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Infos für die Kommandanten Kreisbrandrat Anton Riblinger (am Rednerpult) berichtete unter anderem über den aktuellen Stand bei der Einführung des Digitalfunks.

Ausbildung der Feuerwehr in den letzten Zügen

Digitalfunk in den Startlöchern

Landkreis - Der Einsatz des Digitalfunks rückt näher. Seit Mitte Dezember schult die Feuerwehr ihr Personal, bereits im Februar soll auf die neue Technik umgeschaltet werden. Die Probephase wird mindestens ein halbes Jahr dauern.

Wie Kreisbrandrat Anton Riblinger bei der Kommandantentagung in Elbach berichtete, sind außer einem Turm bei der Aueralm alle Funkmasten installiert. Insgesamt ein Dutzend davon sollen die Abdeckung im Landkreis gewährleisten. Etwaige Schwachpunkte auszumachen, das ist unter anderem das Ziel der Testphase. „Wenn es Lücken gibt, geben wir den Digitalfunk nicht frei“, sagt Riblinger auf Nachfrage. Bekanntermaßen werden damit in Zukunft nicht nur die Feuerwehren, sondern auch Polizei und Rettungsdienste untereinander in Kontakt stehen. 

Derzeit werden die Geräte in die Fahrzeuge eingebaut, für die rund 1300 aktiven Feuerwehrler im Landkreis gibt es jeweils Handgeräte. Die Kosten übernehmen die Gemeinden beziehungsweise der Landkreis für die Führungsebene.

Nicht nur die Schulung am neuen Digitalfunk, sondern die Ausbildung insgesamt bildete einen Schwerpunkt bei der der Versammlung. Im Landkreis gibt es derzeit 681 Atemschutzträger, von denen 43 neu ausgebildet wurden. Kreisbrandmeister Fabian Fiegler berichtete von sechs Lehrgängen zum Thema Absturzsicherung, die von 53 Feuerwehrmänner durchlaufen wurden. Markus Kirmayr, zuständig für Jugend und Öffentlichkeitsarbeit, führte aus, dass im vergangenen Jahr 250 Feuerwehranwärter Gewehr bei Fuß standen, darunter 14 Mädchen. Kreisbrandrat Riblinger unterstrich die Bedeutung des Nachwuchses und ermahnte die Feuerwehren, die Jugendarbeit nicht zu vernachlässigen. Die Einsätze gehen schließlich nicht aus. Neben den üblichen Aufgaben der Feuerwehr forderte allein der letztjährige trockene Sommer 113 Aktionen zur Wasserversorgung.

Auch das Thema Rettungsgasse kam an dem Abend zur Sprache. Riblinger berichtete von einem gemeinsamen Brief von Feuerwehr, Polizei und Abschleppunternehmern ins Innenministerium. Nicht erst seit dem Brand des Flüchtlingsbusses vergangene Woche am Irschenberg (wir berichteten) treibt die mangelnde Einsicht der Autofahrer die Rettungskräfte um. Eine Lösung muss dringend her. Auch in anderer Angelegenheit gibt es noch Gesprächsbedarf. So kam Kritik auf, weil die Feuerwehrler in vielen Fällen die Kosten für den Führerschein fürs Feuerwehrfahrzeug noch selbst tragen müssen. „Warum soll ich draufzahlen, nur damit ich ein Feuerwehrauto fahren darf?“, fragte Riblinger. Eine einheitliche Lösung für den Landkreis sei wünschenswert. Das Thema soll bei einer der nächsten Bürgermeisterdienstbesprechungen zur Sprache kommen.

sb/sh

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