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Robert Kießling ist interimsweise BRK-Geschäftsführer in Miesbach.

BRK-Kreisverband

Neuer Geschäftsführer  soll's richten

  • Stephen Hank
    vonStephen Hank
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Miesbach - Das BRK hat sich von Kreisgeschäftsführerin Sabine Jung getrennt. Übergangsweise leitet Robert Kießling, Revisor beim Landesverband, das Rote Kreuz im Landkreis.

Miesbach – Knapp zwei Jahre nach Amtsantritt muss Sabine Jung (49) den Hut nehmen. „Die Situation war nicht länger tragbar“, sagt Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. „Wir brauchen eine Aufbruchstimmung im Kreisverband.“

Rund 130 hauptamtliche und etwa 100 ehrenamtliche BRK-Mitglieder umfasst der Kreisverband. Gerade Letztere fühlten sich dem Vernehmen nach nicht mehr mitgenommen. Dabei hatte der Vorstand gerade das von der neuen Geschäftsführerin erwartet. „Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, bei der man auch mit viel Fingerspitzengefühl die Ehrenamtlichen motivieren muss“, sagte seinerzeit Kreisvorsitzender Josef Bierschneider. Jung erschien den Verantwortlichen geeignet. Die gelernte Sozialpädagogin war bis dato Geschäftsführerin der Lebenshilfe München.

Inzwischen ist die 49-Jährige von ihren Aufgaben freigestellt. Seit wenigen Tagen führt Robert Kießling die Geschäfte in der Miesbacher Bergwerkstraße. Stärk hat den 58-jährigen Revisor der Landesgeschäftsstelle an den Kreisverband ausgeliehen. „Der Kreisverband ist in einer wirtschaftlich schwierigen Lage", sagt Stärk.

Die Stelle des Kreisgeschäftsführers ist inzwischen innerhalb des Roten Kreuzes ausgeschrieben. Im Laufe des März soll eine Entscheidung fallen. Ob Kießling dauerhaft Interesse an dem Posten hat, ist fraglich. Immerhin bekleidet er in der Landesgeschäftsstelle bereits eine wichtige leitende Funktion.

Im Kreisverband selbst möchte man die Situation nicht dramatisieren. Was derzeit passiert, ist für Bierschneider „ein ganz normaler Vorgang“. Das Ausscheiden Jungs sei „nicht außergewöhnlich“. Im Bereich Finanzen habe sie in den vergangenen zwei Jahren einiges angestoßen. Die schwarze Null, die der Kreisverband für 2014 angepeilt hatte, sei noch nicht erreicht. „Aber", sagt Bierschneider, "die Richtung stimmt.“

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