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Bleibt im Vorstand der Bayerischen Apotheker: Fritz Grasberger, hier mit seinen beiden Mitarbeiterinnen Rosmarie Bernlochner (l.) und Christa Auracher.

Fritz Grasberger im Verbandsvorstand bestätigt

Miesbacher setzt sich weiter für Apotheker ein

Miesbach – Der Miesbacher Apotheker Fritz Grasberger gehört für weitere vier Jahre dem Vorstand des Bayerischen Apothekerverbandes an. Und er hat Großes vor.

Zwei Aufgaben hat sich Grasberger für seine Vorstandsarbeit besonders auf die Fahnen geschrieben: den Menschen zu verdeutlichen, wie wichtig Apotheker als Arzneimittelfachleute sind. Zudem gilt sein Einsatz einer ausreichenden Vergütung durch Politik und Krankenkassen. Von der wirtschaftlichen Entwicklung sei die Vergütung aber seit Jahren abgekoppelt, meldet der Apothekerverband.

2009 gab es in Bayern noch 3447 öffentliche Apotheken, heute sind es 217 weniger. „Das ist ein seit Jahren anhaltender Trend, der so nicht weitergehen darf“, sagt Grasberger. Eine flächendeckende Arzneimittelversorgung, die den Ansprüchen einer zunehmend älteren Gesellschaft auch gerecht wird, das gehe nur mit Apotheken. „Wir brauchen Planungssicherheit, und wir brauchen gutes Personal, das wir vernünftig bezahlen können.“

Als Beispiel nennt der Miesbacher die Herstellung von individuellen Rezepturen – etwa für Kinder oder Allergiker. Allein in Bayern würden jährlich über eine Million solcher Rezepturen hergestellt, seien es als Kapseln, Salben oder Zäpfchen. „Die aktuelle Vergütung dieser Arbeit deckt aber oftmals kaum Material- und Personalkosten“, berichtet Grasberger. Dies gelte es zu ändern.

Auch im Lichte einer immer älter werdenden Gesellschaft – und damit einer Zunahme altersbedingter Krankheiten – sei das Fachwissen von Apothekern vonnöten. Zum Beispiel bei der Betreuung von Patienten, die mehrere Arzneimittel gleichzeitig einnehmen müssen.

mm

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