende Leere am Seeufer in Schliersee

16.09 Uhr: Warngau Corona-Hilfe für Senioren 

In der Gemeinde Warngau befindet sich derzeit der Verein „Nachbarschaftshilfe“ in Gründung. Mit dieser sollen Senioren unterstützt werden, die sich aufgrund des Coronavirus aktuell nicht selbst um ihre Grundversorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten kümmern können. Wer Hilfe benötigt, soll sich bei Andreas Kiessler melden. Er ist erreichbar unter 0 80 21 /50 69 77 oder 01 52/51 48 42 06.

15.25 Uhr: Wegen Coronavirus: Sogar für Beisetzungen gelten strenge Auflagen

Maximal 15 Personen am Grab. Kein Weihwasser zum Abschied. Keine Beileidsbekundung mit Händedruck. Das Coronavirus schränkt auch Beisetzungen im Landkreis stark ein. „Das ist schon brutal hart, wenn man Menschen in einer emotional ohnehin schwierigen Situation so etwas verwehren muss“, sagt Petra Six vom Bestattungsunternehmen Rauffer in Miesbach. Wie sie Trauerenden dennoch einen würdigen Abschied ermöglicht, lesen Sie hier.

14.57 Uhr: Polizeipräsidium meldet viele Kontrollen, aber wenige Verstöße

Seit Samstag haben die Beamten im Einzugsbereich des Polizeipräsidium Oberbayern Süd 3200 Kontrollen durchgeführt. Dabei haben sie nur 35 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung festgestellt. Die Regeln werden „von den allermeisten Menschen vorbildlich beachtet“, sagt Polizeipräsident Robert Kopp. 

13.50 Uhr: VIVO hält Betrieb weitgehend aufrecht 

Immer weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens bringt die Ausbreitung des Coronavirus mit sich. Die Abfallentsorgung im Landkreis ist und bleibt aber sichergestellt, teilt das VIVO Kommunalunternehmen mit. Derzeit gebe es keine Änderungen bei der Leerung der Restmüll-, Biomüll- und Papiertonnen. Auch die Wertstoffhöfe bleiben zunächst geöffnet. Größere Mengen, insbesondere an Sperrmüll und Altholz, werden aber nur noch im Wertstoffzentrum Warngau und an der Kompostieranlage Am Brenten in Hausham angenommen. Grundsätzlich sollten sich nicht mehr als zehn Personen zur gleichen Zeiten in den Wertstoffhöfen aufhalten, teilt die VIVO mit. Der empfohlene Sicherheitsabstand von rund zwei Metern solle dabei möglichst eingehalten werden. Um die Beschränkung zu gewährleisten, seien die Wertstoffhofbetreuer dazu autorisiert, den Zugang zu regeln und die Anlage bei Bedarf auch kurzfristig zu schließen.

13.10 Uhr: Coronavirus trifft auch Bauern: Preise für Stierkälber sinken

Das Coronavirus macht auch vor den Viehmärkten des Miesbacher Zuchtverbands nicht halt. So wurden beim jüngsten Kälbermarkt deutliche Preiseinbußen bei den Stierkälbern verzeichnet. Wie der Zuchtverband mitteilt, gerieten die Stierkälber trotz des sehr guten Auftriebs durch das Coronavirus und den damit einhergehenden Einschränkungen massiv unter Druck. Ein deutlicher Preiseinbruch war die Folge. Die weiblichen Kälber, insbesondere die Kuhkälber zur Zucht, widersetzten sich diesem Trend und erzielten ein klares Plus.

12.35 Uhr: Heute um 18 Uhr spielen Musiker am Fenster

Damit die Zeit zuhause nicht langweilig wird, spielen Musiker heute Abend ab 18 Uhr in ganz Deutschland an ihren Fenstern eine Stunde lang die „Ode an die Freude“ („Freude Schöner Götterfunken“). Auch Joyce Mariel wird an ihrem Fenster in Holzkirchen stehen und mit ihrer Violine einstimmen. „Mir ist es wichtig, die Aktion zu unterstützen“, sagt sie. „Vor allem mit so einem Stück. Nicht umsonst ist das die Europäische Hymne.“ Das von Ludwig van Beethovens in seiner neunten Sinfonie vertonte Gedicht Friedrich Schillers beschreibt eine ideale Gesellschaft, in der Menschen durch Freude und Freundschaft verbunden sind.

