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Beeindruckende Kulisse, stolze Summe: (v.l.) Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, Reiner Gerbeth (Royal Stars), Lebenshilfe-Vorsitzende Emanuela Hualla-Achatz, Renate Holzner (Leiterin Frühförderung) und Gerald Staufer (Royal Stars).

Jahrestreffen der Royal Stars Germany in Miesbach

Harte Kerle mit weichem Herz: Biker spenden an Lebenshilfe

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Hier sind nicht nur Motorradfans auf ihre Kosten gekommen. Bei ihrem Jahrestreffen in Miesbach haben die Biker der Royal Stars Germany eine Spende an die Lebenshilfe überreicht.

Miesbach – Ein Genuss für Augen und Ohren bot sich Motorradfans am Samstagnachmittag in Miesbach. Ein schier nicht enden wollender Tross an Yamaha Royal Star-Maschinen rollte auf den Marktplatz. Kaum war das Blubbern der Motoren verstummt, konnten die Besucher die raren Schmuckstücke der Baujahre 1996 bis 1998 (in ganz Deutschland sind nur 827 zugelassen) aus der Nähe begutachten. Aus nahezu jeder Perspektive spiegelten sich die Fassaden der Häuser im auf Hochglanz polierten Lack und Chrom.

Die Augen und Ohren der Fahrer richteten sich hingegen auf die Bühne. Dort hatte der Präsident der Royal Stars Germany, Mario Meyer, zum Mikrofon gegriffen, um das Spendenergebnis des 22. Jahrestreffens des Clubs zu verkünden. Doch ein bisschen mussten sich die Biker, vor allem aber auch die gespannten Vertreter der Lebenshilfe Miesbach, die den Scheck in Empfang nehmen durften, noch gedulden. Zuerst nämlich sollte noch das Banner des Treffens in Miesbach unter dem Motto „Mia san mia“ versteigert werden.

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Lange Zeit lieferten sich zwei Klubmitglieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch dann drehte Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz am Gashebel. „300 Euro“, rief die Rathaus-Chefin. Da wollte keiner der Yamaha-Fahrer mehr vorbeiziehen. Das Banner ging an die Gastgeberstadt – und 300 Euro an die Lebenshilfe. Damit nicht genug: Vor den Augen der Vorsitzenden Emanuela Hualla-Achatz und der Einrichtungsleiterin der Frühförderung in Hausham und Holzkirchen, Renate Holzner, schrieb Meyer die Spendensumme auf den symbolischen Scheck – Ziffer für Ziffer. Satte 9000 Euro standen am Ende darauf. Später rundete ein Schweizer Biker-Paar noch spontan auf 10 000 Euro auf. Von dem Geld will die Lebenshilfe eine neue Holzkonstruktion zur Anbringung von Therapiegeräten für die Frühförderung in Holzkirchen anschaffen.

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Fast ein bisschen sprachlos und spürbar gerührt bedankte sich Hualla-Achatz bei den Spendern in ihrer typischen Lederkluft. Pongratz tat es ihr gleich. Das Geld sei bei der Lebenshilfe gut aufgehoben, stellte sie fest. „Sie leisten tolle Arbeit“, sagte sie in Richtung der Vorsitzenden und wünschte ihr, dass es endlich mit dem Neubau von Haus Bambi klappe. Dann verabschiedete die Bürgermeisterin die Biker und wünschte ihnen eine gute und sichere Heimfahrt. Die Faszination Motorrad konnte Pongratz gut nachvollziehen – aus eigener Erfahrung, wie sie verriet. „Ich bin selbst gefahren“, sagte sie – und fügte schmunzelnd an: „Allerdings eine BMW.“

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