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Es wird konkret: Die Basis für die Mint-Region könnte das alte Krankenhaus in Miesbach sein, in das Gymnasiumsleiter Rainer Dlugosch das Schülerforschungszentrum ansiedeln will.

Gymnasium Miesbach

Mint-Region im zweiten Anlauf

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Im zweiten Anlauf ist der Landkreis Miesbach nun doch noch zur Mint-Region erklärt worden. Dies teilte gestern Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner (CSU) mit. Start ist voraussichtlich 2019. Auch das geplante Schülerforschungszentrum soll davon profitieren.

Manchmal muss man an seine Sache glauben und auf eine zweite Chance warten. Im Fall der Bewerbung zur Mint-Region hat sich die Geduld gelohnt: Nach der Ablehnung vor einem Jahr war der Antrag des Landkreises nun erfolgreich.

Ende Januar hatte der Ministerrat entschieden, auch in den Jahren 2019 und 2020 das Mint-Programm – das Kunstwort Mint steht für die Themenbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – fortzusetzen. „Bei der zweiten Runde hat Miesbach den Zuschlag bekommen“, meldet Ilse Aigner (CSU), Stimmkreisabgeordnete und Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr. „Ab 2019 ist die Region Miesbach in das Programm aufgenommen.“ Bereits bei der vorherigen Ausschreibung hatte Miesbach inhaltlich überzeugt (wir berichteten), jedoch ging der Zuschlag an die Landkreise München und Dachau. Jetzt, im zweiten Anlauf, gelang der Durchbruch.

Zur großen Freude von Rainer Dlugosch. „Das ist eine tolle Nachricht und bringt uns unserem Ziel einen großen Schritt näher“, sagt der Schulleiter des Miesbacher Gymnasiums. Der überzeugte Verfechter der Mint-Idee hat die Bewerbung initiiert und sieht darin eine gute Chance für alle Schulen im Landkreis. Neben der Anerkennung als Mint-Region strebt er auch ein Schülerforschungszentrum im alten Krankenhaus an, das sich direkt neben dem Miesbacher Schulcampus befindet.

Während die Anerkennung zur Mint-Region meist der Auftakt ist, ein Schülerforschungszentrum erst auf den Weg zu bringen, ist man im Landkreis kurz davor, ein solches zu starten: Die Stadt Miesbach würde das zweite Obergeschoss ihres alten Krankenhauses einbringen, während der Landkreis den Unterhalt übernimmt. Ein fachliches Konzept liegt schon in der Schublade, und auch ein Sponsor, der zudem beim Umbau der Räume finanziell helfen soll, hat Interesse bekundet. „Was noch fehlt, ist ein formelles Ja seitens einer Hochschule“, erklärt Dlugosch. Angesichts der bereits bestehenden Projekte mit der Technischen Universität München wäre diese der erste Ansprechpartner.

Als Mint-Region kann ab 2019 vor Ort ein Netzwerk vielfältiger Mint-Angebote gefördert werden. Die Kooperationen dieser Träger sollen wertvolle Synergieeffekte ergeben und helfen, den Alltagsbezug von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu stärken und so Schülern den Zugang zu diesen Feldern zu öffnen.

Dlugosch sieht im Zusammenspiel von Schule, Wissenschaft und Wirtschaft die Möglichkeit, den Rohstoff Wissen gezielt auch für den Arbeitsmarkt zu fördern. Voraussetzung, um vielleicht auch mal große Köpfe hervorzubringen, sei jedoch eine große Basis, betont er: „Ohne Breite gibt es keine Spitze.“

ddy

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