Ein intensives Hageljahr: Zu insgesamt 37 Einsätzen hoben die Hagelflieger heuer ab. Insgesamt waren die Flugzeuge 46 Stunden in der Luft.
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Ein intensives Hageljahr: Zu insgesamt 37 Einsätzen hoben die Hagelflieger heuer ab. Insgesamt waren die Flugzeuge 46 Stunden in der Luft.

Rückblick auf das Unwetterjahr

„Ein Hageljahr, wie ich es in den vergangenen 40 Jahren noch nicht erlebt habe“

Landkreis – Die vergangene Saison war für die Rosenheimer Hagelflieger außergewöhnlich – und das in vielerlei Hinsicht. „Es war ein Hageljahr, wie ich es in den vergangenen 40 Jahren noch nicht erlebt habe“, sagt Georg Vogl, Chef der Rosenheimer Hagelflieger, die auch im Landkreis Miesbach unterwegs sind.

Einsatzreicher Juni: Mehr als die Hälfte der Einsatztage in diesem Monat

So begann die Hagelsaison bereits am 30. April: Es gab im südlichen Landkreis Rosenheim ein Gewitter mit Hagelkörnern von bis zu drei Zentimetern Durchmesser. Die Flugzeuge standen einsatzbereit am Flughafen in Vogtareuth, aber es gab an diesem Freitag noch keine Hagelpiloten in Bereitschaft. Dieses Ereignis hat dazu geführt, dass die Hagelabwehr künftig bereits ab 15. April einsatzbereit sein wird. Danach passierte lange nichts. Laut Vogl gab es im Mai keinen einzigen Einsatz. Dann kam der Juni, in den neun von insgesamt 16 Einsatztagen im Jahr 2021 fielen. In keinem anderen Monat waren die Hagelflieger so oft und so lange in der Luft. Die Einsätze dauerten zwischen 30 Minuten und dreieinhalb Stunden – so lange, bis die Silberjodid-Generatoren leer waren.

Piloten teils zweimal am Tag in der Luft

An manchen Tagen mussten die Piloten sogar zweimal starten. „Das war ein sehr intensiver Monat, zum Teil mehrere Tage hintereinander“, sagt Vogl. So gab es fünf Einsätze zwischen dem 4. und 10. Juni sowie vier Einsätze zwischen dem 22. und 29. Juni. „Das waren zwei Phasen, in denen die Gewitter geballt über uns gezogen sind.“ Am 15. August hoben die Hagelpiloten zu ihrem letzten Einsatz ab. Die Saison war abrupt vorbei. Normalerweise werden oft noch bis Ende August Einsätze geflogen.

Schäden vor allem außerhalb der Landkreis Miesbach und Rosenheim

Trotz dieser vielen Einsätze und obwohl das Hageljahr 2021 nicht schadensfrei vorbeigezogen ist, zieht Vogl eine positive Bilanz. „Vor allem wenn man sieht, welche Schäden in den umliegenden Landkreisen entstanden sind. Da gab es einige Hagelzüge, die um uns herum gekreist sind. Sie haben sich im Tölzer oder Garmischer Raum aufgebaut, sind am südlichen Rand von München vorbeigezogen und dann weiter über die Landkreise Ebersberg, Mühldorf und Altötting. An vier Tagen nahm das Gewitter nahezu die gleiche Route, das ist sehr ungewöhnlich“, sagt Vogl. Trotz dieses intensiven Einsatzjahres habe es keine technischen Probleme gegeben. Die Generatoren haben ohne Ausfälle funktioniert. Bei einem Einsatz beschädigten Hagelkörner die Abdeckung der Landescheinwerfer eines der beiden Flugzeuge. Die Maschine vom Typ Partenavia P68 wurde repariert, außerplanmäßig in Stuttgart gewartet und war am nächsten Tag wieder einsatzbereit, sagt Vogl.

Insgesamt brachte das Jahr 2021 den Rosenheimer Hagelabwehr 16 Einsatztage, 37 Einsatzflüge mit fünf Tagen, an denen die Piloten zweimal am Tag im Einsatz waren. In der Summe waren die beiden Flugzeuge 46 Stunden in der Luft.

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