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Gebietsbetreuer entsetzt: Immer mehr illegale Wildcamper im Mangfallgebirge

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Von: Christian Masengarb

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Gebietsbetreuer entsetzt: Immer mehr illegale Camper im Mangfallgebirge
Symbolfoto © dpa/Patrick Pleul

Deutlich mehr Menschen schlagen derzeit ein Zelt in der freien Natur im Mangfallgebirge auf. Der Gebietsbetreuer appelliert an die Vernunft. Das Landratsamt droht mit Strafen.

Landkreis - In den vergangenen Wochen haben deutlich mehr Menschen ein Zelt in der freien Natur im Mangfallgebirge aufgeschlagen. Außerhalb zugelassener Zeltplätze ist das Campen dort aber verboten - darauf weißt das Landratsamt noch einmal ausdrücklich hin. Sollten die Aufklärungs-Versuche und die Appelle nicht den erhofften Erfolg bringen, behalten sich die Behörden eine Ahndung der Verstöße vor.

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Gebietsbetreuer entsetzt: Immer mehr illegale Wildcamper im Mangfallgebirge

In den elf Landschaftsschutzgebieten des Landkreises ist das Verbot sowieso von den Schutzverordnungen umfasst. Auch außerhalb der Schutzgebiete ist das Übernachten in der Natur nicht vom freien Betretungsrecht abgedeckt und setzt das Einverständnis des Eigentümers zwingend voraus. Grill- oder Lagerfeuer bedürfen ebenfalls der Zustimmung des Grundeigentümers und sind in einer Entfernung von weniger als 100 Meter zum Wald verboten.

Der Gebietsbetreuer für das Mangfallgebirge, Florian Bossert, bitte in einer Meldung des Landratsamts Erholungssuchende eindringlich, die freie Natur besonders abends und nachts zu meiden. „Aktuell ist die Kükenzeit der Raufußhühner. Diese brauchen zumindest die ruhigen Dämmerungsstunden zur Nahrungsaufnahme, da die Tage urlaubsbedingt sehr frequentiert sind. Daher bitte Dämmerungs- und Nachtaktivitäten in der freien Natur vermeiden! Um den Eltern und ihren Jungen eine Chance auf eine ruhige Kinderstube zu gewähren, bitte auch tagsüber auf den ausgeschilderten Wegen bleiben und Hunde anleinen.“

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