+
Wer schreibt wie? Machen Sie mit bei unserem Handschriften-Rätsel.

Machen Sie mit!

Rätsel zum Tag der Handschrift: Wer schreibt wie?

  • schließen

Miesbach - E-Mail, Post, SMS - zum Schreiben benutzen wir Tasten und immer weniger einen Stift. Zum Tag der Handschrift bitten wir sechs Kandidaten zum Schreibtest - und Sie zum Miträtseln.

Das Experiment ist einfach: Zur Auswahl stehen je eine Textpassage aus den Liedern „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer, „Männer“ von Herbert Grönemeyer und der WM-Hymne „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani. Die Kandidaten: Zuchtverbandsvorsitzender Balthasar Biechl, Gymnasiumsdirektor Rainer Dlugosch, Apotheker Fritz Grasberger, die stellvertretende Kulturzentrumsleiterin Isabella Krobisch, Landrat Wolfgang Rzehak und die evangelische Pfarrerin Anika Sergel-Kohls. Inhaltlich sind die Textzeilen eher belanglos, aber handgeschrieben spiegeln sie die Persönlichkeit des Schreibers wider.

Dabei schreibt Landrat Wolfgang Rzehak nicht mehr wirklich viel mit der Hand. Meist sind es Notizen, und privat ist es die E-Mail. „Schönschrift“, gibt er zu, „war noch nie mein Ding.“ Dass die Kinder heute weniger schreiben und mehr tippen, sieht er zwiespältig. „Auch wenn es ist wichtig ist, die Tastatur zu beherrschen.“

Wer schreibt wie? Rätseln Sie mit!

Klicken Sie sich für unser Rätsel durch die Fotostrecke. Zuerst sehen Sie die Schriftprobe, dann die Auflösung. Viel Spaß!

Wer schreibt wie? Unser Handschriften-Rätsel

Für Rainer Dlugosch ist die Handschrift wichtig für Kinder. „Ohne schreiben und malen fehlt ihnen ein wichtiger Lernsensor.“ Dabei bedauert er, dass auf das Schriftbild nicht mehr so viel Wert gelegt wird wie früher. „Das ist nicht schön, was man da zum Teil geboten bekommt.“ Dlugosch, der an der Handschrift die Ausdrucksmöglichkeiten schätzt, schreibt privat oft und gern mit der Hand – und zwar mit Füller. Vor allem, wenn es etwas Besonderes sein soll. „Das intensiviert eine bestehende Beziehung und ist Ausdruck der Wertschätzung.“

Ähnlich sieht es Anika Sergel-Kohls. Sie schreibt viel auf der Tastatur, aber handschriftliche Briefe haben auch ihren Platz bei der evangelischen Pfarrerin, die sogar mit Füller schreibt. Als Schülerin hat sie sogar Schriften gesammelt und sich Gedichte abschreiben lassen. „Das waren wunderschöne Bilder an der Wand, sehr ästhetisch.“

Dass schön nicht immer gut lesbar bedeuten muss, weiß Fritz Grasberger. Der Inhaber der Stadtapotheke bekommt immer wieder handschriftliche Rezepte von Ärzten, und die haben ja bekanntlich einen eigenen Stil. „Die meisten können wir lesen“, sagt er, „aber bei Auswärtigen kann es Probleme geben. Dann fragen wir nach.“ Beim Schriftbild der meisten Mediziner vermutet er Zeitdruck als Ursache. Er selbst schreibt meist Notizen – als Ergänzungen auf Rezepten sind die naturgemäß recht klein. Privat verschickt Grasberger lieber E-Mails. Seine eigene Schrift findet er nicht so schön. Der Linkshänder musste als Kind zwei Jahre lang mit rechts schreiben.

Dagegen pflegt Isabell Krobisch die Handschrift – „leidenschaftlich“, sagt die stellvertretende Leiterin des Kulturzentrums Waitzinger Keller. Beruflich tippe sie viel am Computer, privat schreibt sie aber Briefe, Tagebücher und Textentwürfe mit der Hand – vor allem mit Bleistift. Motivation war ihre Lehrerin Frau Grabmeyer. „Die hatte eine wunderschöne Schrift.“ Die Schülerin mittlerweile auch.

Von Dieter Dorby

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

BOB und Bahn sehen sich für Winter gut gerüstet
Rechtzeitig vor dem Winter haben sich die Bürgermeister des Landkreises Miesbach unter Vorsitz von Holzkirchens Rathauschef Olaf von Löwis erneut mit Vertretern der …
BOB und Bahn sehen sich für Winter gut gerüstet
FDP Miesbach  nominiert ihre Kreistagsliste
Spannende Diskussionen, mehr Auswahl – das will die FDP auch auf Kreisebene einbringen. Neben Ursula Lex als Landratskandidatin wurden im Bräuwirt in Miesbach auch die …
FDP Miesbach  nominiert ihre Kreistagsliste
Aus dem K-Fall gelernt: Bauhof Miesbach hat einiges beim Winterdienst geändert 
Unter Druck offenbaren sich Defizite. So gesehen hat sich der vergangene Winter, der sich zum Katastrophenfall ausgewachsen hatte, für die Winterdienste im Landkreis als …
Aus dem K-Fall gelernt: Bauhof Miesbach hat einiges beim Winterdienst geändert 
Gmunderin unterwegs in Schlangenlinien
In Schlangenlinien auf der B 472 war am Freitagmorgen eine Fahrerin aus Gmund von Waakirchen in Richtung Miesbach unterwegs. Alkohol scheidet als Ursache aus - die Dame …
Gmunderin unterwegs in Schlangenlinien

Kommentare