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Bei einer Infoveranstaltung im Grünen Zentrum in Holzkirchen stellten Behördenvertreter das Projekt vor. 

FFh-Gebiet Mangfalltal

Ein besonders schützenswerter Lebensraum

Landkreis - Zu Recht lässt das Mangfalltal Naturfreunden das Herz höher schlagen. Damit es so bleibt, ist es als FFH-Gebiet geschützt. Nun wird dafür ein Managementplan erstellt.

Die biologische Vielfalt unserer Natur zu erhalten, das ist das Ziel von Natura 2000 – einem zusammenhängenden Netzwerk von Schutzgebieten in europäischen Mitgliedstaaten. Errichtet wird dieses Netzwerk nach den Maßgaben der Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Richtlinie. Auch das Mangfalltal ist ein solches FFH-Gebiet. Es umfasst 1348 Hektar Fläche und erstreckt sich auf eine Länge von etwa 29 Kilometern entlang der Mangfall von Gmund bis nach Westerham (Kreis Rosenheim). Nun wurde der Startschuss für einen Managementplan gegeben. Im Grünen Zentrum in Holzkirchen standen Behördenvertreter den Grundbesitzern Rede und Antwort.

Erster Schritt des Managementplans ist die Kartierung, also die Bestandserfassung. „Je nach Zustand planen wir in einem zweiten Schritt Erhaltungsmaßnahmen“, erklärte dazu Daniela Janker vom Kartierteam Oberbayern. Eine solche empfohlene Maßnahme könnte beispielsweise sein, Totholz im Wald stehen zu lassen, erläutert Robert Wiechmann. Er ist als Beratungsförster Ansprechpartner für Waldbesitzer in den Gebieten Valley, Holzkirchen und Otterfing. Wiechmann betont, dass es geschützte Biotope schon jetzt gebe. Rechtlich ändere sich nichts. „Die Kartierung dient zur Dokumentation und liefert das konkrete Handwerkszeug für Schutzmaßnahmen.“ Für private Waldbesitzer sei die Umsetzung solcher Empfehlungen nicht zwingend, sie könnten aber sogar Zuschüsse dafür beantragen. Was auch jetzt schon gilt: das sogenannte Verschlechterungsverbot. Wer nicht weiß, was in seinem Besitz als schützenswert eingetragen ist, kann sich an den zuständigen Förster wenden. Vermittelnde Behörde ist das Grüne Zentrum in Holzkirchen.

Fertig sein soll der Managementplan in spätestens zwei Jahren. „Der Prozess soll transparent sein, und der fertige Plan wird öffentlich vorgestellt“, erklärt Wiechmann. Grundsatzdiskussionen über den Sinn von Naturschutz an sich seien aber nicht angebracht. Vielmehr sei es doch positiv, dass das Mangfalltal mit seinen besonderen Lebensräumen ein so herausragendes Gebiet sei.

Von Christine Merk

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