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Mieter gesucht: Der Eigentümer des Grundstücks, auf dem zuletzt das Autohaus Kathan beheimatet war, sucht derzeit einen Nachfolger für das leer stehende Gebäude. Die Pläne für einen Neubau gibt es aber weiterhin.

Das sagen Eigentümer und Architekt

Ex-Autohaus soll vermietet werden: Neubau-Plan vom Tisch?

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Kaum ist das Autohaus Kathan ausgezogen, wird ein neuer Mieter für das Gebäude zwischen Münchner Straße und Windfeld in Miesbach gesucht. Sind die Neubaupläne etwa vom Tisch?

Miesbach – Dort, wo früher Autos parkten, hängen jetzt mehrere Plakate. „Zu Vermieten“, ist darauf zu lesen. Nicht nur die Kunden des Autohauses Kathan, das hier bis 2017 beheimatet war, dürfte dies wundern. Hatte es doch stets geheißen, dass das Gebäude mit Ausstellungshalle und Werkstatt zwischen Münchner Straße und Windfeld in Miesbach einem neuen Wohn- und Geschäftshaus weichen soll. Die erforderliche Bebauungsplanänderung hat der Bauausschuss im Sommer ins Verfahren geschickt (wir berichteten). Wie passt da das Mietangebot ins Bild? Manche Miesbacher mutmaßen schon, der Vorhabensträger habe seine Pläne über den Haufen geworfen.

„Geredet wird viel“, sagt der Eigentümer des Grundstücks auf Nachfrage unserer Zeitung. Tatsächlich sei die Vermietung des Objekts aber lediglich eine „Übergangslösung“. An den ursprünglichen Plänen habe sich nichts geändert. „Das geht alles seinen Gang.“ Architekt Joachim Staudinger bestätigt das. Sobald die Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung des geänderten Bebauungsplans eingegangen seien, werde man diese abarbeiten. Wie viel Zeit dies in Anspruch nimmt, lasse sich erst sagen, wenn alle Schriftstücke vorliegen würden, so Staudinger.

Im Rathaus hat man sich schon einen ersten Überblick verschafft, berichtet Bauamtsleiter Lutz Breitwieser. So hätten sich im Zuge der Auslegung der Pläne Dinge ergeben, die eine genauere Prüfung erfordern würden. Zwei Punkte seien dabei von besonderem Interesse. Zum einen sei eine Stellungnahme aus der Nachbarschaft des Grundstücks eingegangen, in der die Frage aufgeworfen wird, wie sich die Umwandlung des Gewerbegebiets in ein Urbanes Gebiet auf künftige Entwicklungen von benachbarten Betrieben auswirkt. Zu klären sei, ob es da zu Kollisionen kommen könne, erklärt Breitwieser.

Punkt Nummer zwei ist eine noch ausstehende Stellungnahme zu möglichen Altlasten im Boden des Grundstücks. Bislang sei dazu aber nichts bekannt, betont Breitwieser. Folglich will der Bauamtsleiter auch keine Prognose über den Ausgang des Verfahrens wagen. „Es heißt aktuell weder Ja noch Nein“, sagt er.

Weitgehend sicher ist, was nach dem Abriss auf dem gut 3500 Quadratmeter großen Grundstück entstehen soll. Wie berichtet, sieht Staudingers Entwurf einen Baukörper für 22 bis 26 Wohnungen vor. Die 57 Parkplätze sollen in einer Tiefgarage nachgewiesen werden. Im Erdgeschoss Richtung Münchner Straße ist zudem eine Gewerbefläche von 300 Quadratmeter mit 23 oberirdischen Stellplätzen geplant. Im Vergleich zum Altbestand sollen nur noch 1700 statt 2000 Quadratmeter Fläche überbaut werden.

Wann die Bagger anrollen, hängt laut Staudinger von der Dauer des laufenden Verfahrens ab. Ziel sei aber ein Baubeginn Mitte des Jahres. „So bald, wie es eben geht.“ Dass das Gebäude in der Zwischenzeit vermietet werden soll, kann der Architekt gut nachvollziehen. „Es gibt bestimmt jemanden, der da drin ein halbes Jahr lang was verkaufen will.“

Das Autohaus Kathan verkauft seine Autos nach dem Ende des Pachtvertrags mittlerweile ausschließlich im Stammhaus in Bad Wiessee. Wie berichtet, wollte das Unternehmen zuerst von Miesbach nach Weyarn umziehen, doch die Grundstücksverhandlungen scheiterten.

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