Wirtschaftsempfang des Landkreises Miesbach
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Gespräche beim Wirtschaftsempfang des Landkreises Miesbach, hier im Jahr 2018.

Hybrides Format soll Durchführung garantieren

Ehrenpreis statt Wirtschaftspreis: Neues Konzept für Wirtschaftsempfang in Miesbach

  • Sebastian Grauvogl
    VonSebastian Grauvogl
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Den Neustart das Wirtschaftsempfangs nach der coronabedingten Zwangspause 2020 nutzt die SMG für die Einführung eines neuen Formats. Warum, erklärt der Geschäftsführer im Interview.

Landkreis – Ein Wirtschaftsempfang im ersten Jahr einer Pandemie, die viele Unternehmen vor große, teils existenzielle Herausforderungen gestellt hat: Das hätte nicht gepasst, findet die Standortmarketinggesellschaft (SMG) Landkreis Miesbach. Deshalb fiel die 2009 erstmals ausgerichtete Veranstaltung rund um die Vergabe des Wirtschaftspreises 2020 auch ersatzlos aus.

Heuer nun soll der Empfang mit elegantem Galaabend seine Neuauflage erleben – und das auch in neuem Gewand. Auf was sich die Besucher freuen können und warum man am Dienstag, 26. Oktober, um 18.30 Uhr nicht mal vor Ort im Waitzinger Keller sein muss, erklärt SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid.

Herr Schmid, der Wirtschaftsempfang 2021 soll laut Ankündigung „in jedem Fall“ stattfinden. Was macht Sie so sicher, dass die Pandemie nicht wie im Vorjahr Ihre Pläne durchkreuzt?

Alexander Schmid: In erster Linie unser neues, hybrides Format. Erstmals in seiner Geschichte werden wir den Wirtschaftsempfang live ins Internet übertragen. So sind wir unabhängig von möglichen und auch sehr wahrscheinlichen Begrenzungen der Besucherzahl im Waitzinger Keller. Obendrein öffnen wir die Veranstaltung für die breite Öffentlichkeit, die wir in der Vergangenheit nicht erreichen konnten. Das ist übrigens etwas, das wir schon vor Corona geplant hatten.

Warum?

Alexander Schmid: Weil wir in den vergangenen Jahren gespürt haben, dass vor allem der gemeinsame und branchenübergreifende Austausch eine der großen Stärken des Wirtschaftsempfangs ist. Diesen Impulscharakter wollen wir nutzen und in etwas dauerhaftes verwandeln. Deshalb wird der Livestream auch nach der Veranstaltung – garniert mit weiteren Inhalten – abrufbar sein. Letztlich wollen wir eine Art Plattform schaffen. Zu Themen, die weit über das klassische ökonomische Denken hinausgehen.

Alexander Schmid SMG-Geschäftsführer

Inwiefern?

Alexander Schmid: Globale Herausforderungen wie der Klimawandel oder eben auch die Corona-Krise haben gezeigt, welch großen Anteil die Wirtschaft an all diesen Bereichen hat. Unternehmen werden von diesen Problemen beeinflusst, können aber auch selbst einen erheblichen Teil zu ihrer Lösung beitragen. Dies wollen wir beim diesjährigen Wirtschaftsempfang in den Mittelpunkt rücken – ganz besonders bei der Verleihung des Ehrenpreises.

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Hieß der nicht bislang Wirtschaftspreis?

Alexander Schmid: Doch. Pandemiebedingt haben wir aber heuer auf eine Ausschreibung verzichtet. Die Unternehmen haben sich also nicht bei uns beworben, sondern der Aufsichtsrat der SMG hat sich selbst auf die Suche nach einem Preisträger begeben. Entscheidendes Kriterium soll dabei besonderes Engagement sein. Ganz bewusst ein sehr breiter Fokus also, der sich gut mit den thematischen Schwerpunkten Nachhaltigkeit und Klimawandel deckt. Und auch in Zukunft wollen wir beim Wirtschaftsempfang auch die Menschen hinter regionalen und sozialen Projekten einbeziehen.

Ist dann der Name „Wirtschaftsempfang“ überhaupt noch zeitgemäß?

Alexander Schmid: Ich denke schon. Eine Region besteht aus all den Menschen, die in ihr leben und wirken. Und das sind nicht zuletzt Unternehmer, die mutig vorangehen, um die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Sie zu würdigen und zusammenzubringen, ist unsere Mission.

sg

Weitere Informationen

zum Wirtschaftsempfang 2021 am Dienstag, 26. Oktober, im Waitzinger Keller in Miesbach gibt’s auf www.smg-mb.de.

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