Abenteuerspielplatz am Nordgraben in Miesbach
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Der Abenteuerspielplatz am Nordgraben in Miesbach soll erhalten bleiben.

Nach Verwirrung um Pläne

CSU stellt klar: Jugendbereich soll Spielplatz am Nordgraben in Miesbach nicht ersetzen

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Miesbach – Die Mitteilung von CSU-Fraktionssprecher Erhard Pohl in der jüngsten Sitzung des Miesbacher Stadtrats, den geplanten Streetball-Platz statt in der Riviera nun beim Abenteuerspielplatz am Nordgraben anzulegen, hat auch Kritik hervorgerufen.

Nachdem Stefan Baumgartner, ehemaliger Vorsitzender der Miesbacher Trachtler, der CSU in einem Leserbrief in unserer Zeitung vorgeworfen hatte, mit dieser Lösung Kinder gegen Jugendliche auszuspielen, stellt Pohl nun klar: Der Jugendbereich soll nicht anstelle des beliebten Kinderspielplatzes kommen, sondern zusätzlich. Das habe er in der Sitzung auch so deutlich gemacht.

„Ein Abenteuerspielplatz soll selbstverständlich erhalten bleiben“, betont Pohl mit Blick auf den Bereich, dessen Spielgeräte vor Kurzem aus Sicherheitsgründen abgebaut worden waren (wir berichteten). „Platz für beides ist auf der etwa 1000 Quadratmeter großen Fläche vorhanden.“ Das Gespräch der CSU mit dem Förderkreis, der sich seit Jahrzehnten um den Spielplatz auf der stadteigenen Fläche kümmert, habe ergeben, dass die Erweiterung um einen Jugendbereich auch im Sinne des Vereins sei.

Idealerweise sollen die Jugendlichen laut Pohl bei der Entscheidung selbst mit eingebunden werden. Sie sollen gemeinsam mit Familienreferentin Malin Friese (Grüne) und Jugendreferent Christian Mittermaier (CSU) erarbeiten, ob hier ein Streetballplatz, Funcourt, Bolzplatz oder Soccerplatz realisiert werden soll.

Für Pohl eine gute Lösung: „Wenn alle an einem Strang ziehen, wäre dies relativ zügig zu verwirklichen. Es soll jedenfalls niemand gegeneinander ausgespielt werden. Wir wollen in jeder Hinsicht ein konstruktives Miteinander.“ Ziel sei es, gemeinsam anzupacken „für Miesbach, für unsere Kinder und Jugendlichen“, sagt Pohl. „Es ist fraktionsübergreifend der Wille, die Fläche am Nordgraben für Kinder und Jugendliche zu erhalten und neu zu gestalten.“

ddy

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