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Verdiente Feuerwehrler wurden beim Treffen des Kreisfeuerwehrverbands geehrt.

Ehrungen beim Kreisfeuerwehrverband

Feuerwehrler als „Engel der Zivilisation“

Der Landkreis kann sich auf seine 37 Freiwilligen Feuerwehren verlassen. „Engel der Zivilisation“ nannte sie Landrat Wolfgang Rzehak bei der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbands in Warngau.

Landkreis – Kreisbandrat Anton Riblinger war sichtlich erfreut, dass über 50 Erste und Zweite Kommandanten zu dieser Besprechung gekommen waren. Der Verband wurde vor zehn Jahren gegründet und konnte dieses kleine Jubiläum würdig begehen. Seine Aufgabe sieht er vordergründig im Treffen der Landkreis-Kommandaten zu wichtigen Themen.

Im Mittelpunkt der Kurzreferate standen auch in Warngau organisatorische und fachliche Vorschriften, Anordnungen und allgemeine Themen, die oft den Alltag der Feuerwehren bestimmen. Richard Siebler, der zusammen mit Walter Waldschütz und Alois Winderl dem häufig in Anspruch genommenen Kriseninterventionsteam angehört, sagte den anwesenden Feuerwehrmännern, sie sollten bei Bedarf diese Hilfe für sich nutzen. „Gerade nach schwierigen Einsätzen sollte jeder darauf achten, dass an den oft schrecklichen Szenen beispielsweise bei Verkehrsunfällen die Seele nicht zu Schaden kommt“, sagte Siebler und betonte: „Die absolute Anonymität ist bei jedem dieser vertraulichen Gespräch gegeben.“

Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber dankte den Kommandanten für ihren unbezahlbaren Dienst auch im Namen seiner Amtskollegen. In puncto Öffentlichkeitsarbeit mahnte Kreisbrandinspektor Andreas Schwabenbauer die Aktiven, bei Einsätzen jeglicher Art mit Aussagen zur Situation zurückhaltend zu sein. „Manche der neugierigen, meist unscheinbar auftretenden Leute warten darauf, irgendetwas zu erfahren, und geben es dann völlig verdreht weiter, meistens zum Schaden der Feuerwehr“, sagte Schwabenbauer. Den übersichtlichen Kassenbericht trug Karl Limmer, seines Zeichens ebenfalls Kreisbrandinspektor, vor. Kreisbrandmeister Peter Schlickenrieder betonte die hohe Bedeutung der Brandschutzerziehung. Sie sei dringend erforderlich.

Erstmals wurden im Rahmen einer derartigen Verbandsversammlung mehrfarbige Anstecker an Kommandanten oder ihre Stellvertreter vergeben. Das Abzeichen in Gold für zwölf Jahre und zum Teil längeren Dienst erhielten Klaus Wechselberger und Christian Angler (Agatharied), Franz Hauser (Fischbachau), Bernhard Härter (Hausham), Peter Schlickenrieder (Holzkirchen) und Michael Haller (Tegernsee). Silber ging an Stefan Tonhauser (Fischbachau), Florian Dirscherl (Miesbach), Stefan Pichler (Waakirchen) und Josef Mayr (Wies). Bronze erhielt Urban Angerer (Holzolling).

Eine ganz besondere Auszeichnung wurde Andreas Händl aus Wörnsmühl zuteil. Die Kameraden ernannten den ehemaligen Kreisbrandmeister und späteren Kreisbrandinspektor an diesem Abend wegen seiner großen Verdienste zum Ehrenkreisbrandinspektor.

Manfred Merk

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