Abiturfeier, Gymnasium Miesbach
1 von 11
Der „Tag des Aufatmens“ ist gekommen: Schulleiter Rainer Dlugosch (l.) verabschiedete die 124 Abiturienten des Gymnasiums Miesbach. Verbunden mit dem Wunsch, dass sie der Schulfamilie als „treue Ehemalige“ erhalten bleiben.
Abiturfeier, Gymnasium Miesbach
2 von 11
Theresa Baumann zeigte ihr Können an der Harfe.
Abiturfeier, Gymnasium Miesbach
3 von 11
Die Schüler der Q11 übernahmen das Catering.
Abiturfeier, Gymnasium Miesbach
4 von 11
Die glücklichen Schüler und ihre Familien.
Abiturfeier, Gymnasium Miesbach
5 von 11
Die glücklichen Schüler und ihre Familien.
Abiturfeier, Gymnasium Miesbach
6 von 11
Die glücklichen Schüler und ihre Familien.
Abiturfeier, Gymnasium Miesbach
7 von 11
Die glücklichen Schüler und ihre Familien.
Abiturfeier, Gymnasium Miesbach
8 von 11
Die glücklichen Schüler und ihre Familien.

Notenschnitt von 2,36

Miesbacher Abiturienten feiern Abschluss - alle Bilder

  • schließen

Sie haben es geschafft. Freudestrahlend haben die 124 Absolventen des Gymnasiums Miesbach bei der Abitur-Feier in der Aula ihre Zeugnisse entgegengenommen. Alle haben bestanden.

Miesbach – Der Wunsch nach Freiheit war groß. So groß, dass ihn die Absolventen des Gymnasiums Miesbach sogar in ihr Abi-Motto aufgenommen hatten: „Abi’n looking for freedom“ – frei übersetzt: Ich habe nach Freiheit gesucht. „Euer Wunsch kommt genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Schulleiter Rainer Dlugosch bei seiner Rede in der Aula, ehe er den Abiturienten ihre Zeugnisse überreichte. „Jetzt seid ihr reif, euren eigenen Lebensplan aufzustellen.“

Dass sie das Rüstzeug dazu mitbringen, haben die Schüler bei den Prüfungen gezeigt. 124 waren angetreten, 124 haben bestanden. Mit einem Gesamtschnitt von 2,36 sogar überdurchschnittlich gut, wie Dlugosch stolz hervorhob. Damit hätten sich die Abiturienten ihren großen Traum erfüllt. „Auch wenn mancher erst kurz vor den Prüfungen aufgewacht ist“, fügte der Schulleiter launig hinzu.

Nun gelte es, die Freiheit zu nutzen. So wie der Hirte Santiago aus dem Roman „Der Alchemist“ des brasilianischen Schriftstellers Paulo Coelho. Der habe – wie die Abiturienten – seine Schäfchen ins Trockene gebracht, erklärte Dlugosch. Und doch habe er sich in die Wüste hinausgewagt. Das, meinte der Schulleiter, sollten auch die Absolventen tun. „Das Leben hilft denen, die bereit sind, ihren Träumen zu folgen.“

Die Zeit dazu sei kurz, fügte Landrat Wolfgang Rzehak schmunzelnd an. Bald kämen der Beruf und die Familie. „Dann hat man gar keine Freiheiten mehr.“ Dennoch erinnerte Rzehak daran, dass das Glück nicht nur in Australien warte, sondern auch im Landkreis Miesbach. „Wir brauchen euch und wir wollen euch“, sagte er. Auch Miesbachs Zweiter Bürgermeister Paul Fertl wünschte sich das „Feuer der Jugend“ und die „kreative Unruhe“ in den Städten und Gemeinden. „Mischt euch ein“, forderte er die Absolventen auf.

Egal wohin ihre Reise in die Freiheit die Abiturienten führt: Mit ihren am Gymnasium Miesbach erworbenen Talenten hätten sie einen „Kompass“ in der Hand, der sie durch die schnelllebige Zeit führe, sagte Uwe Dietrich, Vorsitzender der Freunde und Förderer des Gymnasiums. Gewissermaßen für das Handgepäck überreichte er den Ex-Schülern ein leeres Notizbuch. „Das könnt ihr nun mit euren Träumen füllen“, erklärte Dietrich.

Dass die Abiturienten ein paar davon schon in der Schule ausleben konnten, zeigten die Musikeinlagen von Theresa Baumann an der Harfe und Xaver Rieder am Klavier. Zusammen mit dem frischen Sommerwind, der durch die geöffneten Türen der Aula wehte, war das in den Reden oft genannte Freiheitsgefühl nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren.

Die Abiturienten selbst jedenfalls treten ihre Reise frohen Mutes an. „Wir können unsere Schule mit einem Lächeln verlassen“, versicherten vier Absolventinnen bei ihrer heiteren Abschlussrede. Irgendwohin würden alle Wege führen, auch wenn sie manchmal steinig und schwer seien. Dass sich die Mühe lohnt, haben sie mit ihren bestandenen Prüfungen erfahren. Und sie wollen sich nicht lange ausruhen: „Der Gipfel ist noch nicht erreicht.“ Aber immerhin ein großes Etappenziel auf dem Weg in die Freiheit.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

Miesbach
„Man ist froh, dabei zu sein“
Seit Monaten bereiten sich die Darsteller des Volkstheaters im Miesbacher Trachtenverein auf das Stück „Die Rumplhanni“ von Lena Christ vor. Nun steht der große Tag kurz …
„Man ist froh, dabei zu sein“
Schwerer Unfall auf B 13: Fünf Verletzte, ein ausgebranntes Auto
Fünf Verletzte und ein ausgebranntes Auto: Ordentlich gekracht hat es am Sonntagnachmittag auf der B13 zwischen Bad Tölz und Lenggries. 
Schwerer Unfall auf B 13: Fünf Verletzte, ein ausgebranntes Auto
Miesbach
Kein Pardon an der Ehrentribüne: Hier macht ein Feuerwehrler vom Tegernsee Söder nass
Stadt und Feuerwehr Miesbach haben einen denkwürdigen Jubiläumstag erlebt. Auch Ministerpräsident Markus Söder wird den Festzug nicht vergessen - er hat eine Dusche …
Kein Pardon an der Ehrentribüne: Hier macht ein Feuerwehrler vom Tegernsee Söder nass
„O‘zapft is“ in der Abendsonne: Miesbacher Volksfest ist gestartet
Pünktlich zum Anstich kam die Sonne heraus. Mit vier Schlägen zapfte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz das Miesbacher Volksfest an. Wir waren im Zelt dabei.
„O‘zapft is“ in der Abendsonne: Miesbacher Volksfest ist gestartet

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.