1. Startseite
  2. Lokales
  3. Miesbach
  4. Miesbach

Großeinsatz an Gymnasium Miesbach: Mehrere Schüler mit Atembeschwerden in der Umkleide - Ursache unklar

Erstellt:

Von: Dieter Dorby

Kommentare

Turnhalle des Miesbacher Gymnasiums
Vor der Turnhalle des Miesbacher Gymnasiums ist auch die Tegernseer Feuerwehr eingetroffen. © Thomas Plettenberg

Viel Aufregung herrschte am Donnerstag am Gymnasium Miesbach. Mehrere Schülerinnen mussten ins Krankenhaus, nachdem sie in der Turnhallen-Umkleide über Reizhusten und Übelkeit geklagt hatten.

Update, 18.40 Uhr: Welche Substanz genau zu Beginn der fünften Stunde in der Turnhalle des Miesbacher Gymnasiums bei den Mädchen zweier fünfter Klassen für starken Reizhusten und Übelkeit gesorgt hatte, war am Donnerstag nicht zu klären. Obwohl ein Großaufgebot an Rettungsdiensten – sechs Rettungswagen, drei Notärzte und sechs Schnelleinsatzgruppenfahrzeuge – sowie Feuerwehr, Polizei und Landratsamt vor Ort waren. Wie Christian Redl, stellvertretender Leiter der Inspektion Miesbach, berichtet, litten mehrere Schülerinnen in der Umkleide plötzlich unter – teils massiven – Atembeschwerden. Die Schule alarmierte umgehend die Leitstelle. Zwischenzeitlich wurden sechs der verletzten Kinder zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert. 16 weitere, die über leichte Atemwegreizungen klagten, wurden in der Schule von Ärzten und dem Rettungsdienst versorgt. Lebensgefahr bestand glücklicherweise nicht.

Neben einem Behandlungsplatz, an dem die betroffenen Kinder von mehreren Notärzten versorgt wurden, richteten das BRK und die Polizei eine Betreuungsstelle für die unverletzten Schüler und die verständigten Eltern in der Schule ein. Der Gefahrguttrupp des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd und die von der Feuerwehr Miesbach nachalarmierten Feuerwehren aus Hausham und Tegernsee, die über spezielle Messgeräte zur Erkennung von Gefahrstoffen verfügen, konnten bei den unter Atemschutz durchgeführten Messungen in der Turnhalle und den Umkleidekabinen keine ursächlichen Stoffe feststellen. Gegen 14 Uhr wurde Entwarnung für den Turnhallenkomplex gegeben – der Einsatz vor Ort wurde schrittweise beendet.

Ähnlicher Fall bereits Mitte Dezember

Die weiteren Ermittlungen zur Ursache stehen noch aus und werden von der Polizeiinspektion Miesbach übernommen. Auch Schulleiterin Claudia Reiserer und Konrektor Markus Gamperling sind interessiert daran, dass der Vorfall aufgeklärt wird – sie bitten um Mithilfe der Schüler. Zumal es Mitte Dezember bereits einen ähnlichen Fall gab. Damals waren am Ende der sechsten Stunde zwei Mädchen betroffen – aus derselben Klasse. Zunächst vermutete man Überanstrengung – bis jetzt. Nun wolle man vorsichtig den Betrieb wieder aufnehmen.

Zweiter Fall im Vorfeld: Mädchen klemmt sich Hand ein

Dabei war es Glück, dass die Miesbacher Feuerwehr zuvor bereits vor Ort war. Grund war ein vorheriger Unfall in einem Klassenzimmer. Eine Siebtklässlerin hatte – wohl, weil ihr kalt war – die Hand zwischen zwei Rippen der Heizung gesteckt. Als sie die Hand später wieder herausziehen wollte, steckte sie fest. Durch die Wärme war die Hand etwas angeschwollen, zudem hatte sie einen Ring am Finger. Die Feuerwehr musste mit einem Spreizer das Mädchen befreien. Die Heizung sei nun etwas verbogen, berichtet Vize-Schulleiter Gamperling, „aber sie leckt nicht.“

Update vom Freitag, 14. Januar, 17.45 Uhr: Den Schülern am Gymnasium Miebsach, die am Donnerstagmittag aus bislang ungeklärter Ursache in der Turnhalle plötzlich Atembeschwerden bekommen haben, geht es wieder gut. Wie Schulleiterin Claudia Reiserer auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, sei nur ein kleiner Teil über Nacht im Krankenhaus geblieben. Die meisten hätten am Freitag wieder den Unterricht besucht. Wie berichtet, mussten sechs Schüler ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem sie in der Umkleide der Turnhalle plötzlich über Reizhusten und Übelkeit geklagt hatten. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste machten sich neben der betreuung der betroffenen Fünftklässler auf die Ursachensuche, blieben aber erfolglos. Die Polizei Miesbach ermittelt weiter. Reiserer hat zudem einen Brief an die Eltern der beiden betroffenen fünften Klassen geschrieben, in dem sie zu dem Vorfall noch mal Stellung nimmt.

Einsatz Gymnasium Miesbach
Mehrere Feuerwehren und der Rettungsdienst wurden zum Gymnasium Miesbach gerufen. © Thomas Plettenberg

Update vom Donnerstag, 13. Januar, 14,30 Uhr: Es ist eine unklare Lage, mit der sich die Polizei sowie mehrere Feuerwehren und Rettungsdienste aus dem Landkreis auf dem Schulcampus in Miesbach konfrontiert sehen. Wie Christian Redl, stellvertretender Leiter der Inspektion Miesbach, gegenüber unserer Zeitung berichtet, haben mehrere Schülerinnen in der Umkleidekabine der Turnhalle auf einmal unter - teils massiven - Atembeschwerden und Reizhusten gelitten.

Die Schule setzte umgehend einen Alarm ab - mehrere Rettungsdienstfahrzeuge und Feuerwehren rückten an. Sechs Schülerinnen wurden laut Redl ins Krankenhaus gebracht, 13 weitere - so der aktuelle Stand - haben lediglich leichtere Beschwerden. Lebensgefahr besteht glücklicherweise nicht. Die Eltern der betroffenen Kindern werden ebenfalls an der Schule betreut.

Die Ursache ist Redl zufolge unklar. Rettungsdienste und Feuerwehren machten sich mit ihrer Technik auf die Spurensuche, die noch anhält.

Erstmeldung vom Donnerstag, 13. Januar, 13.30 Uhr: Miesbach - Mehrere Feuerwehren und der Rettungsdienst wurden zur Turnhalle des Miesbacher Gymnasiums in die Kreisstadt gerufen. Ersten Erkenntnissen unserer Redaktion zufolge hatten mehrere Schülerinnen im Bereich der Turnhallen-Umkleide offenbar Reizhusten entwickelt.

Daraufhin wurde die Feuerwehr verständigt. Die Helfer rückten aus Miesbach und umliegenden Gemeinden an - und suchen nun nach der Ursache. Auch mehrere Rettungswagen sind vor Ort.

ddy

Alles aus Ihrer Region! Unser Miesbach-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Miesbach – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Kommentare