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Feuerwerks-Verbot in Teilen Miesbachs: Polizei und Bauhof ziehen Bilanz

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Von: Sebastian Grauvogl

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Silvester, Müll, Bauhof, Miesbach
Beliebte Abschussrampe: Ganze Batterien an Pyrotechnik liegen am Neujahrsmorgen auf dem Habererplatz in Miesbach. Wegen der Verbotszonen an Stadt- und Marktplatz wichen offenbar etliche Böller-Fans hierhin aus. Bauhofmitarbeiter Karl Schober hatte daher auch heuer mit dem Beseitigen des Mülls einiges zu tun. © Andreas Leder

Erstmals galt in Teilen der Miesbacher Innenstadt ein Verbot von Feuerwerk. Ob sich die Bürger an die neuen Regeln gehalten haben, erklären Polizei und Bauhof.

Miesbach – Böller-Fans sind nicht ortsgebunden. Dieses Fazit lässt sich nach der Silvesternacht in Miesbach ziehen. Zwar haben sich die Bürger weitgehend an das brandschutzbedingte Feuerwerks-Verbot am Markt- und Stadtplatz gehalten, ganz auf Pyrotechnik verzichten wollten sie aber offenbar doch nicht. So wichen wohl einige von ihnen in andere Bereiche aus.

Das jedenfalls ist der Eindruck von Bauhofmitarbeiter Karl Schober, der sich am Neujahrsmorgen mit seinen Kollegen um die Beseitigung des Mülls von Krachern, Raketen und Batterien gekümmert hat. „Nicht so wild“ sei es in den Verbotszonen zugegangen. Das deckt sich mit dem Eindruck der Polizei. Wie ein Beamter auf Nachfrage mitteilt, seien beim Jahreswechsel zwei Streifen im Einsatz gewesen. Entsprechend einer Dienstanweisung habe man explizit auch am Markt- und Stadtplatz Ausschau nach Ordnungswidrigkeiten (also solche würde ein Verstoß gegen das Böllerverbot gewertet) gehalten. Eingreifen mussten die Polizisten nicht. Laut Auskunft der Frühschicht hätten sich die Leute gut daran gehalten.

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Andernorts hat Schobers Kehrmaschine jedoch eine Menge Futter bekommen. Besonders am Habererplatz und im Bereich der Schulen an der Münchner Straße sei „viel Zeug rumgelegen“, berichtet der Bauhofmitarbeiter. Er selbst verbrachte die Silvesternacht daheim am Kreuzberg. „Da haben sie geschossen wie die Geisteskranken“, sagt er. Erst um 1.30 Uhr sei es ruhiger geworden und er konnte ins Bett gehen. Mehr als fünf Stunden Schlaf waren ihm nicht vergönnt: Um 6.45 Uhr saß er schon in der Kehrmaschine.

sg

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