11.45 Uhr: Polizei Bad Wiessee appelliert: Nicht den Notruf blockieren

Bei der Polizei Bad Wiessee klingelt derzeit ständig das Telefon. „Oft sind es Fragen, bei denen Menschen die Regeln umgehen wollen“, teilte eine Beamtin unserer Zeitung auf Nachfrage mit. „Das ist nichts für den Notruf.“ Online gebe es Seiten, die alle Detailfragen beantworten. Wer deswegen den Notruf wählt, blockiere die Leitung unter Umständen für Menschen, die tatsächlich einen Notfall haben.

Auf den Straßen ist derweil auch im Tegernseer Tal alles ruhig. Verstöße gegen die Ausgangsbegrenzungen habe die Polizei noch nicht festgestellt, sagte die Beamtin weiter. „Die Leute halten durch.“ Die Polizisten kontrollierten im Rahmen ihrer normalen Arbeit Verkehr und Menschen. Zusätzliche Kontrollen seien wegen der wenigen Menschen, die draußen unterwegs sind, aber auch hier unnötig.

11.20 Uhr: Polizei Holzkirchen zufrieden: „Läuft einwandfrei“

Die Polizei Holzkirchen hat zur Kontrolle der Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus am Samstag erstmals Autos angehalten und Menschen auf der Straße kontrolliert. Das teilte ein Sprecher auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Sein Fazit der Kontrollen: „Es läuft einwandfrei.“ Die Beamten hätten keine Verstöße geahndet. Es seien nur die Menschen draußen, die raus dürfen. Sie hielten Abstand und bildeten keine Gruppen. Zusätzliche Corona-Streifen hat die Polizei nicht eingesetzt. Nach derzeitigem Stand seien diese wegen des vorbildlichen Verhaltens der Menschen unnötig.

Derzeit klingele bei der Polizei in Holzkirchen besonders häufig das Telefon, berichtet der Sprecher weiter. „Viele Menschen rufen an und fragen: ‚Was darf ich? Wo darf ich hinfahren?‘“ Die Zahl der Anrufe sei aber unproblematisch. „Wir geben Auskunft und dann passt das.“

10.36 Uhr: Promis rufen auf: #bleibdahoam

Bei Facebook rufen Ben Blaskovic, Helmfried von Lüttichau, Markus Hoppe und viel mehr in einem Video der Alpenregion Tegernsee Schliersee auf: #bleibdahoam. „Daheim bleiben oder einfach gscheid Abstand halten“, sagt Helmfried von Lüttichau in dem Video. „Einfach nicht Teil der Infektionskette werden, an deren Ende vielleicht jemand stirbt. Kann doch nicht so schwer sein, oder?“

10.27 Uhr: Michael Strauß aus Bad Wiessee baut Helfer-Netzwerk via Facebook auf

In Zeiten von Corona braucht es oft schnelle, unbürokratische Hilfe. Um ein Netzwerk an Unterstützern aufzubauen, hat Michael Strauß aus Bad Wiessee eine eigene Facebook-Gruppe gegründet. Die Idee kommt an: Die Gruppe hat mittlerweile 1400 Mitglieder. Und es werden täglich mehr, die hier zusammenrücken.

Viele Stunden vor dem PC verbringt derzeit Michael Strauß. Der 42-jährige Wiesseer hat die Facebook-Gruppe #tegernseehältzusammen ins Leben gerufen.

10.02 Uhr: Tegernseer Tal: Letzte Gäste ziehen ab - Gastronomiebetrieb ab sofort untersagt

Das öffentliche Leben wird weiter heruntergefahren. Am Freitag hat die Staatsregierung für Bayern eine Ausgangsbeschränkung erlassen – damit muss nun auch der letzte Wirt seinen Gastronomiebetrieb einstellen. Ausgenommen ist lediglich die Abgabe und Lieferung von „mitnahmefähigen Speisen“, wie es in der Verordnung heißt. Szenen wie vom vergangenen Wochenende, als sich bei Traumwetter noch Massen von Ausflüglern in den Wirtsgärten rund um den Tegernsee tummelten, dürften damit der Vergangenheit angehören. Auch das italienische Ristorante Da Francesco an der Tegernseer Hauptstraße hat gestern die letzten Gäste verabschiedet und die Stühle hochgestellt. Wie einige andere Gaststätten am Tegernsee auch bietet Betreiber Francesco Sabbatella aber weiterhin einen Liefer- und Abholservice an. Immer zwischen 11.30 und 15 Uhr sowie von 17 bis 20.30 Uhr können Pizza, Pasta und Salate bestellt werden – ganz ohne Ruhetag.

