Das Schaffner Benefiziatenhaus in Miesbach wird zum Haus für Kinder St. Marien.
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Das Schaffner Benefiziatenhaus in Miesbach wird zum Haus für Kinder St. Marien.

Benefiziatenhaus

Gebäudetausch und ganzheitliches Konzept: So entstand die Idee zum inklusiven Kinderhaus in Miesbach

  • Dieter Dorby
    VonDieter Dorby
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Auslöser ist die Übernahme des sogenannten Schaffner Benefiziatenhauses an der Kolpingstraße 24 durch die Stadt Miesbach. Das Gebäude gehört der Kirchenstiftung und geht für die nächsten sechs Jahrzehnte an die Kreisstadt. Die will dort den Hort fortführen.

Wie berichtet, war dort die Fortsetzung des bisherigen Betriebs an Grenzen gestoßen. Die Nachfrage nach einer zweiten Hortgruppe war vorhanden, aber das Ordinariat hatte mit dem Ausbau der entsprechenden Räume sowie mit der Ertüchtigung des Brandschutzes Probleme. In der Folge entstand der Plan, dass die Stadt Hort und Benefiziatenhaus übernimmt.

Doch die Übernahme der Immobilie, in der der Hort Wirbelwind untergebracht war, hatte einen Haken: Das Gebäude befand sich zunächst im Eigentum der kirchlichen Pfründestiftung, während das nebenan liegende Objekt Kolpingstraße 22b nebst Kindergarten der örtlichen Kirchenstiftung gehört.

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Um mit der Stadt ins Geschäft zu kommen, musste die Kirchenstiftung die Nummer 24 übernehmen. Dies geschah im Tausch mit einer weiteren kirchlichen Kinderbetreuungsimmobilie: Kolpingstraße 13, die schräg gegenüber liegt.

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Die Pfründestiftung übernahm in der Folge Nummer 13 und die Kirchenstiftung Nummer 24. Erst nach diesem Tausch konnte der auf 60 Jahre angelegte Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt 2019/20 geschlossen werden.

Doch damit nicht genug: Um den Grundstückstausch und die anschließende Direktvergabe an die Stadt vollziehen zu können, musste aufgrund stiftungsrechtlicher Vorgaben eine unabhängige Finanzkommission im erzbischöflichen Ordinariat München zustimmen. Deshalb war ein ganzheitliches Konzept notwendig, das pastoral, pädagogisch und wirtschaftlich schlüssig ist. So entstand seitens der Kirchenstiftung die Idee, aus den Gebäuden 22b und 24 ein gemeinschaftliches „Haus für Kinder“ zu machen – mit vier Gruppen in Nummer 22b und zwei in 24. Aktuell ist das Benefiziatenhaus sanierungsbedingt nicht in Betrieb. Der Hort ist an die Mittelschule ausgelagert. Kindergarten und Krippe sind auf die Nummern 13 und 22b aufgeteilt.

ddy

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