Sepp Heid (†) Unternehmer aus Miesbach
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Sepp Heid (†) Unternehmer aus Miesbach.

Nachruf

Trauer nach dem plötzlichen Tod von Sepp Heid: Ein herzlicher, hilfsbereiter Familienmensch

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Die Nachricht trifft die Menschen in Miesbach völlig unerwartet: Sepp Heid, Unternehmer mit Herz, ist am Dienstag gestorben.

Miesbach - Er war ein Mann der Tat, der nicht zögerte, selbst anzupacken. Immer mit einer Idee im Kopf, wie sich ein Problem lösen lässt. Und nicht zuletzt stets bereit, sich um seine Mitmenschen zu kümmern und bei Bedarf zu helfen. So haben viele Menschen den Heid Sepp kennengelernt – privat und auch als Geschäftsinhaber. Sie alle hat diese Nachricht nun völlig unerwartet getroffen und auch erschüttert: Sepp Heid ist am Dienstag im Alter von 64 Jahren überraschend verstorben.

Übernahme des elterlichen Betriebs End der Neunziger

Beruflich hat Heid es geschafft, seine Firmen schrittweise auszubauen. 1998 hatte er den elterlichen Betrieb übernommen. Bereits der Großvater begann 1937 in Miesbach-Haidmühl mit einer mechanischen Werkstätte. Dessen Sohn Josef führte die Firma ab 1945 mit Güterkraftverkehr weiter. 1955 wurde der Betrieb nach Gmund-Dürnbach verlegt, um dort eine Aral-Tankstelle mit Autovermietung zu betreiben. Sepp Heid verlegte sich auf seine Spezialdienste rund um Abwasser und Entsorgung. Sein Erfolgsrezept: gute Mitarbeiter und neueste Technik.

Seine Ideen flossen in die Baupläne der Hersteller ein

Und die verbesserte Sepp Heid notfalls auch selbst. „Er hat dem Hersteller seiner Aufbauten immer wieder Tipps gegeben, wie man etwas besser und praxisnäher machen kann“, erzählt Schwiegersohn Sebastian Heid. „Und gut drei Viertel seiner Anregungen wurden umgesetzt – in Serie.“

So hat die Entscheidung, Reparaturarbeiten gleich selbst zu machen, zur Gründung der Lkw-Service-Firma Brummifit geführt. „Das war erst nur für unsere Fahrzeuge gedacht, aber dann sind immer mehr Kunden gekommen, die gefragt haben, ob wir nicht auch ihre Fahrzeuge machen können.“

Sepp Heid: Fleißig, gut aufgelegt und absolut kollegial

Der berufliche Erfolg kam jedoch nicht von allein – Sepp Heid hat ihn sich erarbeitet. Fleißig, gut aufgelegt und absolut kollegial. Arbeitstage von 7 bis 22 Uhr waren keine Seltenheit. „Er war der Chef, war fair und manchmal auch bestimmt“, beschreibt ihn Sebastian Heid, „aber gesehen hat man ihn wie einen Kollegen.“ So sei er sich nicht zu schade gewesen, selbst mitzuhelfen und mitzuarbeiten. Sein Motto dabei: gescheit oder gar nicht. „So sind wir immer wieder ein Stück besser geworden.“

Das, was Sepp Heid aber am meisten am Herzen lag, war die Familie. Seine Frau Hannelore, die drei Töchter und sieben Enkelkinder waren ihm am wichtigsten – die gemeinsame Zeit hatte absoluten Vorrang. Dazu brauchte er auch kein besonderes Hobby. Und der Teamgedanke, der in der Firma herrscht, hat hier wohl seine Wurzeln, wie Sebastian Heid erklärt: „Er muss nicht immer vom eingeschlagenen Weg seiner Kinder überzeugt gewesen sein, aber er hat sie trotzdem immer vollständig unterstützt.“

Miesbach verliert einen Unternehmer und Freund

Die Lücke, die sich nun so unerwartet aufgetan hat, ist immens. Miesbach verliert mit Sepp Heid einen beliebten, hilfsbereiten Freund, die Familie einen liebevollen, fürsorglichen Vater. Abschied nehmen am Grab werden nur Familie und Freunde – in Gedanken werden es aber sehr, sehr viele sein. (ddy)

Ein Online-Kondolenzbuch finden sich auf www.trauer.de

Lesen Sie über Sepp Heid auch: Miesbacher besitzt den stärksten Sauger der Welt. Generationen von Schulkindern haben bei Sepp Heid gelernt, was ein toter Winkel ist. Hier ein Beispiel.

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