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Auf eine Trasse geeinigt: Der geplante Fußweg soll im Grünbereich neben der Susanna-Waitzinger-Straße nach unten führen. Die in der Mitte stehende Birke soll weichen und durch eine Ersatzpflanzung kompensiert werden. Der Bauausschuss um Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (r.) stimmte dem mehrheitlich zu.

Eine alte Idee kommt wieder zurück

So soll der neue Fußweg zur Volksfestwiese verlaufen

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Der Fußweg vom Habererplatz hinauf zur Waitzinger Wiese kommt. Der Bauausschuss hat sich auf eine Trasse festgelegt, die nun geplant werden soll. Ziel ist es, den dort Parkenden eine beleuchtete, sichere Anbindung zu bieten. Dabei werden Teile der Planung von 2015 wiederbelebt.

Die Bürgermeisterin macht Druck. Gleich zu Beginn des Ortstermins am Dienstagnachmittag stellte Ingrid Pongratz (CSU) klar, dass es eine konkrete Entscheidung geben soll, wie der geplante Fußweg vom Habererplatz zur Volksfestwiese verlaufen soll. „Wir sind nicht nur zum Diskutieren da.“

Das Ziel wurde erreicht. Der Bauausschuss sprach sich dafür aus, auf der westlichen, stadtzugewandten Seite der Susanna-Waitzinger-Straße einen 1,60 Meter breiten Weg anzulegen, der im Grünbereich verläuft. Fußweg und Straße trennt ein 50 Zentimeter breiter Grünstreifen. Im unteren Bereich wechselt der Weg auf Höhe des Hans-Schuhbeck-Wegs auf die Ostseite und führt dort hinunter zur Kreuzung, wo der bewirtschaftete Anhang des Habererplatzes in die Straße einmündet.

Die Idee des Seitenwechsels ist bei der Besichtigung entstanden. Knackpunkt ist der Einmündungsbereich des Hans-Schuhbeck-Wegs, der zwischen Park und Waitzinger Keller verläuft. Wegen der engen Hanglage war der neue Weg ursprünglich anders geplant: Er sollte entweder auf die Straße geleitet (Variante 1), mit einer Verbauung parallel fortgesetzt (Variante 2) oder mit einer Treppe runter zum AOK-Parkplatz beendet werden (Variante 3). Markus Baumgartner (CSU) schlug dabei jedoch vor, an dieser Stelle die Straßenseite zu wechseln. Dies spare Kosten und entspreche der Laufwege der Leute.

Im Sitzungssaal unterstützte Stefan Griesbeck (CSU) diesen Vorschlag ebenso wie Florian Ruml. Der Verkehrsreferent der Freien Wähler ging sogar noch ein Stück weiter: „Der Seitenwechsel bietet uns auch die Option, den Fußweg an den parkenden Fahrzeugen des Mittelstücks vorbei bis zum Habererplatz fortzusetzen.“ Was Manfred Burger (Grüne) begrüßte: „So könnte man die Fußgänger von der Fahrbahn bringen.“

Damit wurde eine Variante diskutiert, die bereits vor drei Jahren von Otto Kurz vorgeschlagen worden war. Wie berichtet, hatte der Stadtplaner einen Verbindungsweg für Fußgänger von der Moserpassage über den Haberplatz rauf zur Waitzinger Wiese vorgelegt. Auch für den Weg neben der Susanna-Waitzinger-Straße hatte er konkrete Pläne gezeichnet. Doch Ende 2015 stockte das Projekt. Hauptstreitpunkt war der Zickzack-Weg, der den Hang hinunter zum ehemaligen AOK-Gelände zerschnitten hätte. Dieser Umweg war notwendig, um das Gefälle auf ein barrierefreies Niveau von maximal sechs Prozent zu senken. Die Barrierefreiheit wiederum war erforderlich, um bei der Städtebauförderung bis zu 60 Prozent Zuschüsse für das rund 160 000 Euro teure Projekt zu bekommen.

Das nun ins Auge gefasste Projekt ist deutlich billiger. Die Kosten für den Weg liegen bei rund 40 000 Euro – wegen der nicht erreichten Barrierefreiheit allerdings ohne Förderung. Hinzu kommt wohl derselbe Betrag für die Verlängerung des Wegs entlang der am Verbindungsstück parkenden Fahrzeuge bis zum Habererplatz.

Der Bauausschuss sprach sich gegen die Stimmen der beiden stellvertretenden Bürgermeister Paul Fertl (SPD) und Michael Lechner (FWG) für den Wegebau mit anschließender, vielleicht auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgender Verlängerung aus. Entscheiden muss jedoch der Stadtrat.

ddy

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