Hühner geraten durch die näher rückende Geflügelpest in Gefahr (Symbolfoto).
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Hühner geraten durch die näher rückende Geflügelpest in Gefahr (Symbolfoto).

Geflügelpest

Gebietsweise Stallpflicht im Kreis Miesbach

In Teilen des Landkreises Miesbach müssen Geflügelhalter ihre Tiere jetzt in geschlossenen Ställen halten. Das Landratsamt hat eine entsprechende Anordnung veröffentlicht.

Landkreis – Das war wohl abzusehen: Im Lichte der jüngsten Einschätzungen des Friedrich-Loeffler-Instistuts hat das Landratsamt Miesbach die Regeln für Geflügelhalter verschärft. Seit gestern gilt eine Allgemeinverfügung, die eine Stallpflicht sowie besondere Sicherheitsmaßnahmen vorsieht. Sie gilt bis auf Weiteres aber nur für Betriebe und Halter, die quasi in Sichtweite zu Rottach und Mangfall sowie Seen und kleineren Gewässern liegen.

Das aktuelle Virus, das die Vogelgrippe auslöst, wurde bereits bei mehreren Wildvögeln in Bayern nachgewiesen. Mehrere Landkreise haben daher Schutzmaßnahmen für die Geflügelbestände angeordnet, auch der Miesbach (wir berichteten). Nun erfolgt der nächste Schritt. Geflügelhalter müssen den Kontakt ihrer Bestände zu Wildvögeln und auch deren Ausscheidung verhindern, indem sie Hühner, Gänse, Enten & Co. in geschlossenen Ställen oder überdachten Volieren halten. Wer bis zu 100 Tiere hält, muss ein Bestandsregister über die Anzahl verendeter Tiere führen. Größere Betriebe müssen zudem Aufzeichnungen über die Gesamtzahl der gelegten Eier führen und besonder Hygiene- und Schutzvorkehrungen treffen, etwa Schutzkleidung und Desinfektion von Arbeitsmaterial. Betroffen sind Halter, die näher als 500 Meter zu einem Gewässer liegen, das Wildvögel gerne ansteuern. Zu den größeren Seen gehören auch mehrere Filze, nicht aber zum Beispiel die Weissach oder die Leitzach. Genaueres zeigt, eine Karte, die der Allgemeinverfügung im Amtsblatt auf www.landkreis-miesbach.de angefügt ist.

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