Die Mittelschule  in Miesbach
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Zentrales Projekt: Der Ausbau der Mittelschule genießt für Miesbach heuer hohe Priorität.

Mehrere Bauprojekte vorbereitet

Für Miesbach kommt jetzt das Jahr der Umsetzung

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Das zurückliegende Jahr war für Miesbach geprägt von einem Neustart. Mit Gerhard Braunmiller (CSU) als neuem Bürgermeister liegt nun ein großer Schwerpunkt auf der Planung von Projekten. Dabei gilt für den Diplom-Ingenieur: Vorbereitung ist alles.

Miesbach – Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben sich daher nicht so sehr auf die anstehenden Projekte ausgewirkt. „Wir haben die Planungen weiter getrieben“, sagt Braunmiller. Das gelte für den Umbau des alten Klostergebäudes in ein Kinderhaus, den Ausbau des Dachgeschosses an der Mittelschule und den Brandschutz an der Grundschule in Miesbach. Auch bei der Sanierung des Warmfreibads sei man gut dabei, findet der Rathauschef. Zudem befänden sich die Baumaßnahmen im Benefiziatenhaus in der Planungsphase. Voraussetzung dafür war, dass der Hort rüber in die Mittelschule umziehen konnte. „Auch das hat geklappt.“

Schulprojekte haben hohe Priorität

Nach dem Jahr des Planens wird 2021 das Jahr der Umsetzung. Vor allem bei Grund- und Mittelschule. „Das wurde lange verschoben und muss jetzt unbedingt umgesetzt werden“, sagt Braunmiller. „Das ist wichtig.“ Zumal am Ausbau der Mittelschule die Sanierung der Grundschule Parsberg hängt, die während ihrer Umbauzeit dorthin ausgelagert werden soll. Der Umbau des Freibads ist für 2022 geplant, beim Kinderhaus soll es Ende 2021 losgehen. Braunmiller ist dabei zuversichtlich: „Wir werden das alles gut hinbekommen.“

Trotz Corona ist kaum etwas liegengeblieben

Liegen geblieben sei im Corona-Jahr eigentlich nichts, stellt der Bürgermeister fest. „Vielleicht haben sich ein paar Dinge etwas verzögert, aber es ist nichts ausgefallen.“ Auch der Hochwasserschutz in Kleinthal wurde fortgesetzt – das Planfeststellungsverfahren sei im Gang und auch der Zeitplan stehe.

ALB-Bekämpfung kostete schon 1,4 Millionen Euro

Bei der Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers liege das Heft des Handelns zwar nicht bei der Stadt, wohl aber das Bezahlen. 1,4 Millionen Euro seien mittlerweile aufgelaufen. „Das trifft uns finanziell.“ (Lesen Sie hierzu: Start des ALB-Monitorings in Miesbach: Noch ist nichts ausgestanden)

Größte Herausforderung für Bürgermeister Braunmiller: der Haushalt

Das Geld ist Braunmillers größte Herausforderung. „Ich mache als Bürgermeister jetzt meinen ersten Haushalt.“ Mit einem Volumen von 45 Millionen Euro. „Das ist eine Herausforderung.“ Doch auch dafür hat Braunmiller einen Plan. „Die Investitionen werden angemeldet, und dann schauen wir, was mit den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln realisierbar ist.“ Das gelte auch für die Neugestaltung der Riviera. Braunmiller hat dabei jedoch Schwerpunkte: „Das sind die Kinderbetreuung und die Schulen.“

Andere Themen sind ebenfalls auf dem Weg. Mit Max Kalup wurde das Stadtmarketing gestärkt, und der Wohnungsbau Am Gschwendt laufe ebenfalls.

Liegen geblieben ist dennoch etwas beim Bürgermeister: Das sind die persönlichen Kontakte. „Ich wollte in meinem ersten Jahr mit deutlich mehr Leuten das Gespräch suchen und mich über ihre Situation informieren“, sagt Braunmiller. Das soll auf jeden Fall nachgeholt werden – sobald es die Pandemiesituation wieder zulässt.

(ddy)

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