9.32 Uhr: „Wir fühlen uns hilflos“: Dekan erklärt, wie Seelsorger unter dem Coronavirus leiden

Das Coronavirus hat viele Menschen im Landkreis in eine Art Schockstarre versetzt. Gerade die besonders gefährdeten älteren Bürger sollen nicht mehr das Haus verlassen. Selbst die Gottesdienste in den Kirchen, die ihnen in anderen schwierigen Lebenslagen Trost spenden konnten, finden nicht mehr statt. Ein Ausnahmezustand, der auch den Seelsorgern selbst viel Kraft und Gottvertrauen abverlangt, wie Dekan Michael Mannhardt im Interview mit unserer Zeitung erklärt.

Feiert in diesen Tagen alleine Gottesdienst: Dekan Michael Mannhardt zündet die Kerzen in der Miesbacher Stadtpfarrkirche an. Wegen des Coronavirus fallen derzeit alle öffentlichen Messen aus.

Coronavirus im Landkreis Miesbach - Schild sorgt für Aufheiterung - die Lage am Freitagnachmittag

19.30 Uhr: Krankenhaus schaut sich nach Notfallquartier um

Nur ein neuer Corona-Fall ist am Freitag im Landkreis bekannt geworden. Die Zahl der Infizierten liegt bei 58, die Personen sind zwischen vier und 70 Jahre alt, teilt Landratsamtssprecherin Sophie Stadler mit. Vier Erkrankte würden stationär behandelt. In 13 der 17 Landkreis-Gemeinden sei das Virus bereits nachgewiesen worden. Sehr oft hätten sich Familienmitglieder gegenseitig angesteckt. Gesundet sei im Landkreis noch niemand.

Wer aus dem geringen Anstieg schließt, das deutschlandweit so sehnlichst erwartete Abflachen der Kurve sei im Landkreis Miesbach bereits eingetreten, sitzt wohl einem trügerischen Irrtum auf. Denn noch immer stehen Hunderte Testergebnisse aus, teilt Stadler mit. Im zentralen Testzelt, das das Gesundheitsamt und die niedergelassenen Ärzte gemeinsam betreiben, würden jeden Tag zwischen 170 und 250 Personen abgestrichen. Hinzu kämen die Tests, die Hausärzte in ihren Praxen selbst durchführen. Durch die Überlastung der Labore seien Wartezeiten von sieben Tagen nun Normalität. „Vor allem für die Betroffenen ist das schon eine ziemliche Belastung“, sagt Stadler.

Auf eine zunehmende Belastung stellt sich auch das Krankenhaus Agatharied ein. Sollten die Kapazitäten zur Behandlung von Corona-Patienten in der Klinik nicht mehr ausreichen, braucht es Ausweichmöglichkeiten. Die Suche nach Räumlichkeiten ist angelaufen, so Stadler. „Wir schauen uns verschiedene Orte an.“ Entscheidend seien die notwendigen Versorgungsanschlüsse, beispielsweise für Beatmungsgeräte. Stadler betont aber, dass ein solches Notfallquartier nur bei dringendem Bedarf zum Einsatz kommen wird. Aktuell sei man davon noch weit entfernt. „Unser Krankenhaus ist extrem gut vorbereitet.“

17.49 Uhr: Ansturm auf die Baumärkte

Ab morgen müssen auch Baumärkte geschlossen bleiben. Das legen die verschärften Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus fest, die Ministerpräsident Markus Söder heute vorgestellt hat. Im Landkreis bildeten sich deswegen lange Schlangen vor den Baumärkten, in denen die Menschen trotz der Bitte, zuhause zu bleiben, noch Dinge kauften.

Ansturm im Baumarkt bei Miesbach.

17.36 Uhr: Wegen Corona: Über 2000 Polizeieinsätze und -kontrollen in vier Tagen

Wie stark das Coronavirus die Polizei belastet, zeigt eine Pressemitteilung des Polizeipräsidium Oberbayern Süd: Seit dem 16. März hätten die Beamten in dessen Einzugsgebiet 2000 Einsätze und Kontrollen wegen der Pandemie durchgeführt. Zwar beachteten viele Menschen die Einschränkungen. „Leider mussten aber auch mehrfach Verstöße gegen die Bestimmungen der Allgemeinverfügungen festgestellt werden.“ Polizeipräsident Robert Kopp und Polizeivizepräsidentin Eva Schichl appellieren an die Vernunft der Bürger zur strikten Einhaltung der festgelegten Anordnungen und Empfehlungen. „Die Kontrollen der Polizei werden noch einmal intensiviert!“

 Banner bittet Ausflügler: Dahoam bleim

Einem Leser unserer Zeitung ist schon gestern Nacht ein Banner aufgefallen, dass da relativ auffällig an der Kreuzstraße, also quasi zum Eingang ins Tegernseer Tal prangt. „Dahoam bleim“ ist darauf in großen, roten Lettern zu lesen. Und: „Munich! ...see you in 14 days!“. 

