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Spielen und lernen mit Gleichaltrigen wie hier im städtischen Montessori-Kindergarten in Miesbach wird für die Eltern bald teurer. Der Stadtrat hat beschlossen, die Kindergartengebühren zu erhöhen.

Gebührenerhöhung ab September

Städtische Kindergärten werden teurer

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Miesbach - Die Stadt Miesbach erhöht die Gebühren für ihre Kindergärten. Der Stadtrat beschloss dabei eine Anhebung von etwa zehn Prozent ab September.

Es war eine unangenehme Botschaft, die die Experten der Firma MUC-Consult vor wenigen Monaten im Stadtrat verkündet hatten: Miesbachs Gebühren bei der Kinderbetreuung sind zu niedrig. Der Empfehlung, sie moderat anzupassen, ließ die Verwaltung nun Taten – sprich: einen Beschlussvorschlag – folgen.

Wie Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) berichtete, datiert die letzte Erhöhung aus dem Kindergartenjahr 2010/11. Geplant ist nun eine Anhebung der Gebühren in der Basiskategorie von drei bis vier Stunden Betreuung pro Tag von 80 auf 88 Euro – das ist ein Plus von zehn Prozent. Pongratz hält es für angemessen: „Damit liegen wir immer noch unter dem landkreisweiten Durchschnittspreis in dieser Kategorie.“ Laut Verwaltung habe eine stichprobenartige Auswertung von gemeindlichen und freien Trägern einen Schnitt von 93,64 Euro ergeben. „Wir sind damit immer noch preiswert“, stellte Pongratz fest.

Wie berichtet, belastet das Defizit aus der Kinderbetreuung den Haushalt der Stadt sehr. Von den Kosten einer Fachstelle trägt der Staat derzeit im Schnitt nur 25 Prozent, der Anteil der Eltern liegt bei rund 20 Prozent. Den Rest übernehmen die Kommunen.

Nicht gerade einfach ist die Erhöhung der übrigen Kategorien, erklärte der zuständige Sachbearbeiter Alexander Keck. Laut dem Bayerischen Kinderbetreuungsgesetz (BayKiBiG) muss die Erhöhung der höheren Kategorien mindestens zehn Prozent im Vergleich zum Basiswert betragen. Die Verwaltung schlug daher vor, die übrigen Werte um gerundete neun Prozent anzuheben. Die beiden niedrigeren Kategorien von ein bis zwei sowie zwei bis drei Stunden werden gemäß Empfehlung von Landratsamt und Gemeindetag um jeweils fünf Euro niedriger eingestuft – also auf 83 beziehungsweise 78 Euro, ausgehend von den neuen 88 Euro in der Basiskategorie.

Daraus ergibt sich jedoch ein satter Sprung im Vergleich zum bisherigen Tarif. Der liegt bei ein bis zwei aktuell bei 58 Euro sowie zwei bis drei Stunden bei 68 Euro. Der Anstieg um bis zu 22 Prozent erschien Zweitem Bürgermeister Paul Fertl (SPD) zu heftig. Er schlug vor, mit 68 sowie 78 Euro pro Monat einzusteigen.

Aus Sicht der Verwaltung ein ungenügender Schritt. „Wir halten hier dasselbe Personal vor, haben aber in diesen Spielgruppen einen schlechteren Zuschussschlüssel.“ CSU-Fraktionssprecher Franz Mayer gab darüber hinaus zu bedenken, dass ein zu billiger Tarif dazu führe, dass Kleinkinder zu früh aus der Krippe in den Kindergarten gebucht werden. In Fällen einer sozialen Überbelastung gebe es auch die Möglichkeit auf Förderung und sogar Übernahme durch das Landratsamt, ergänzte Pongratz. Dabei lege die Behörde nicht nur die Einnahmen zugrunde, sondern auch die Ausgaben einer Familie. Aus der Differenz ergebe sich der Umfang einer möglichen Förderung.

Der Stadtrat einigte sich darauf, die Gebühren im vorgeschlagenen Umfang anzuheben. Der Antrag von Manfred Burger (Grüne), die „zu massive Erhöhung“ in Kategorie erst auf 73 Euro und in zwei Jahren auf 78 Euro zu erhöhen, kam nicht mehr zur Abstimmung.

Die neuen Gebühren

1 bis 2 Stunden 78 Euro (bislang 56 Euro), 2 bis 3 Stunden 83 (68), 3 bis 4 Stunden 88 (80), 4 bis 5 Stunden 97 (88), 5 bis 6 Stunden 106 (96), 6 bis 7 Stunden 115 (104), 7 bis 8 Stunden 124 (112), 8 bis 9 Stunden 133 (120).

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