+
Die Stimmung beim Public Viewing des Technischen Hilfswerks in Miesbach ist gut. Trotzdem wünscht sich der Ortsbeauftragte Siegfried Faltlhauser mehr Resonanz. 

Veranstalter im Interview: "Wäre schön, wenn mehr Leute da wären"

EM-Public Viewing: Viel weniger los als bei WM

Miesbach - Die EM läuft, das Technische Hilfswerk in Miesbach bietet - wie auch schon während der WM - Public Viewing an. Bisher ist der Zuspruch allerdings gering. 

Die Europameisterschaft ist in vollem Gange, die deutsche Nationalmannschaft steht inzwischen im Viertelfinale. Trotzdem, ein Fußballfieber wie beispielsweise während der vergangenen Weltmeisterschaft ist bislang allem Anschein nach nicht aufgekommen. Wir haben beim Ortsverband des Technischen Hilfswerks in Miesbach nachgefragt. Dort wird Public Viewing angeboten. Der Ortsbeauftragte Siegfried Faltlhauser (53) spricht über Besucherzahlen, die Stimmung und künftige Veranstaltungen.

Herr Faltlhauser, allem Anschein nach ist bisher kein richtiges EM-Fieber ausgebrochen. Wie ist die Resonanz beim Public Viewing des THW in Miesbach? 

Faltlhauser: Da haben Sie die Nase im richtigen Wind. Der Aufwand, den wir betreiben, ist relativ groß. Deswegen wäre es schön, wenn ein paar mehr Leute da wären. Am Sonntag (beim Achtelfinalspiel der deutschen Mannschaft gegen die Slowakei, Anm. d. Red.) war die Stimmung nach dem frühen Tor aber schon sehr gut. 

Woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass der Funke noch nicht so richtig übergesprungen ist? 

Faltlhauser: Ich denke, das liegt vorwiegend am Wetter. Wenn es nass und kalt ist, bleiben die meisten zu Hause. Obwohl wir die Halle heizen. Bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren war die Stimmung wesentlich besser. Damals gab es ständig Autokorsos. Am Sonntag sind zwar ein paar Leute Korso gefahren, das waren aber wirklich nur ein paar Autos. Das war dann auch relativ schnell wieder vorbei. Ich hoffe, dass das Ergebnis vom Sonntag die Leute vom Kanapee lockt. Die Stimmung hier ist schon eine ganz andere als daheim, das ist fast wie im Stadion. 

Rechnen Sie jetzt, da die DFB-Elf im Viertelfinale steht, mit mehr Zuspruch? 

Faltlhauser: Ich schätze schon, dass ein paar mehr kommen. Am Sonntag waren 120 Leute da, im zweiten Gruppenspiel gegen Polen waren es immerhin 150. Es könnten aber definitiv noch mehr sein. Das Viertelfinale ist ein Samstagsspiel. Das heißt, man kann am Sonntag ausschlafen. Wenn jetzt das Wetter noch mitspielt, dann ist alles angerichtet. 

Diejenigen, die zu Ihnen zum Public Viewing kommen, sind das immer die Gleichen? 

Faltlhauser: Es ist schon so, dass wir viele Gesichter bei jedem Spiel sehen. Wir haben auf gut deutsch also so eine Art Stammpublikum. Es waren bisher aber auch jedes Mal neue Gesichter dabei. 

Werden Sie angesichts des bisherigen Zuspruchs auch beim nächsten Großereignis wieder Public Viewing anbieten? 

Faltlhauser: Wir wollen das auf jeden Fall wieder machen. Unser Ziel ist es, die Veranstaltung als feste Einrichtung zu etablieren. Und zwar so, dass die Leute automatisch fragen: Macht Ihr das wieder? Die Gäste, die wir bisher hier hatten, waren nämlich alle rundum zufrieden. Es gab keinerlei Beschwerden. Grundsätzlich sind wir für Anregungen aber offen.

Das Gespräch führte Bastian Huber

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das Tiroler Stüberl wird ein Basislager für Bergenthusiasten
Das Tiroler Stüberl am Sudelfeld wird komplett umgebaut. Daraus entsteht der Mountain Club Bayrischzell mit innovativem Konzept. Johannes Rabl von der Firma Latona hat …
Das Tiroler Stüberl wird ein Basislager für Bergenthusiasten
Pünktlich zum Sommer: Neues im Strandbad
Das Schlierseer Strandbad ist gerüstet. Seit Christi Himmelfahrt hat die bei Bade- und Feierabend-Gästen beliebte Einrichtung geöffnet, und so haben die ersten schon die …
Pünktlich zum Sommer: Neues im Strandbad
Bürgerauto in Schliersee: Vorhaben kommt voran
In Schliersee soll es ab Sommer ein Bürgerauto geben. Das können dann die Bürger, aber auch Urlauber nutzen, um kleine Fahrten zu erledigen. Mitorganisator Philippe …
Bürgerauto in Schliersee: Vorhaben kommt voran
Der Tourismus spart sich zurück in die 1990er-Jahre
Statt unsere herrliche Landschaft und Kultur mit Leidenschaft touristisch zu vermarkten, schauen wir zu, wie uns andere überholen – selbst wenn sie nur einen Hügel und …
Der Tourismus spart sich zurück in die 1990er-Jahre

Kommentare