Gut für das Wohlbefinden, gut für die Umwelt: Das Stadtradeln hat heuer viele Menschen zum Radfahren motiviert. Unsere Aufnahme entstand am Tegernsee.
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Gut für das Wohlbefinden, gut für die Umwelt: Das Stadtradeln hat heuer viele Menschen zum Radfahren motiviert. Unsere Aufnahme entstand am Tegernsee.

Endgültige Bilanz liegt vor

Fast neunmal um die Welt geradelt: So erfolgreich war das Stadtradeln 2021 im Landkreis Miesbach

  • Dieter Dorby
    VonDieter Dorby
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Landkreis – Das Stadtradeln 2021 ist schon seit zwei Wochen beendet, doch nun liegt auch die endgültige Bilanz vor. Wie berichtet, hatten die Teilnehmer bis zum vergangenen Freitag Zeit, ihre geradelten Kilometer auf www.stadtradeln.de einzutragen. Und diese Zahlen können sich auf jeden Fall sehen lassen.

Insgesamt waren 1725 aktive Teilnehmer landkreisweit registriert – 129 Teams waren am Start. Die Kilometerleistung entspricht einer CO2-Ersparnis von 53 Tonnen sowie mit 357 637 Kilometern einer 8,9-fachen Erdumrundung.

Ganz vorne im Ranking der teilnehmenden Kommunen liegt Holzkirchen. Die Marktgemeinde kommt bei 588 Aktiven in 33 Teams auf 142 579 Kilometer, was wieder 21 Tonnen CO2 entspricht. Auf Platz zwei folgt Miesbach mit 370 Aktiven in 16 Teams mit 67 511 Kilometern und zehn Tonnen vor Otterfing mit 170 Aktiven in zwölf Teams mit 31 831 Kilometern und fünf Tonnen und Hausham mit 155 Aktiven in 16 Teams mit 30 610 Kilometern und vier Tonnen.

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Auf den weiteren Plätzen folgen Weyarn mit 102 Aktiven in acht Teams mit 21 779 Kilometern und drei Tonnen vor Bad Wiessee mit 98 Aktiven und 14 Teams mit 17 813 Kilometern und drei Tonnen, Gmund mit 95 Teilnehmern in zehn Teams mit 13 685 Kilometern und zwei Tonnen und Rottach-Egern mit 45 Aktiven in fünf Teams mit 11 916 Kilometern und zwei Tonnen.

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Die übrigen Kommunen des Landkreises haben sich nicht am Stadtradeln beteiligt. Deren Bürger hatten jedoch die Möglichkeit, über den Landkreis bei der Aktion mitzumachen. Diese insgesamt 102 Teilnehmer kamen immerhin auf 19 913 Kilometer und drei Tonnen CO2.

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Für Klimaschutzmanagerin Antonia Rüede-Passul am Landratsamt sind diese Ergebnisse sehr erfreulich: „Wir haben dreimal so viele Kilometer geschafft wie 2020. Das ist ganz schön stark.“ Im Oberland-Vergleich liegt der Landkreis damit auf Platz zwei hinter dem Kreis Weilheim-Schongau mit über 500 000 Kilometern.

Bessere Resonanz erzeugt

Dass das Stadtradeln sich diesmal einer solchen Resonanz erfreuen durfte, liege zum einen daran, dass der Teilnahmezeitraum für den gesamten Landkreis nicht mehr im Oktober lag, sondern diesmal auf 19. Juni bis 9. Juli vorverlegt worden war. Aber auch das Bewusstsein der Menschen sei vielleicht größer geworden. „Immerhin hat das Radfahren durch die Corona-Pandemie einen Aufschwung erlebt.“ Und da man bewusst E-Bikes nicht ausgeschlossen habe, konnten auch weniger gut Trainierte mitmachen. Und vielleicht hat ja das eine oder andere neu angeschaffte Rad für zusätzliche Motivation gesorgt. Auch die Preise, die derzeit verteilt werden, können da ein Ansporn sein. So gibt es beim Landkreis mehrere Oberland-Cards zu gewinnen.

Neue Ziele für 2022

Ziel ist es nun, dieses Ergebnis 2022 noch mal zu toppen. Dazu wäre es hilfreich, wenn sich mehr Kommunen beim Stadtradeln beteiligen würden. Wie groß deren Einfluss ist, habe sich diesmal deutlich gezeigt. „Gerade weil wir als Landkreis keine eigenen Aktionen machen konnten, waren die Angebote in den Kommunen so wichtig“, stellt die Klimaschutzmanagerin fest, die das Event zusammen mit Mobilitätsmanagerin Mona Dürrschmidt, dem ATS-Radbeauftragten Tim Coldewey und den Koordinatoren in den Gemeinden organisiert hat. Gerade letztere hätten mit ihrem Engagement einen sehr wichtigen Beitrag geleistet.

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Wann der Aktionszeitraum laufen soll, steht noch nicht fest. „Den legen wir zusammen mit den anderen Landkreisen fest“, sagt Rüede-Passul. Dies geschehe aus Marketing-Gründen. „So erreichen wir die Leute von Garmisch-Partenkirchen bis Miesbach im selben Zeitraum mit denselben Plakaten.“

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Vor allem liegt es der Klimaschutzmanagerin am Herzen, dass sich auch außerhalb des Stadtradelns möglichst viele Menschen aufs Fahrrad setzen und dafür das Auto stehen lassen. Denn letztlich geht es ja darum, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

ddy

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