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Michael Mannhardt, hier zu sehen im Agatharieder Kindergarten, soll neuer Dekan im Landkreis Miesbach werden.

Dekanatskonferenz wählt Nachfolger von Walter Waldschütz

Mannhardt (45) soll neuer Miesbacher Dekan werden - so kam es dazu

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Die Priester und kirchlichen Bediensteten haben ihre Wahl getroffen. Neuer Dekan soll der Haushamer Pfarrer Michael Mannhardt sein. Walter Waldschütz scheidet nach 20 Jahren aus.

Landkreis - Man darf getrost vom Ende einer Ära sprechen. 20 Jahre lang stand Walter Waldschütz an der Spitze des Dekanats Miesbach. Angetreten hatte der heute 66-Jährige das Amt noch in seiner Zeit als Holzkirchner Pfarrer. Jetzt macht der Monsignore, inzwischen Seelsorger im Pfarrverband Tegernsee-Egern-Kreuth, Platz für einen Jüngeren.

Dass er das Amt zur Disposition stellen könnte, hatte Waldschütz schon vor einiger Zeit angekündigt. Bei der nicht öffentlichen Dekanatskonferenz am Donnerstag, zu der alle Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten sowie zwei Vertreter des Dekanatsrats als Laiengremium eingeladen sind, trat er schließlich nicht wieder zur Wahl an.

Tritt nach 20 Jahren nicht mehr an: Monsignore Walter Waldschütz.

Nach Informationen unserer Zeitung hatte der frühere Warngauer und jetzige Garmischer Pfarrer Andreas Lackermeier als Wahlleiter zunächst um die Nennung von Kandidaten gebeten. In einem geheimen Verfahren schlugen 13 Dekanatsvertreter Waldschütz vor, 22 den Leiter der Pfarrverbände Miesbach und Hausham, Michael Mannhardt. Der 45-Jährige ist bereits seit Ende 2015 stellvertretender Dekan. Waldschütz erklärte daraufhin, für die Wahl nicht zur Verfügung zu stehen.

Mit der Abstimmung am Donnerstag ist Mannhardt noch nicht im Amt. Die endgültige Entscheidung liegt bei Kardinal Reinhard Marx. Er muss die Wahl der Dekanatskonferenz bestätigen. Im Regelfall folgen die Bischöfe der Entscheidung der kirchlichen Bediensteten vor Ort. Der Dekan ist schließlich ihre Vertretung nach oben und übernimmt im Dekanat koordinierende Aufgaben. Eine vertrauensvolle Aufgabe, aber auch ein Amt, um das sich Seelsorger angesichts des Arbeitsaufkommens dem Vernehmen nach nicht unbedingt reißen.

Mannhardt möchte zu seiner Wahl öffentlich nichts sagen. „Das ist eine interne Geschichte, die Entscheidung liegt jetzt beim Kardinal“, sagt er auf Anfrage. „Ich möchte dem nicht vorgreifen.“

Vor zehn Jahren kam der heute 45-Jährige als Pfarrer in die Pfarrei St. Anton nach Hausham, die inzwischen mit St. Agatha in Agatharied einen Pfarrverband bildet. Seit zwei Jahren steht er überdies als Pfarradministrator an der Spitze des Pfarrverbands Miesbach.

Auch Waldschütz, der noch bis 1. Oktober im Amt ist, äußert sich offiziell nicht. Er bestätigt lediglich, dass er nicht wieder zur Wahl angetreten ist. „Man muss wissen“, sagt er, „wann man aufhört.“

sh

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