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Ein Zeichen der Anerkennung für Ehrenamt gab es für (v.v.l.) Johanna Deisler, Monika Lechner, Margarethe Höß, Therese Gasteiger, Albert Engel, (h.v.l.) Wolfgang Magath, Matthias Striebeck, Josef Eibach, Günther Suchant und Herbert Scholl. Landrat Wolfgang Rzehak (ganz hinten) verlieh Urkunden und das Ehren zeichen.

Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

Diese Menschen aus dem Landkreis sind das Rückgrat der Gesellschaft

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Landkreis - Heute ist Internationaler Tag des Ehrenamts. Für elf Landkreisbürger gab es für ihr Engagement nun die höchstmögliche Auszeichnung.

Johann Wolfgang von Goethe sagte einst: „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.“ Viele Menschen scheinen diese Worte verinnerlicht zu haben. Elf besonders engagierte Bürger aus dem Landkreis haben für ihr ehrenamtliches Engagement nun die höchste Auszeichnung erhalten, die es dafür in Bayern gibt: das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Bei einer Feier im Gasthof Zum Moar in Irschenberg bezeichnete Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) die Geehrten als „das unverzichtbare und stabile Rückgrat unserer Gesellschaft.“ Wer eine solche Auszeichnung erhält, engagiert sich bereits mindestens 15 Jahre ehrenamtlich. „Engagement macht stark“, sagte Rzehak. Und: „Menschen, die sich sozial engagieren, wirken auf mich zufriedener und glücklicher.“ Die elf Landkreisbürger erhielten Urkunden und ein Ehrenzeichen.

Johanna Deisler

Seit 1991 kümmert sich Johanna Deisler um die Kasse des Deutschen Sozialwerks (DSW) der Gruppe Tegernseer Tal. Mit ihrer Tätigkeit als Schatzmeisterin unterstützt die Rottacherin den Verein, der für Betroffene die Vermittlung von Pflege und Betreuung übernimmt und Bedürftigen auch finanziell unter die Arme greift. Derzeit leistet das DSW Tegernseer Tal gezielte Hilfestellung für Flüchtlinge.

Josef Eibach 

Im Trachtenverein D‘Neureuther ist Josef Eibach seit knapp 50 Jahren ehrenamtlich tätig – 24 Jahre als Schriftführer, 25 Jahre im Vorstand. In seiner Amtszeit hat der Rottacher drei Gaufeste und drei Vereinsjubiläen organisiert. Zudem hat er rund 30 Jahre lang den Kindern das Schuhplatteln und Tanzen beigebracht. Seit etwa 45 Jahren spielt er im Theater mit und trommelt seit 50 Jahren beim Spielmannszug Gmund.

Monika Lechner

Die Advents- und Fastenandachten in der Pfarrei St. Laurentius gestaltet Monika Lechner seit 1987 beziehungsweise seit 2004. Das ist aber keineswegs das einzige Engagement der Miesbacherin. In der Zeit von 1998 bis 2010 war sie Mitglied des Parsberger Pfarrgemeinderates, 2001 wurde sie zur Seniorenbeauftragten und trägt seit 1998 den Pfarrbrief aus. Und wenn die Kassen mal leer sind, geht sie als Caritas-Sammlerin von Tür zu Tür.

Ingeburg Neidhart

Die Gmunderin Ingeburg Neidhart hat die Egerländer Gmoi initiiert und war von der Gründung im Jahr 1978 bis 2012 Vorsitzende – also 34 Jahre. Zweck der Egernländer Gmoi war es, die entwurzelten Flüchtlinge zusammenzubringen und Erinnerung, Tradition und Brauchtum der alten Heimat wachzuhalten. Von 1981 bis 2012 war Neidhart gemeinsam mit Walter Weber Herausgeberin des dreimal jährlich erschienenen Gmoi-Bladls „Triebfeder“.

Günter Suchant

Als Jugendleiter und Jugendtrainer hat Günter Suchant seit 1992 vielen Jugendlichen beim FC Real Kreuth eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Perspektive gegeben. Bis heuer war der Kreuther Teil des Vorstands. Er organisierte in den Sommermonaten den Spielbetrieb, und in den Wintermonaten betreute er die Kreuther Kinder beim Eishockeyspielen.

Herbert Scholl

Sein ehrenamtliches Engagement übte Herbert Scholl aus Miesbach in erster Linie im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr aus. Er war von von 1972 bis 2012 Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Miesbach-Schliersee und parallel dazu bis 1989 Vorsitzender der Kreisgruppe Oberland. Bei Volkstrauertagen begleitete er mit den Reservisten die Trauerfeiern an den Kriegsgräberstätten in Gmund und Dürnbach mit einem Ehrenzug und Kranzträgern. Seit 2012 ist der Miesbacher als Museumsführer im Bergbauernmuseum Hausham unterwegs.

Theresia Gasteiger

Das ehrenamtliche Engagement von Theresia Gasteiger aus Irschenberg begann 1972 als Ortsbäuerin. 20 Jahre lang führte sie das Amt aus und war gleichzeitig Zweite Vorsitzende des Dorfhelferinnenvereins Parsberg-Niklasreuth. Im Mütterverein Niklasreuth engagierte sie sich ebenfalls und rief den Adventsmarkt ins Leben. Sie unterstützte zudem als Pfarrgemeinderatsmitglied die Seelsorger.

Albert Engl

In vielen Bereichen der Pfarrgemeinden und der politischen Gemeinde Warngau mischt Albert Engl mit. Der Oberwarngauer war von 1988 bis 2014 im Pfarrgemeinderat von Ober- und Osterwarngau, und von 1988 bis 1994 war er dessen Vorsitzender. Auch als Schriftführer und Öffentlichkeitsreferent engagierte er sich. Engl verfasste zum 1200-jährigen Bestehen eine umfangreiche Chronik und kümmerte sich um das Archiv der Pfarrei Oberwarngau.

Matthias Striebeck

Nach seinem Theologiestudium wurde Matthias Striebeck 2000 als evangelischer Pfarrer nach Schliersee ordiniert. Begleitend zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Pfarrer übt er die Funktion eines Notfallseelsorgers aus, zuerst im Landkreis Rosenheim und seit 2005 im Landkreis Miesbach. Striebeck ist seit 16 Jahren Mitglied im Kriseninterventionsdienstes KID des Bayerischen Roten Kreuzes und engagiert sich im Arbeitskreis Asyl.

Wolfgang Magath

Einer der aktivsten Vereine in Gmund ist die Schützengesellschaft Gmund-Dürnbach. Wolfgang Magath war dort von 1978 bis 1983 Jugendleiter und übernahm 1984 bis heute das Amt des Schützenmeisters. Magath organisiert die Kleinkaliber- und Luftgewehrschießen. Außerdem kümmert er sich um die Flohmärkte zu Gunsten des Vereins. Zig Arbeitsstunden wirkte er ehrenamtlich am Bau eines Vereinsheims mit.

Margarethe Höß

1985 ist Margarethe Höß nach Irschenberg gezogen und hatte als Gattin des damaligen Bürgermeisters eine starke Nähe zu den Bürgern. So bekam sie mit, dass es in der Gemeinde Senioren gibt, die Zuspruch und Unterstützung benötigen. Sie unterstützte einige hilfsbedürftige Personen und überbrachte beispielsweise an Weihnachten Geschenke. Im Jahre 2002 wurde sie Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates und übernahm die Seniorenbetreuung.

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