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Sebastian Grauvogl, Redakteur beim Miesbacher Merkur

Von Sebastian Grauvogl

Fatales Signal: Kommentar zur Miesbacher Stadtentwicklung

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Miesbach - Mit dem unerwarteten Richtungswechsel bei der Stadtentwicklung stößt Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz alle Beteiligten vor den Kopf, findet unser Autor. Warum, erklärt er im Kommentar.

„Diskussion über die eigene Zukunft“: Hätte es ein besseres Thema für den Stadtentwicklungsausschuss geben können? Die Beteiligten vor den Kopf zu stoßen, indem man einfach mal ein neues Planungsbüro aus dem Hut zaubert, ist dagegen ein fatales Signal seitens der Bürgermeisterin. Ein Richtungswechsel, der nicht nur für Orientierungslosigkeit, sondern auch für Frustration sorgt. Es ist richtig, dass es viele Fragen gibt: Warum ist die Ideenschmiede ins Stocken geraten? Braucht es einen neuen Impuls? Was bleibt von dem, was Citymanager Schorsch Danner angestoßen hat? All das wäre zu diskutieren gewesen. Nicht im Stadtrat, sondern zuerst mit denen, die in den vergangenen drei Jahren viel Zeit und Ideen eingebracht haben. Der Alleingang der Bürgermeisterin lähmt die Mitmachbereitschaft der Miesbacher – und erschwert damit letztlich einem neuen Büro ungewollt die Arbeit. Über Stagnation braucht sich dann niemand mehr wundern.

Hier der Bericht aus dem Stadtrat.

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