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Zwei neue Covid-19-Fälle meldet nun das Landratsamt Miesbach.

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Coronavirus im Landkreis Miesbach: Zwei neue Fälle in Otterfing

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    vonDieter Dorby
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Die Corona-Pandemie hat den Landkreis Miesbach bayernweit anfangs mit am stärksten getroffen. Inzwischen ist die Lage ruhig. Alle News hier im Ticker.

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Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Freitag, 10. Juli

Zwei weitere Personen sind im Landkreis Miesbach positiv auf das Corona-Virus getestet worden, teilt das Landratsamt mit. Die beiden Männer wohnen in zwei benachbarten Wohnungen in der Gemeinde Otterfing. Es sei davon auszugehen, dass der eine den anderen angesteckt hat. Inzwischen seien die Testergebnisse aller engen Kontaktpersonen, die in den beiden Haushalten leben, im Gesundheitsamt eingetroffen: Alle Haushaltsmitglieder seien negativ, stünden aber weiterhin unter Quarantäne. Weitere mögliche Kontaktpersonen werden durch das Contact Tracing Team derzeit ermittelt.

Die Zahl der aktiven Fälle im Landkreis steigt damit auf sieben Personen.

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Montag, 6. Juli

Landkreis – Das Landratsamt hat neue Corona-Zahlen veröffentlicht. Demnach haben sich drei weitere Menschen im Landkreis mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der aktiven Fälle auf fünf. Nach knapp einem Monat ohne positive Tests war das Virus schon Ende Juni bei zwei Personen bestätigt worden. 

Laut Landratsamt leben die drei neu Infizierten dauerhaft im gleichen Haushalt in Weyarn. Einer von ihnen ist in Weyarn gemeldet, einer in Miesbach, einer in Dachau. Der Hausarzt stellte die Infektion bei einem Bewohner zufällig fest, woraufhin auch die anderen getestet wurden. Bei einer vierten im Haushalt lebendende Person fiel der Abstrich negativ aus. Als enge Kontaktperson steht sie ebenfalls unter Quarantäne. 

Kostenlose Tests 

Die kostenlosen Tests auf das Coronavirus werden derweil im Landkreis schleppend angenommen. „Es kommen vereinzelt Leute“, sagt Dr. Florian Meier, Versorgungsarzt im Landkreis. „Aber der große Ansturm bleibt aus.“ Das System funktioniere gut – die Hausärzte hätten Kapazitäten frei, die Ergebnisse wären in ein bis zwei Tagen zurück. 

Grund für die dennoch geringe Nachfrage ist laut Meier das Verhältnis zwischen Risiko und Nutzen. Einerseits wüssten die Menschen, dass Covid-Infektionen meist harmlos verlaufen. Anfang März, unter dem Eindruck der Bilder aus Italien und China, seien Angst und Testdruck größer gewesen. Andererseits sei ein Test nur für den Zeitpunkt des Abstrichs aussagekräftig. Ist das Ergebnis negativ, könnte sich der Patient unmittelbar darauf anstecken. Der Erkenntnisgewinn sei also begrenzt. 

Den geringen Vorteilen stehen massive Nachteile gegenüber. „Stellen Sie sich vor, Sie haben keine Beschwerden. Würden Sie das Risiko eingehen, sich, das Büro und die Familie als Kontaktpersonen zwei Wochen in Quarantäne zu schicken?“ 

Lücke geschlossen 

Dennoch füllen die Tests eine wichtige Lücke, betont Dr. Thomas Straßmüller, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands. Einrichtungen wie Krankenhäuser, Seniorenheime und Reha-Kliniken verlangen oft negative Ergebnisse, bevor sie Patienten in ihre Räume lassen. „Bisher wussten wir nicht, wie wir diese Tests abrechnen sollen.“ Hausärzte hätten Menschen ohne Symptome gar nicht testen dürfen. Die kostenlosen Abstriche böten diesen Menschen nun eine Testmöglichkeit. Auch nach der Rückkehr von Auslandsreisen könnten die Tests helfen, eine Quarantäne zu vermeiden.

Bürokratie 

Laut Straßmüller kämpfen die Ärzte mit bürokratischen Schwierigkeiten: Die kostenlosen Tests gelten für in Bayern lebende Menschen. Ärzte müssten also den Ausweis kontrollieren, um zu prüfen, ob jemand hier wohnt. Ob sie das dürfen, ist unklar. „Wir machen es einfach.“ 

Außerdem bräuchten Ärzte für jede der jetzt vier Abrechnungsmöglichkeiten für Tests – nach RKI-Kriterien, auf Veranlassung des Gesundheitsamts, nach Aufruf durch die Corona-App und über die Staatsregierung – eigene Formulare. Die Abrechnung der Staatsregierung ließe sich zudem bis heute nicht vernünftig in die Praxis-Software einpflegen. 

Wichtig ist Straßmüller auch: Abstriche von Personen mit Symptomen werden weiter über die Krankenkasse abgerechnet. Privatversicherte müssen die Kosten also unter Umständen vorstrecken. 

Antikörper-Test 

Etwas beliebter als Abstriche sind laut Meier Antikörpertests. Diese kosten zwar rund 30 Euro, würden aber von Menschen, die im Winter krank waren, häufiger genutzt. „Sie waren im Ski-Urlaub und danach leicht erkältet. Jetzt wollen sie wissen: War das Corona?“

Drei neue Covid-19-Fälle meldet nun das Landratsamt Miesbach.