Ob die Verfasser davon überzeugt sind, dass der Durchschnittsmünchner inzwischen besser Englisch als Deutsch spricht und wie ernst nun die Macher dieses Plakats ihre Nachricht verstehen, bleibt wohl der Einschätzung des Betrachters überlassen. Stichelt sie doch ein bisschen in ein Kern-Dilemma der Tegernseer Seele. Freilich wurde die Nachricht auf dem Plakat im Laufe des Tages - wie so oft in diesr Zeit - vom Tagesgeschehen überholt. Ministerpräsident Söder verkündete heute Ausgangsbeschränkungen.

Wie gut diese Eingehalten werden, wie sehr und schnell sie sich auf die Corona-Fall-Zahlen im Landkreis Miesbach niederschlagen und alles andere, was uns im Landkreis in Sachen Corona bewegt, lesen Sie immer aktuell in diesem Ticker.

Ein Hinweis unbekannten Ursprungs, der seit der Nacht auf Freitag am Tegernseer Taleingang prangt. Alle News zur Corona-Krise im Landkreis Miesbach hier im Live-Ticker.

Coronavirus im Landkreis Miesbach - eine Chronologie

Was bisher geschah - nachzulesen in allen Einzelheiten in unserem bisherigen Ticker zur Corona-Krise im Landkreis Miesbach.

  • Donnerstag, 5. März, 11.15 Uhr: Das Coronavirus erreicht den Landkreis Miesbach. Zwei erste Coronavirus-Fälle im Landkreis Miesbach - Krankenhaus schränkt Besucherverkehr ein - Gesundheitsamt rät zu Absage von Veranstaltungen
  • Donnerstag, 5. März, 14 Uhr: Privatgymnasium Holzkirchen meldet zwei Verdachtsfälle - Klinik schließt Engpässe nicht aus
  • 8. März, 17 Uhr: Gesundheitsministerium erlässt Allgemeinverfügung: Kinder und Jugendliche, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, dürfen nicht mehr in Sonntag, 15. März, 18.30 Uhr: Infiziertenzahl steigt auf 36die Schule und Kita kommen.
  • Dienstag, 10. März: Fünfter Corona-Fall bestätigt - Absage-Empfehlung erneuert
  • Donnerstag, 12. März: Zahl der Corona-Fälle auf 13 gestiegen
  • Freitag, 13. März: Bad Wiessee macht den Badepark dicht. 6 Infizierte im Landkreis, alle Schulen und Kitas dicht. Öffentliches Leben kommt immer mehr zum Erliegen: Kirchen, Kitas, erste Gastro-Einrichtungen, Seniorenheime schließen.
  • Sonntag, 15. März: Inzwischen sind im Kreis Miesbach 23 Infizierte bekannt - Über 100 Kontaktpersonen. Landratsamt schränkt Besucherverkehr ein, auch Batusa sperrt jetzt zu. Die Kommunalwahl wurde trotz Corona durchgeführt - mit ansehnlicher Wahlbeteiligung und spannenden Ergebnissen. Trotz Corona: Ausflügler stürmen Cafés und Restaurants. Infiziertenzahl steigt auf 36.
  • Montag, 16. März: Skigebiete stellen Betrieb ein: Skigebiete stellen Betrieb ein. Zahl der Corona-Infizierten steigt auf 40, jede Menge neue Tests. Tegernseer Hotelier Korbinian Kohler schließt seine Häuser. Viele Rathäuser schließen
  • Dienstag, 17. März: Tegernseer Bräustüberl schließt.
  • Mittwoch, 18, März: Nicht nur das Bräustüberl, viele weitere Lokale schließen oder müssen schließen. Das Coronavirus trifft die Tegernseer Gastro-Szene hart. Auch die Einzelhändler im Landkreis Miesbach berichten von einer „prekären Situation“. Gmund am Termin für sein Volksfest festhalten. Dieses soll vom 7. bis 11. Mai stattfinden. RVO lässt weiter Busse fahren - verzichtet aber auf Ticket-Verkauf. Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Miesbach steigt auf 44.
  • Donnerstag, 19. März: Gemeinde Fischbachau startet Heimlieferdienst - Freiwillige gesucht.
  • Freitag, 20. März: Das Landratsamt Miesbach bestätigt unserer Redaktion, dass es aktuell von rund 300 Infizierten ausgeht. Markus Söder verhängt Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern.

Aktuelle News aus ganz Bayern zum Coronavirus lesen Sie in unserem Corona-Bayern-Ticker. News aus der Landeshauptstadt in unserem Corona-München-Ticker.

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