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Liberale Lösungsansätze in Sachen Baupolitik präsentierte Sebastian Körber (2.v.l.) bei einer Veranstaltung der Kreis-FDP, hier mit (v.l.) Antje Helmers, Ursula Lex, Martin Eberhard und Claus Fahrer.

Baupolitische Versäumnisse angeklagt

Wohngemeinschaften für Senioren, Singles und Asylbewerber

Landkreis - Bei einem Infoabend diskutiert die Kreis-FDP unter anderem über die Wohnungsknappheit. Auch die Herausforderungen durch Flüchtlinge sind dabei ein Thema.

Weg mit dem Königsteiner Schlüssel zur dezentralen Verteilung der angenommenen Asylbewerber – das war eine der zentralen Forderungen beim Infoabend „Asyl, Demographie, Wohnungsknappheit“, den der FDP-Kreisverband Miesbach kürzlich veranstaltet hat. In logischen Schlussfolgerungen verknüpfte der Gastreferent, Architekt Sebastian Körber, laut einer Pressemitteilung die baupolitischen Versäumnisse der vergangenen Jahre mit den hinzugekommenen Herausforderungen durch die Flüchtlingskrise und stellte liberale Lösungsansätze vor. Der frühere Bundestagsabgeordnete Körber ist unter anderem Vorsitzender im Bundesfachausschuss Bau der FDP.

Der Königsteiner Schlüssel regelt die Verteilung der Flüchtlinge je nach Steueraufkommen der Bundesländer, und er funktioniere nicht, so Körber. Es wäre wesentlich sinnvoller, die Verteilung nach Leerständen und Aufnahmebereitschaft zu regeln. Auch müsse man überlegen, ob es sinnvoll sei, die Residenzpflicht wieder einzuführen, um auch nach gegebenen Leerständen verteilen zu können.

Aber auch Demographie und mangelnde Weitsicht verschärften die derzeitige Wohnungsknappheit. So seien die meisten Wohnungen für drei bis fünf Personen ausgelegt. Bewohnt würden sie häufig nur von zwei beziehungsweise einer Person. Der Bedarf sei aber genau umgekehrt.

FDP-Kreisvorsitzende Ursula Lex riet in ihrem Schlussappell dazu, aus Wohngemeinschaften Vorteile zu ziehen. Senioren oder auf Hilfe angewiesene Menschen könnten mit Singles, Studenten oder Asylbewerbern zusammenwohnen und voneinander profitieren.

mm

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