Die aktiven Fälle je Gemeinde:

Die positiven Tests je Tag: 

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Dienstag, 30. Juni

Corona-Tests für jedermann soll es ab 1. Juli in Bayern geben. Ob dieses Angebot tatsächlich auf breiter Front angenommen wird, bezweifelt Dr. Florian Meier aus Miesbach. Der Versorgungsarzt des Landkreises sieht aktuell eher den Trend, dass die Bürger eine zunehmend sinkende Bereitschaft zeigen, sich auf das Virus testen zu lassen.

Dass nun nach einer längeren Pause wieder zwei neue Fälle aktenkundig geworden sind, will Meier nicht überbewerten: „Es ist nach wie vor alles ruhig bei uns im Landkreis.“ Allerdings merkt er an, dass „wir uns nur über getestete Personen unterhalten können“.

Dr. Florian Meier, Versorgungsarzt des Landkreises Miesbach

Aber gerade diese Bereitschaft lasse in der Bevölkerung derzeit merklich nach. „Die Leute gehen nicht mehr zum Testen“, stellt Meier fest. Die meisten würden die Krankheit als eher leicht einstufen. Und angesichts der Quarantäne-Folgen sowie der Testpflicht für Kontaktpersonen, die ein positives Ergebnis mit sich bringen könnte, würden immer mehr Leute einen Test scheuen. Ausnahmefälle sind zum Beispiel vom Arbeitgeber geforderte Negativnachweise.

Spannend wird es laut Meier, wenn zum 1. Juli in Bayern die kostenlosen Tests für jedermann starten. Neben der Frage, ob viele mitmachen, ist für den Mediziner aus Miesbach auch offen, ob die Kapazitäten reichen und wie Engpässe verhindert werden sollen. „Wir haben an die 13 Millionen Einwohner im Freistaat“, gibt er zu bedenken. Zunehmend beliebter werden dafür Antikörpertests, die zeigen, ob man bereits an Covid-19 erkrankt war, sagt Meier und warnt zugleich: „Wir wissen immer noch sehr wenig über das Virus. Deshalb steht auch nicht fest, dass man immun ist, wenn man die Krankheit hatte.“

Nachdem sich anfangs leichte Panik breitgemacht habe, greife nun eine gewisse Sorglosigkeit um sich, sagt Meier. „Die Leute beginnen jetzt, das Gefahrenpotenzial auszublenden.“ Und genau das halte er nicht für richtig. Der Versorgungsarzt rät, weiterhin die gängigen Regeln zu beachten. „Wir wissen nicht, woran es lag, dass die Zahlen runtergingen.“ Deshalb sollten Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz sowie Hygieneregeln bei Husten, Niesen und Händewaschen unbedingt weiterhin beachtet werden.

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Montag, 29. Juni

Am vergangenen Wochenende wurden dem Gesundheitsamt Miesbach zwei neue Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus gemeldet. Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich um zwei im gleichen Haushalt lebende Personen aus Holzkirchen.

Zwei neue Covid-19-Fälle meldet nun das Landratsamt Miesbach.

Die erste Person wurde von einem Holzkirchner Hausarzt Ende vergangener Woche getestet. Nachdem das positive Testergebnis an das Gesundheitsamt gemeldet wurde, wurden die beiden weiteren Haushaltsmitglieder am Wochenende vom Gesundheitsamt abgestrichen. Beide gelten als „Kontaktperson 1“, also als enge Kontaktpersonen. Dabei wurde die zweite infizierte Person festgestellt.

Der Abstrich der dritten Person im Haushalt war zwar negativ, als Kontaktperson muss sie jedoch zusammen mit den anderen beiden in voraussichtlich 14-tägige, häusliche Quarantäne.

Derzeit werden mögliche weitere Kontaktpersonen ermittelt. Die beiden positiv Getesteten sind inzwischen die einzigen aktiven Fälle im Landkreis.

Personen mit Krankheitssymptomen können nach Rücksprache mit dem Hausarzt von niedergelassenen Ärzten getestet werden. Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt ermittelt und über dieses bei Bedarf am zentralen Testzelt des Landkreises abgestrichen.

Da nur positive Befunde von Ärzten und Laboren an die Gesundheitsämter gemeldet werden müssen, ist es nicht möglich, eine Gesamtzahl aller Tests für den Landkreis zu beziffern. Vermutlich werden jede Woche Abstriche im zweistelligen Bereich genommen. Zwischen 28. Mai und 27. Juni waren alle Abstriche im Landkreis Miesbach negativ.

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die Lage am Freitag, 19. Juni

Das Landratsamt hat die aktuellen Zahlen veröffentlicht: Erneut verzeichnet die Behörde keine Covid-Neuinfektionen. Die bislang letzte dem Gesundheitsamt Miesbach gemeldete Neuinfektion liegt über drei Wochen zurück und datiert auf den 28. Mai. Zwei Personen sind nach wie vor positiv, jedoch wurde deren Infektion bereits vor mehr als 40 Tagen gemeldet. 

Es sei in Einzelfällen möglich, dass das Abstrichergebnis auch lange über die üblicherweise 14-tägige Inkubationszeit hinaus positiv ist. Beide Personen gelten aber als nicht mehr infektiös und stehen sind mehr unter Quarantäne.

Seit es immer weniger aktive Fälle gibt, veröffentlicht das Landratsamt die Zahlen nur noch im Wochenrhythmus. Über aktuelle Änderungen will die Behörde aber sofort informieren.

Nur noch zwei aktive Fälle sind dem Landratsamt bekannt. Die Personen sind aber nicht mehr infektiös und stehen auch nicht unter Quarantäne, heißt es.

Die Tracing-Teams, die Kontaktpersonen ermitteln, sind derweil nicht inaktiv. Lesen Sie hier.

Zu den bisherigen Ticker-Meldungen zur Corona-Lage im Landkreis Miesbach.

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