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Fühlen sich wohl in den frisch renovierten Räumen: Die Jugendlichen und ihre Betreuer bei den Vorbereitungen zur LED-Party im Freizeit- und Kulturkeller in Miesbach.

Freizeit- und Kulturkeller hat Tief überwunden

Partylaune nach Renovierung: FuKK Miesbach freut sich über steigende Besucherzahlen

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Der Brandschutz ist da, der Schimmel weg. Der Freizeit- und Kulturkeller in Miesbach erstrahlt in neuem Glanz. Auch die jungen Besucher haben den Treff wieder für sich entdeckt.

Miesbach – Düstere Atmosphäre herrschte kürzlich im Freizeit- und Kulturkeller (FuKK) in Miesbach. Das galt allerdings nur für die Beleuchtung: Bei der LED-Party haben 80 Jugendliche unter Schwarzlicht auf zwei DJ-Areas in den frisch sanierten Räumen an der Münchner Straße gefeiert. Laser-Shows und Leuchtfarben-Bodypainting kamen so erst richtig zur Geltung. „Die Stimmung war bestens“, schwärmt Sozialarbeiter Sebastian Poll. „Ein voller Erfolg.“

Überhaupt geht es im FuKK wieder deutlich aufwärts. Wer dieser Tage dem Jugendtreff einen Besuch abstattet, kann sich gar nicht mehr vorstellen, mit welchen Problemen das Team im vergangenen Jahr zu kämpfen hatte. Mängel beim Brandschutz sorgten für umfassende Umbauarbeiten, ausgerechnet in den Sommerferien waren die Räume zwei Monate lang nicht benutzbar (wir berichteten). Durch Feuchtigkeit in den Wänden hatte sich obendrein Schimmel in den Lagerräumen gebildet.

Das scheint jetzt alles vergessen, das Tal ist durchschritten. „Die Stadt war fleißig“, lobt Poll. Die Arbeiten seien abgeschlossen, alle Räume wieder zugänglich. Und sie werden auch bereits rege genutzt. Zwischen 30 und 40 Personen würden jeden Tag im FuKK vorbeischauen, ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Tendenz weiter steigend“, so Poll. Auch die Nachwuchs-Gruppen seien nach den Problemen 2018 wieder fest in den Betrieb integriert, berichtet Poll stolz. Rund 14 Kids ab zwölf Jahren treffen sich regelmäßig im Freizeit- und Kulturkeller. „Sie bringen sogar Freunde mit und engagieren sich bei unseren Aktivitäten“, berichtet Poll. Am Schnuppertag mittwochs von 15 bis 18 Uhr dürfen auch schon Zehnjährige durch Club-, Computer- und Discoraum streifen.

Geöffnet hat der FuKK von Mittwoch bis Samstag, jeweils von 15 bis 20 beziehungsweise 21 Uhr (freitags und samstags). Geht es nach den Jugendlichen, könnte er gern die ganze Woche über zugänglich sein. „Es ist ihnen besonders wichtig, in Miesbach einen Platz zu haben, an dem sie sich in ihrer Freizeit unverbindlich aufhalten können“, erklärt Poll.

Dabei geht es längst nicht nur ums gemeinsame Musikhören, Billardspielen oder Partymachen. Auch heuer bieten die Jugendleiter aus sechs verschiedenen Nationalitäten ein umfangreiches Programm mit Ausflügen, Turnieren sowie Spiele- und Sportartikelverleih an. Besonders engagierte Jugendliche ab 15 Jahren können sich ferner selbst zum Jugendleiter ausbilden lassen.

Lesen Sie auch: FuKK: Neuer Sozialarbeiter will Jugendliche für Natur begeistern

Pädagogischer Schwerpunkt des FuKK bleiben aber weiter die Beratungsangebote. Durch Gespräche im Vertrauen und auf Augenhöhe könne man viele persönliche Krisen bei den Jugendlichen frühzeitig abfangen, erklärt Poll. Wie berichtet, wünscht sich das Team dafür ein Aufstocken der Pädagogenstellen, um den steigenden Besucherzahlen bei gleichzeitig intensiverem Betreuungsbedarf Rechnung tragen zu können. Aktuell arbeiten neben Poll die Diplom-Sozialpädagogin Gisela Staudinger und der frühere FSJler Martin Egger im FuKK.

Wann es mit der Verstärkung klappt, kann Poll derzeit noch nicht sagen. Er geht aber davon aus, dass die erhoffte Umwandlung einer halben in eine ganze Stelle im kommenden Jahr „spruchreif“ wird. Die Stadt sei dazu mit dem Kreisjugendring im Gespräch. Bis dahin freut sich das Team über Unterstützung aus den eigenen Reihen. So nimmt das Engagement der Gäste des FuKK stetig zu. Welch Erfolg dabei herauskommen kann, hat die LED-Party gezeigt.

sg

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