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Neue Gliederung: Die Riviera soll künftig einen Relaxbereich (1), einen Meditationsbereich (2), eine Ecke für Seniorenfitness (3) sowie einen Spielplatz für Kleinkinder (4) und größere Kinder (5) bekommen. Im Osten (r.) sind zudem eine Streetball-/Beachvolleyball-Anlage und ein sogenanntes Außenklassenzimmer angedacht. Foto: Andreas Leder
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Neue Gliederung: Die Riviera soll künftig (v.l.) einen Relaxbereich, einen Meditationsbereich, eine Ecke für Seniorenfitness sowie einen Spielplatz für Kleinkinder und größere Kinder bekommen. Im Osten (nicht abgebildet) sind zudem eine Streetball-/Beachvolleyball-Anlage und ein sogenanntes Außenklassenzimmer angedacht.

Nach dem ALB-Kahlschlag

Neue Riviera von Miesbach soll Treffpunkt für alle Bürger werden

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Es ist die Gunst der Stunde, die man in der Stadt Miesbach nutzen will. Die Riviera, die grüne Zone zwischen Bayrischzeller und Schlierseer Straße, soll zu einem Park werden, der Jung und Alt eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten bietet.

Miesbach – Die Riviera hat unter dem Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) besonders gelitten. Um dem weltweit gefürchteten Schädling seine Nistmöglichkeiten zu nehmen, wurde im Umkreis des Finanzamts bekanntlich eine Vielzahl an Bäumen und Gehölzen entnommen – das Erscheinungsbild der Riviera hat sich dadurch signifikant verändert. Was über viele Jahre gewachsen war, wurde mit einem Schlag gefällt und entfernt.

ALB-Fällungen bieten neue Chance

Doch schnell wurde das Areal auch als Chance begriffen. „Es gab Ideen, dort etwas für Jugendliche zu etablieren, und es gab Vorstellungen, wie die Riviera wieder bepflanzt werden kann“, berichtet Bürgermeister Gerhard Braunmiller. „Diese beiden Ansätze haben wir nun zusammengeführt und eine Gesamtplanung erstellt.“

Grob gesagt wird das Gelände zwischen der Bayrischzeller Straße im Osten und dem Bereich, in dem der Miesbach in den Untergrund geleitet wird, in sieben Bereiche gegliedert. Dabei sieht die Planung von Elisabeth Niggl vom Büro Freiraum in Weyarn so aus: Im Westen ist vom Rechen aus nördlich um den See ein Aufenthaltsbereich zum Relaxen geplant. Am Zulauf des Sees soll ein generationenübergreifendes Areal entstehen – voraussichtlich mit Plattformen, die zum Meditieren und für Yoga geeignet sind. „Das ist eine gute Stelle dafür“, findet Braunmiller, der sich Ruhebänke am Wasser und Holzhängematten vorstellen kann.

Sieben Bereiche geplant

Nördlich davon bietet sich unter dem Titel „Seniorenfitness“ eine Ecke für Senioren an, die mit ein paar speziellen Übungsgeräten ausgestattet werden könnte. „Wir dachten an Rückentrainer oder etwas für Gleichgewichtsübungen. Es soll aber für alle Altersgruppen interessant sein“, erklärt Niggl. Auch ein Angebot für Menschen mit Behinderung wäre denkbar. Dabei wird auch modernisiert, wie der Bürgermeister ergänzt. Für die Seilbahn soll eine Hangrutsche kommen. Auch ein Bodentrampolin und einige andere Geräte sind angedacht.

Nebenan, in Richtung Bayrischzeller Straße, schließen die Spielplätze an – erst der Bereich für die Kleinkinder, dann der für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Letzterer bietet mit Schiff und Leuchtturm Gelegenheit zum Klettern. Der Ostbereich ist den Jugendlichen vorbehalten. Für sie ist ein Platz für Streetball oder Beachvolleyball vorgesehen sowie ein sogenanntes Außenklassenzimmer, das mit aufsteigenden Sitzreihen an Zuschauertribünen eines kleinen Amphitheaters erinnert und auch die Möglichkeit bietet, dort etwas aufzuführen. „Wir haben versucht, die Geländeneigung in die verschiedenen Nutzungen zu integrieren“, sagt die Planerin.

Mit Baumkonzept wieder eine grüne Oase schaffen

Für das Baumkonzept, das die Riviera wieder zu einer richtig grünen Oase machen soll, wurde eine Baumschule hinzugezogen. Dabei haben die Pflanzen auch eine Funktion, wie Braunmiller erklärt: „Die Sträucher sollen räumlich trennen und gliedern und dabei auch für etwas Lärmschutz sorgen.“ Etwa bei den beiden Spielplätzen. Bei den Bäumen fällt die Wahl auf Gattungen, die nicht vom Asiatischen Laubholzbockkäfer bedroht sind. „Das bedeutet auch, dass sie nicht ganz gängig sein werden“, sagt Braunmiller.

So stimmig die Planung ist, so teuer dürfte sie auch werden. Eine Hausnummer will der Bürgermeister nicht nennen, aber es dürften wohl ein paar Hunderttausend Euro sein. Viel Geld für die Stadt, die sich auf hartem Sparkurs befindet. Braunmiller will trotzdem möglich machen, was geht – auch über Fördermittel, Städtebauförderung und Spenden. Das Ziel ist klar, wie er sagt: „Wir planen eine Besonderheit.“

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