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Soll so bleiben, wie es ist: das Wohnhaus der WBG am Plutzerweg in Miesbach. 

Eigentümer: „Erstaunlich, wie solche Ideen aufkommen“

Erst 1995 gebaut: Bewohner fürchten Abriss dieses Mietshauses

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Die Bewohner des WBG-Hauses am Plutzerweg sind verunsichert. Sie wollen gehört haben, dass ihr Block abgerissen werden soll. Die WBG weist die Gerüchte klar zurück.

Miesbach/Hausham – Die Mieter im Wohnblock am Plutzerweg in Miesbach-Schweinthal sind verunsichert. Gerüchte geistern durch die Flure. Einige wollen gehört haben, der jetzige Eigentümer – die Wohnen, Bauen, Grund (WBG) mit Sitz in Hausham – werde ihr Zuhause an eine andere Immobilienfirma verkaufen. Andere Stimmen behaupten noch etwas schlimmeres: einen Abriss des Hauses im Jahr 2025 oder früher. Angeblich seien Baumängel aufgetreten, die diesen Schritt unausweichlich machen würden.

Auch im Miesbacher Rathaus hat man von den Sorgen der Mieter gehört, berichtet Bauamtsmitarbeiter Johannes Löw auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Stadt würde aber kein Bauantrag oder ähnliches vorliegen. Ein Neubau sei ohnehin nur unter Beteiligung der städtischen Gremien zu realisieren, betont Löw. „Wir haben da die Planungshoheit.“ Ohne die notwendigen Beschlüsse und Genehmigungsverfahren sei ein solches bauliches Eingreifen nicht möglich.

Dies steht aktuell auch nicht zur Debatte, teilt WBG-Geschäftsführer Bernhard Sautter auf Nachfrage mit. Der Wohnblock mit rund 20 Wohneinheiten am Plutzerweg sei erst 1995 errichtet worden. Kein Alter also, in dem man sich über einen Abriss Gedanken machen müsste. „Was in fünf, zehn oder 20 Jahren ist, kann heute natürlich niemand sagen“, sagt Sautter. Renovierungsarbeiten seien grundsätzlich immer möglich. Ein Neubau sei aber – Stand heute – kein Thema für die WBG. Einen möglichen Verkauf verweist Sautter fast schon ungläubig lachend ins Reich der Fabeln. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie solche Ideen aufkommen“, sagt er. „Wenn ich so ein Haus kaufen könnte, würde ich es tun.“

Woher die Gerüchte über den bevorstehenden Abriss stammen, kann sich der Geschäftsführer der WBG ebenfalls nicht erklären. Vielleicht aber haben sie etwas mit der Situation in Hausham zu tun. Wie berichtet, plant die WBG hier einen Ersatzneubau für die Mehrfamilienhäuser an der Alpenstraße 14 bis 18.

Die Ausgangslage ist hier aber eine ganz andere als in Miesbach. Die Wohnblöcke wurden in den 1960er-Jahren gebaut und sind damit deutlich älter als das Haus am Plutzerweg in Schweinthal. Weil sich eine Sanierung nicht mehr rentiert hätte, hat sich die WBG hier für einen Abriss und Neubau eines Gebäudes mit drei Vollgeschossen für 15 Wohnungen und Tiefgarage entschieden.

Die Genehmigungen würden bereits vorliegen, berichtet Sautter. Der Startschuss der Arbeiten soll im Frühjahr 2019 erfolgen. „Sobald es das Wetter zulässt“, sagt Sautter. Bis dahin müssen auch die Mieter umgezogen sein. Laut WBG sollen sie in der näheren Umgebung gut untergebracht werden.

Keine leichte Aufgabe, denn die Leerstände halten sich bei der großen Nachfrage nach Wohnraum in Grenzen. Laut Sautter kommt es aber immer wieder zu Fluktuationen. Die werde man nutzen, um allen Mietern der Alpenstraße eine angemessene Interimsbleibe zu schaffen. „Auch wenn die Wartelisten gigantisch lang sind.“

Lesen Sie auch: WBG-Neubau an Alpenstraße: Darum bekommen die Mieter keinen Keller

In rund zwei Jahren sollen die Bewohner wieder in ihr dann neues altes Zuhause umziehen können. Einen genauen Zeitplan möchte Sautter nicht nennen. „Da bin ich mittlerweile vorsichtig“, sagt er. Etwas genauere Vorstellungen hat er bei der Aufstockung des WBG-Wohnhauses an der Tegernseer Straße. Wie berichtet, wird hier das Dach um 1,22 Meter angehoben, wodurch aus zwei Vollgeschossen drei werden und Platz für vier weitere Wohnungen entsteht. Die Arbeiten stehen quasi vor der Tür, sagt Sautter. „Nächste Woche geht es los.“

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