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Wie in einem Möbelhaus: Inge Jooß und Wolfgang Mai kümmern sich um die Verwaltung der Spenden für Asylbewerber im Miesbacher Krankenhaus.

„Manche verwechseln das mit dem Wertstoffhof“

Erst fragen, dann liefern: Asyl-Helfer bitten Möbelspender um Einsicht

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Das Asyl-Spendenlager im Alten Krankenhaus in Miesbach hat geschlossen. Doch so mancher stellt seinen alten Hausrat trotzdem einfach vor der Tür ab. Die Helfer rufen um Hilfe.

Miesbach – Man tut etwas Gutes und spart ganz nebenbei noch die Entsorgungsgebühren auf dem Wertstoffhof: Das Angebot, ausrangierte Möbel und nicht mehr benötigte Haushaltsgegenstände an Asylbewerber zu spenden, haben viele Miesbacher gerne in Anspruch genommen. Durch die Schließung des Zwischenlagers im Alten Krankenhaus müssen sie sich jetzt aber auf ein neues System umstellen – und das fällt offenbar nicht so leicht. „Leider laden manche ihre Fracht einfach vor der Tür im Freien ab“, schreiben die ehrenamtlichen Helfer in einer Pressemitteilung.

Wie berichtet, wurde der Umschlag in der Vergangenheit von zwei Miesbacher Rentnern organisiert. So habe man die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage ausgleichen können. „Dass Flüchtlinge mit Bleiberecht eine eigene Wohnung beziehen können, geschieht leider seltener, als dass Hausrat angeboten wird“, teilen die Helfer mit. Weil die beiden Miesbacher ihre Arbeit aus Altersgründen niederlegen mussten, bislang aber keine Nachfolger gefunden wurden, habe man die regelmäßigen Öffnungszeiten des Lagers sowie den Hol- und Bringdienst nicht mehr aufrechterhalten können. „Diese Tatsache“, so die Helfer, „hat sich aber noch nicht so recht herumgesprochen.“

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Immer wieder würden „freundliche Zeitgenossen“ mit ihren Möbeln zum Alten Krankenhaus fahren und sich dort über die verschlossene Tür ärgern. Anstatt den Hausrat, wie auf dem Zettel beschrieben, wieder mitzunehmen, würden die Spender ihre „Lieferung“ einfach vor dem Eingang zurücklassen. „Bei so manchem Stück mussten wir dann feststellen, dass hier jemand das Spendenlager mit dem Wertstoffhof verwechselt hat“, schreiben die Helfer. Der liege zwar nur wenige Hundert Meter weit entfernt, würde aber eben Entsorgungsgebühren verlangen.

Um die Problematik zu entschärfen, haben sich die Helfer nun ein neues System ausgedacht. Sie prüfen vorher durch ein Umfragesystem in allen Helferkreisen, ob und wo die Gegenstände gebraucht werden. Damit könne der Bedarf ohne Umweg gedeckt werden. Voraussetzung ist, dass sich potenzielle Spender vorab melden. Am besten in Form einer E-Mail mit Foto und Maßen des abzugebenden Stücks. Die Kontaktadressen lauten ingejoo@gmx.de sowie wolfgangangela.mai@t-online.de. Nach Vereinbarung ist auch weiterhin eine Einlagerung möglich – allerdings eben in begrenztem Umfang.

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Das Spendenlager im ehemaligen Kloster in Miesbach ist von der Schließung des Krankenhauses nicht betroffen. Hier können alle leicht tragbaren Artikel wie Kinderkleidung, Bettwäsche oder kleinere Küchengeräte zu den bekannten Öffnungszeiten (dienstags von 10 bis 12 Uhr und freitags von 16 bis 18 Uhr) abgegeben werden.

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