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Feierliche Verabschiedung: Kreishandwerksmeister Martin Heimgreiter (r.) und sein Stellvertreter Anton Lugauer (l.) beglückwünschten die Innungsbesten (v.l.) Sebastian Butz, Anton Baumgartner, Sophia Aumüller, Florian Heßlinger, Georg Waller, Florian Reßl, Nicole Riedel, Benedikt Minnich, Johannes Zerwes, Elias Kneißl und Andreas Hagn. 

Kreishandwerkerschaft  

Freisprechung: Wirtschaftsmacht bekommt Verstärkung

Die Handwerkerschaft ist um 179 Gesellen stärker. Im Saal des Waitzinger Kellers in Miesbach ging die Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Miesbach- Bad Tölz- Wolfratshausen über die Bühne.

Landkreis Kunstwerke, die das Leben schöner machen – die produziere das Handwerk. Doch das sei nach Worten des scheidenden SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Barthel längst nicht alles. „Freiheit ist immer ein Auftrag zu gestalten“, sagte Barthel in seinem Grußwort bei der Freisprechungsfeier. Ebenso wie der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan sandte er die Botschaft, dass die Politik günstige Rahmenbedingungen für das Handwerk schaffen wolle. Es war nicht der einzige Bogen, der zur Bundestagswahl gespannt wurde.

Fünfzig Jahre im gewählten Beruf lägen vor ihnen, sagte Radwan. Das Handwerk habe sich seit jeher dadurch ausgezeichnet, „dass es den Wandel gestaltet hat – Stichwort Digitalisierung“. Er bat: „Stellt Euch dem Wandel, gestaltet ihn mit.“ Und er schob nach: „Nehmt die Chancen wahr, die Euch die Welt, die Euch Europa bietet.“

Zu Blasmusik wurden Bilder von der Ausbildung auf die Leinwand projiziert und lieferten für die Gesellen Gelegenheit, darüber nachzudenken, was sie geschafft haben. Zugleich war es ein Einblick in die breite Palette der Handwerksberufe, für die auch Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) und alle weiteren Redner ihre Wertschätzung zum Ausdruck brachten. Pfarrer Michael Mannhardt beispielsweise erzählte, dass er einst selbst Bäcker gelernt habe. Erst später sattelte er um auf Geistlicher – und erteilte den Gesellen in dieser Funktion Gottes Segen.

„Ihr verfügt jetzt über viele Möglichkeiten“, rief Kreishandwerksmeister Martin Heimgreiter den Gesellen in seiner rund 20-minütigen Festansprache zu – und legte ihnen engagiert ans Herz, auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Was auch immer die Zukunft bringen möge, die frischgebackenen Gesellen sollten ihre Verantwortung für den Erhalt der Demokratie übernehmen. „Tragt auch Ihr dazu bei, nehmt Euer Recht wahr“, sagte Heimgreiter, der in nationalem Egoismus, Bequemlichkeit und Intoleranz die größten Gefahren für ein demokratisches Zusammenleben sieht.

Heimgreiter freute sich über „leistungsfähige Ausbildungsmöglichkeiten“ in der Region, und Barthel hob die Leistung der Ausbildungsbetriebe hervor. Heuer wurden besonders viele Zimmerer, nämlich 48, freigesprochen, gefolgt von 45 Schreinern.

Johanna Wieshammer

Die Innungsbesten

Sebastian Butz (Bäcker), Gabriela Pantiru (Bäckereifachverkäuferin), Anton Baumgartner (Maurer), Sophia Aumüller (Friseurin), Florian Heßlinger (Maler und Lackierer), Georg Waller (Metallbauer), Florian Reßl (Metzger), Nicole Riedel (Fleischereifachverkäuferin), Benedikt Minnich (Schreiner), Elias Kneißl (Anlagenmechaniker SHK), Andreas Hagn (Zimmerer). Der Ehrenpreis der Kreishandwerkerschaft ging an Elias Kneißl (Note 1,2), der Sonderpreis „Die gute Form“ bei den Schreinern an Johannes Zerwes.

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