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Mehr Mitbestimmung sollen die jungen Miesbacher bekommen.

GRUNDSATZBESCHLUSS - Regeln sind jetzt in Arbeit

Stadtrat von Miesbach gibt Go fürs Jugendparlament

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Miesbach – Der Miesbacher Stadtrat hat grünes Licht für die Einrichtung eines Jugendparlaments gegeben. Der Grundsatzbeschluss dazu wurde mit großer Mehrheit bei zwei Gegenstimmen gefasst.

Auslöser dafür war die Jugendbürgerversammlung im November 2020. Wie berichtet, wurde dabei angeregt, ein Jugendparlament zu initiieren, wie es beispielsweise die neue Partnerstadt Marseillan in Südfrankreich oder auch die Stadt Erding und 75 weitere Kommunen in Bayern eingerichtet haben. Idealerweise mit mit acht bis zwölf Leuten, die auch selbst Projekte umsetzen können. In der Folge unterstützten SPD und Freie Wähler diesen Antrag mit einem eigenen, der nun behandelt wurde.

Der Grundsatzbeschluss ist damit der Startschuss, die Rahmenbedingungen zu erarbeiten. Diese Aufgabe übernehmen Familienreferentin Malin Friese (Grüne) und Jugendreferent Christian Mittermaier (CSU) in Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Die Anbindung an den Stadtrat ist über eine beratende Funktion vorgesehen.

Markus Seemüller (FWG) begrüßte die Einführung eines Jugendparlaments. 2015 sei es sein erster Antrag als Ratsmitglied gewesen, eine solche Jugendvertretung einzurichten. Dies sei aber mit 9:14 Stimmen abgelehnt worden. Auch Paul Fertl (SPD) befand, dass es gut für junge Leute sei, ein eigenes Sprachrohr zu haben.

Damit das Jugendparlament nun gut funktionieren kann, muss das Konstrukt aus Regeln, Rechten und auch einem eigenen Budget gut ausgearbeitet sein. „Wichtig ist es, dieses Instrument ernst zu nehmen“, stellte Christian Mittermaier fest. Die Ausarbeitung stecke voller Möglichkeiten und Details, ergänzte Friese. „Auf diesen Prozess freue ich mich.“

ddy

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