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Sieht sich einem Disziplinarverfahren ausgesetzt: Jakob Kreidl war Landrat in Miesbach.

Miesbacher Sponsoringaffäre:

Disziplinarverfahren gegen Kreidl und Rzehak - 13 Beschuldigte angeklagt

13 Beschuldigte sind im Rahmen der Sponsoringaffäre um die Miesbacher Kreissparkasse angeklagt. Gegen aktuellen und Ex-Landrat gibt es jetzt außerdem ein Disziplinarverfahren.

Miesbach - In der Sponsoringaffäre um die Miesbacher Kreissparkasse hat die Landesanwaltschaft gegen den einstigen Landrat Jakob Kreidl (CSU) und Nachfolger Wolfgang Rzehak (Grüne) Disziplinarverfahren eingeleitet. Hintergrund sind Anklagen der Staatsanwaltschaft München II wegen Untreue gegen 13 Beschuldigte, aktuelle und ehemalige Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungsrats der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, darunter Kreidl und Rzehak, wie wir bereits am Mittwoch ausführlich berichteten (Hier finden Sie übrigens auch einen Link zur ausführlichen Chronik der Ereignisse um die Sponsoring-Affäre).

Der Verdacht der Untreue, der sich aus den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergebe, begründe den Verdacht auf ein Dienstvergehen, erläuterte die Landesanwaltschaft am Mittwoch. Kreidl war bis Ende April 2014 Landrat in Miesbach und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee. Rzehak war vor seiner Wahl zum Landrat Lebenszeitbeamter bei der Stadt München und Mitglied des Verwaltungsrates der Kreissparkasse.

Früher Lebenszeitbeamter in München: Wolfgang Rzehak folgte auf Jakob Kreidl.

Die Ermittlungen umfassten nach früheren Informationen zwölf Komplexe mit einem Volumen von zusammen mehr als einer Million Euro. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, durch Immobilienkäufe, gesponserte Ausflüge von Kommunalpolitikern und teure Renovierungen von Amtsräumen ihre Pflichten verletzt zu haben. Im Zentrum der Affäre standen Kreidl sowie der frühere Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Georg Bromme. Die Disziplinarverfahren sind laut Landesanwaltschaft bis zum Abschluss des Strafverfahrens ausgesetzt. Dies sei vom Gesetz so vorgesehen. „Es ist für uns keine Überraschung. Wir hoffen auf ein faires Ergebnis“, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Miesbach. 

lby

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