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Willkommen in der Heimatpfarrei: Nach seiner Weihe zum Diakon am Samstag besuchte Ferdinand Bergrab (vorne) an Pfingsten Miesbach. 

Weihe in München

Ein Meilenstein auf dem Weg ins Priesteramt

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Am Samstag hat er die Weihe zum Diakon empfangen, tags darauf schaute er in seiner Heimatpfarrei vorbei: Ferdinand Bergrab.

Miesbach/München – Pfarrer Axel Meulemann hatte einen Draht zu den Miesbachern. Vor allem mit Kindern und Jugendlichen kam er gut zurecht – und sie mit ihm. Ganze Heerscharen von Ministranten zogen von 1996 bis 2009 mit dem Priester zu den Gottesdiensten ein, die katholischen Jugendgruppen waren gut besucht. Auch Ferdinand Bergrab lernte Meulemann auf diesem Wege kennen. Eine Begegnung, die sein Leben prägen sollte. So sehr, dass sich Bergrab 2010 letztlich für den Eintritt ins Priesterseminar entschied. Am vergangenen Samstag wurde der 26-Jährige nun bei einem Festgottesdienst im Münchner Liebfrauendom von Kardinal Reinhard Marx zum Diakon geweiht.

Schon im Grundschulalter habe sich Ferdinand für die Liturgie begeistert, erzählt sein Vater Josef-Friedrich Bergrab. Als Neunjähriger wurde er Ministrant. „Mit Überzeugung“, sagt Bergrab. Zehn Jahre lang leistete sein Sohn Dienst im Altarraum, zuletzt als Oberministrant. Auch als Jugendgruppenleiter war Ferdinand Bergrab aktiv. Statt nach dem Abitur sein Engagement in der Kirche zurückzufahren, wählte er den entgegengesetzten Weg.

Nach einem vorbereitenden Jahr in Passau, zu dem alle Priesteramtskandidaten der Erzdiözese München-Freising verpflichtet sind, studierte Bergrab Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München. Sein „Freijahr“ von August 2013 bis April 2014 verbrachte er an der Dormitio Abtei, eine deutschsprachige Benediktinerabtei auf dem Berg Zion in Jerusalem. Seit Abschluss seines Studiums im Juli 2016 absolviert Bergrab den Pastoralkurs im Pfarrverband Partenkirchen-Farchant-Oberau bei Dekan Pfarrer Andreas Lackermeier, zuvor Pfarrverbandsleiter in Warngau-Wall.

Mit der Weihe zum Diakon hat der 26-Jährige nun die erste wichtige Station auf seinem Weg zum Priesteramt erreicht. Um seine Hingabe an Gott zu zeigen, legte er sich dabei vor dem Altar flach auf den Boden. Nach der Handauflegung und einem Gebet durch den Bischof wurden ihm die liturgischen Gewänder angelegt und ein Evangelienbuch überreicht. Letzteres symbolisiert die Aufgabe, die Frohe Botschaft zu verkünden.

Bei den Festgottesdiensten am Pfingstsonntag in Miesbach und Parsberg hat sich der neu geweihte Diakon erstmals den Gläubigen in seiner Heimat präsentiert. Auch beim traditionellen Bittgang der Miesbacher nach Birkenstein am Pfingstmontag marschierte er mit. Zum Priester geweiht werden soll Bergrab dann am 30. Juni 2018. Seine Primiz einen Tag später ist die zweite innerhalb eines Jahres in Miesbach. Wie berichtet, feiert am Sonntag, 16. Juli 2017, Mathias Klein-Heßling hier seine erste Heilige Messe. Eine große Freude für den gesamten Pfarrverband – und für einen bestimmt erfreuten Pfarrer im Himmel: Axel Meulemann. 

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