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Bald keine leeren Schaufenster mehr: Die Läden in der Fraunhoferstraße in Miesbach sind allesamt vergeben.

Leerstand ab Dezember Geschichte

Endlich: Keine leeren Schaufenster mehr in der Fraunhoferstraße

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Der Leerstand an der Miesbacher Frauenhoferstraße ist Geschichte. Ab Dezember sind wieder alle Läden vergeben. Möglich machen das zwei Umzüge.

Miesbach – Rein von der Lage her betrachtet, ist die Fraunhoferstraße Miesbachs Einkaufsmeile Nummer eins. Dennoch waren zuletzt immer wieder leere Schaufenster in der Verbindung zwischen Marktplatz und Rathausstraße zu beobachten. Dieses Bild gehört bald der Vergangenheit an. Ab Dezember sind wieder alle Läden vergeben.

Möglich macht dies eine Rochade: Brunners Vinothek ist vor Kurzem vom Haus in der Fraunhoferstraße 9 in den früheren Uhrenladen Blank am Marktplatz gezogen. In die Räume des Wein- und Spezialitätenhandels wird dafür Schuhmacher Ralf Wieland einziehen, der bislang an der Kirchgasse seinen Laden mit Werkstatt hatte.

Auslöser für die beiden Umzüge war letztlich eine glückliche Fügung. Mehr oder weniger durch Zufall sei er mit seinen neuen Vermietern ins Gespräch gekommen, erzählt Vinothek-Inhaber Michael Brunner. In dem Laden, der nach dem Auszug von „Süß und Kreativ“ gut eineinhalb Jahre leer gestanden habe, habe er nun mit 90 Quadratmetern fast drei Mal so viel Fläche zur Verfügung wie an alter Stelle. Deshalb habe er auch sein Antipasti- und Weinsortiment erweitert, berichtet Brunner. „Die Lage ist eins A“, schwärmt er.

Das dachte sich auch Wieland, als er den Aushang an Brunners Ex-Laden sah. Nach auf den Tag genau fünf Jahren an der Kirchgasse sehnte sich der gebürtige Niedersachse nach einem Wechsel. „Wenn nicht gerade ein Gottesdienst stattfindet, ist da oben tote Hose“, sagt er über seinen bisherigen Standort.

An der Fraunhoferstraße habe er nicht nur mehr Platz für seine Werkstatt, sondern werde auch von den Kunden besser gefunden. Auch der historische Bezug passt: So beherbergte das „Stöcklschuster-Haus“ ehemals eine der „vornehmsten Schuhmachereien der Stadt“, wie es im Buch „900 Jahre Miesbach“ von Alexander Langheiter heißt.

Dank der vielen Schaufenster könnten ihn die Miesbacher künftig besser bei der Arbeit beobachten. „Man kann mir gewissermaßen auf die Finger schauen“, meint Wieland schmunzelnd. Damit hat er kein Problem: Durch seine Einsätze im Freilichtmuseum von Markus Wasmeier, bei denen er sein traditionsreiches Handwerk präsentiert, ist er Publikum gewohnt.

Sobald er seinen neuen Laden im Herzen der Innenstadt bezogen hat, will sich Wieland auch bei der Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM) einbringen – zum Beispiel bei Veranstaltungen wie dem 1000-Lichterglanz an diesem Samstag oder dem Weihnachtsgasserl. „Wenn du im Zentrum bist, bist du dabei.“

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