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Nichts mehr mit analog: Die Rettungsdienste und Feuerwehren im Landkreis funken jetzt digital. Das freut die Einsatzkräfte (v.l.) Ferdinand Dörder, Rudi Scheibenzuber, Barbara Mayer, Florian Mengele und Anton Riblinger. 

Bessere Kommunikation 

Digitalfunk überzeugt die Rettungskräfte

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Landkreis - Feuerwehren und alle anderen Rettungsdienste im Landkreis haben ihren Funk nun von analog auf digital umgestellt. Die Testphase läuft positiv. 

Kein Rauschen, kein Funkloch, klare Kommunikation: Seit vergangener Woche funken auch die Hilfsorganisationen im Landkreis digital. Der erweiterte Probebetrieb funktioniert gut. Feuerwehren und Rettungsdienste können noch schneller zu Hilfe eilen. Ein Plus also für die Bevölkerung. Die war aber zunächst skeptisch.

In den vergangenen Monaten wurden nach und nach alle Feuerwehren und Rettungsdienste in Bayern digital umgerüstet – angefangen in Nordbayern. Jetzt war auch der Landkreis Miesbach an der Reihe. Erste Erfahrungen mit dem Digitalfunk haben einige Rettungskräfte schon 2015 beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau gesammelt. „Die Garmischer haben deshalb als Erste umgestellt“, erklärt Kreisbrandrat Anton Riblinger. „Da konnten wir den Umgang lernen.“

Damit jetzt alle Kräfte die neuen Geräte bedienen können, gab es landkreisübergreifend sechs Arbeitskreise. „In etlichen Stunden haben wir Lehrgänge ausgearbeitet“, sagt Riblinger. Schließlich mussten allein bei der Feuerwehr rund 1200 Personen geschult werden.

Riblinger erinnert sich, dass beim analogen Funk beispielsweise bei Glasshütte bei Kreuth keine Kommunikation möglich war. „Da mussten wir aufs Handy zurückgreifen.“ Notwendig für den Digitalfunk waren deshalb flächendeckend genügend Funkmasten. Zum Ärger der Bevölkerung. Rudi Scheibenzuber, Rettungsdienstleiter beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Miesbach, sagt: „Da kam eine Menge Kritik wegen der gefährlichen Strahlen der Funkmasten.“ Scheibenzuber schüttelt den Kopf. Gefährlich seien die nicht. Und vor allem: Die Vorteile überwiegen.

So kommunizieren nun alle Hilfsorganisationen auf derselben Frequenz. Scheibenzuber ist von der Qualität überzeugt: „Die Sprache ist klarer, und die Nebengeräusche sind komplett weg.“ Was vorher nicht möglich war: Per Digitalfunk können Gruppen geschaltet werden. Kreisbrandrat Riblinger sagt: „So können wir beispielsweise im Katastrophenfall Sondergruppen bilden.“ Oder parallel mehrere Einsätze auf verschiedenen Kanälen funken.

Die Funkgeräte befinden sich zudem nicht mehr nur in den Fahrzeugen, es gibt auch Handgeräte. „So können wir direkt vom Patienten aus senden“, sagt Scheibenzuber. Jedes Auto hat mindestens ein festes und ein tragbares Gerät. In den Fahrzeugen der Feuerwehr sind es sogar bis zu fünf Handgeräte.

Die Finanzierung: unterschiedlich. Bei den Feuerwehren wurden die Gemeinden zur Kasse gebeten, beim BRK teils die Kommunen, teils der Staat und zu einem Viertel das BRK selbst. Beim Technischen Hilfswerk (THW) zahlt der Staat. Sebastian Mayer, stellvertretender Ortsbeauftragter des THW, funkt seit 30 Jahren analog. „Das braucht jetzt schon eine Umgewöhnungszeit“, sagt er. Die komplette Bedienung sei anders. Vom Ergebnis ist er aber genauso überzeugt wie seine Kollegen.

Ein enormer Gewinn sei der Digitalfunk für die Bergwacht, bestätigt Scheibenzuber. „Sobald da früher ein größerer Hügel war, ging nichts mehr.“ Ähnlich geht es den Rettern auf dem Wasser. Andreas Lange, Einsatzleiter der Deutschen Lebensretter Gesellschaft (DLRG) in Tegernsee, sagt: „Es funktioniert hervorragend über längere Strecken.“ Auf der Donau haben sie das System getestet. Das Fazit aller Beteiligten fällt also einhellig positiv aus.

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