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Es geht los: Die Arbeiten zum Abriss und Neubau der Miesbacher Johannisbrücke haben begonnen. Auch die Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer ist mittlerweile eingerichtet.

Stadt zufrieden mit Baustellen-Beginn

Eine Woche Brückensperrung: Mehr Verkehr, aber kein Chaos

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Die erste Woche ohne die Johannisbrücke hat die Stadt Miesbach bereits überstanden. Das Fazit fällt gut aus: Die erwartete Belastung für den Verkehr ist eingetreten – aber auch nicht mehr.

Miesbach – „Wir liegen absolut im Zeitplan“, sagt der städtische Tiefbautechniker Jürgen Brückner, der das Projekt koordiniert. Es habe die normalen Anlaufschwierigkeiten gegeben, aber seit zwei Tagen sei alles eingespielt. „Einige wussten nichts von der Brückensperrung, und ein paar wollten nichts davon wissen.“ Dass mit dem „Wegfall der Hauptverkehrsader“ ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Innenstadt einhergeht, sei jedoch absehbar gewesen.

Die Baustelle ist laut Brückner eingerichtet und zeitlich voll im Soll: „Die ersten Abbrucharbeiten wurden bereits vorgenommen.“ Die Asphaltschicht sei bereits entfernt worden, dann gehe es weiter mit dem Setzen der Eisenpfähle als Fundament. Seit mittwoch ist zudem die Behelfsbrücke für Fußgänger und Radler freigegeben.

Die Rückmeldung aus der Bevölkerung nimmt Brückner als überwiegend positiv wahr. „Vor allem aus der benachbarten Bergwerkstraße haben wir Lob bekommen.“ Weniger schön seien jedoch einige wenige Vorfälle gewesen, bei denen Bauarbeiter beschimpft worden seien. Beleidigendes oder gar gefährdendes Verhalten will die Stadt nicht tolerieren, wie Brückner betont: „Da schreiten wir ein – wenn es sein muss auch mit der Polizei.“

Diese ist mit dem Verlauf der ersten Woche durchaus zufrieden, wie Alfred Christl, Verkehrssachbearbeiter der Miesbacher Inspektion, berichtet: „Es gab keine Beschwerden und keine Unfälle im fließenden Verkehr.“ Zwar habe die Verkehrsdichte zugenommen, jedoch könne dies auch mit der gesperrten A8-Ausfahrt Holzkirchen-Süd zusammenhängen. „Die Ausfahrt Weyarn dient ja in Richtung Tegernseer Tal als Ersatzausfahrt.“

Auch für die Geschäftsleute der Innenstadt dürfte die erste Woche ohne Johannisbrücke verschmerzbar gewesen sein. Wie Uschi Liebhardt, stellvertretende Vorsitzende des gewerbeverbands GWM und Ladeninhaberin am Marktplatz, auf Nachfrage unserer Zeitung berichtet, mache aus ihrer Sicht dem Einzelhandel mehr das schlechte Wetter zu schaffen. „Die Stimmung ist nicht schlecht“, sagt sie. „Der Neubau wird von den Leuten akzeptiert.“ Ein Trend lasse sich aber erst nach ein paar Wochen zeichnen. Wichtig sei, dass die Verkehrsführung gut gestaltet worden sei. „Die Beschilderung funktioniert. Die Leute finden uns.“  ddy

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