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Gelungener Start in den Digitalfunk: Im Feuerwehrhaus Holzkirchen präsentieren (v.l.) Kreisbrandinspektor Karl Limmer, Kreisbrandrat Toni Riblinger, Multiplikator Florian Vitzthum von der Feuerwehr Elbach und Kreisbrandmeister Marco Kuhn, der für die Ausbildung im Digitalfunk verantwortlich ist, die neuen Funkgeräte.

Kreisbrandrat Riblinger: "Die Rückmeldungen sind nur positiv"

Interview zum umstrittenen Digitalfunk für die Feuerwehr

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Landkreis – Seit Mitte März ist der Digitalfunk bei den Feuerwehren im Landkreis im Einsatz. Kreisbrandrat Riblinger berichtet über den Testlauf des umstrittenen Systems.

Bisher gibt's den Digitalfunk nur im sogenannten direkten Modus, also bei direkter Funkverbindung zwischen Handgeräten. Der Funkverkehr via Funkmasten wird voraussichtlich erst im November folgen. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagt Kreisbrandrat Toni Riblinger aus Otterfing, ob das neue System wirklich eine Verbesserung darstellt. 

Herr Riblinger, wie verlief die Testphase beim Digitalfunk? 

Toni Riblinger: Wir haben von Mitte Dezember 2015 bis Mitte März genau 1203 Feuerwehrfrauen und -männer im Digitalfunk geschult und ausgebildet. Durchgeführt haben das im Landkreis 16 Ausbilder, die zunächst selbst entsprechend fortgebildet wurden und dann als sogenannte Multiplikatoren vor Ort das Wissen weitergaben. Getestet wurde von Januar bis jetzt. Bei den Masten läuft der Test noch bis November. Dann erst wird die Leitstelle in Rosenheim bereit sein. 

Wie fällt das Testurteil der Feuerwehren aus? 

Riblinger: Die Rückmeldungen waren durchgängig positiv. Die Reichweite im Gebäude ist beim Digitalfunk viel weiter, die Qualität ist besser, und es gibt keine Störgeräusche mehr. Außerdem gibt es eine Funktion, mit der sich Geräusche laufender Motoren herausfiltern lassen. Darüber hinaus kann man bestimmte Teilnehmer zu Gruppen zusammenschalten. Die weiteren Ergebnisse wissen wir aber noch nicht. 

Inwiefern? 

Riblinger: Jedes Leitstellengebiet hat eine eigene zusätzliche Testaufgabe bekommen. Traunstein sollte sollte beispielsweise Erfahrungswerte im Massentest sammeln, also wie viele Teilnehmer das Netz verkraftet. Unsere Aufgabe war es herauszufinden, wie weit der Empfang mit nur einem Masten geht. So etwas kann man eben nur in einer Testphase prüfen – im Echtbetrieb lassen sich ja schlecht mehrere Funkmasten abschalten. Das Ergebnis wurde uns aber noch nicht mitgeteilt. 

Für den Digitalfunk mussten ja viele Geräte neu installiert werden. 

Riblinger: Stimmt. Zum einen wurden die Fahrzeuge je nach Typ ausgestattet, hinzu kamen die Handgeräte und auch einige Feuerwehrhäuser – die drei großen in Miesbach, Holzkirchen und Tegernsee sowie die, die das wünschen. Im Gerätehaus ist es nur notwendig, wenn von dort aus ersatzweise der Einsatz koordiniert werden muss.

Und wer bezahlt das?

Riblinger: Den Einbau der Geräte müssen die Kommunen tragen. Die Geräte selbst werden zu über drei Viertel vom Staat gefördert. Der größte Posten ist damit der Einbau, den nur eigens dafür zertifizierte Firmen vornehmen dürfen.

Anfangs war die Skepsis auch bei den Feuerwehren nicht gerade gering. 

Riblinger: Das ist verständlich. Es hängt ja viel an der Ausrüstung. Die muss funktionieren – gerade beim Funk, was Reichweite und Störanfälligkeit angeht. Aber wir haben das getestet, und es passt. Es wäre auch schlimm, wenn es anders wäre. Der Digitalfunk soll ja ein Fortschritt sein.

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