Holzkirchen im Fokus: Die Marktgemeinde – im Bild das Zentrum mit der Hafnerstraße im Vordergrund und dem Blick über das Kultur im Oberbräu und den Marktplatz hinweg in Richtung Oberlaindern – nimmt am Leader-Projekt Baukulturregion Alpenvorland teil.
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Holzkirchen im Fokus: Die Marktgemeinde – im Bild das Zentrum mit der Hafnerstraße im Vordergrund und dem Blick über das Kultur im Oberbräu und den Marktplatz hinweg in Richtung Oberlaindern – nimmt am Leader-Projekt Baukulturregion Alpenvorland teil.

Leader-Projekt

Großes Interesse am Projekt „Baukultur Alpenvorland“

  • Bettina Stuhlweißenburg
    vonBettina Stuhlweißenburg
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Landkreis – Das Interesse am Leader-Projekt „Baukultur Alpenvorland“ wächst: Bei den Veranstaltungen, die wegen Corona derzeit nur online stattfinden können, machen zwischen 70 bis 100 Interessierte mit.

Das teilte der österreichische Verein Landluft mit, der das Projekt mit dem Leipziger Büro für urbane Projekte und der privaten Alanus Kunsthochschule in Alfter nahe Bonn begleitet.

„Wir hatten die Befürchtung, dass wegen der Pandemie niemand mitmacht, aber das Gegenteil ist der Fall“, sagt Doris Gugler, Projektkoordinatorin bei Landluft. Das digitale Angebot ziehe sogar Menschen an, die gar nicht in den teilnehmenden Kommunen lebten: „Die Wege sind kurz, viele nutzen die Gelegenheit, einmal in das Projekt reinzuschauen und zu sehen, was da passiert.“

Wie berichtet, haben sich acht Gemeinden aus den Kreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Rosenheim in dem Projekt zusammengetan, um bis 2022 eine Baukulturstrategie für das Alpenvorland zu erarbeiten. Dabei beschäftigt sich jede Gemeinde mit einem anderen Thema. Holzkirchen etwa stellt sich der Herausforderung, die Infrastruktur dem schnellen Wandel vom Dorf zur Stadt anzupassen – ohne dabei die Identität des Ortes zu verlieren. Gmund dagegen beschäftigt sich mit der Schaffung bezahlbaren Wohnraums in einer Gegend mit schwindelerregenden Immobilienpreisen.

„Wir hatten die Veranstaltungen vor Corona geplant und mussten dann rasch andere Formate finden“, sagt Gugler. Erst kürzlich fand ein Online-Vortrag mit Diskussion statt, der sich mit Nutzungsideen für landwirtschaftlichen Leerstand befasste. „Gastgeber“ war die teilnehmende Gemeinde Dietramszell. Um die Defizite digitaler Veranstaltungen – etwa die fehlende Möglichkeit, informelle Gespräche in kleinen Gruppen zu führen – auszugleichen, probiert Landluft digitale Tools wie „Gather „Town“ aus. Das ist ein Konferenz-Tool, das wie ein Computerspiel designt ist. Hier können sich die Teilnehmer – dargestellt als Spielfiguren – am Rand der Veranstaltungen zum Beispiel in einer Bar treffen und ein Thema dort unter vier Augen per Video-Chat vertiefen. So hoffen die Projektverantwortlichen, möglichst viele Interessierte anzuziehen. Schließlich ist ein Ziel des Projekts, die Bürger mit ihrem Sachverstand einzubinden.

Noch unklar ist, welches Veranstaltungsformat im Sommer möglich ist. Unter anderem soll am 5. Juli in Kolbermoor eine große Baukulturwerkstatt stattfinden, in der sich alle acht teilnehmenden Gemeinden über das austauschen, was bisher bei ihnen im Ort passiert ist. „Wir wissen noch gar nicht, ob das möglich ist“, sagt Gugler. „Wahrscheinlich wird nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen sein.“ Alle anstehenden Veranstaltungen finden Interessierte auf www.baukulturregion.de  

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