Historische Stadt- und Ortskarten im Geoportal Bayern: Mit einem Klick in die Vergangenheit
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Die Altstadt von Miesbach war vor rund 160 Jahren im Kern schon etwa so strukturiert, wie man sie auch heute kennt. Drumherum hat sich die Kreisstadt allerdings enorm ausgedehnt, wie auf den Kartendarstellungen zu erkennen ist.
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Hier nochmal alt...
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...und das Luftbild von heute. Was für eine Explosion an Häusern.
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Das Kloster Tegernsee ist auf älteren Darstellungen im BayernAtlas natürlich zu sehen. Die Karte von heute zeigt, welche städtebaulichen Entwicklungen seit Mitte des 19. Jahrhunderts stattgefunden haben.
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Hier noch mal einzeln: Alt... 
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...das aktuelle Luftbild der Stadt am See.
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Auch das südliche Tegernseer Tal von früher ist einen Blick wert. Bis auf wenige Weiler gab es da nichts.
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Heute sieht die Sache schon anders aus.

Historische Stadt- und Ortskarten im Geoportal Bayern

Blick von Oben: So krass hat sich unsere Heimat verändert

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Wie sah Miesbach oder der Tegernsee vor 160 Jahren aus? Gar nicht so einfach zu beantworten. Doch, und zwar mit nur einem Klick in den Bayernatlas. So geht‘s.

Landkreis – Altes Kartenmaterial zu den Flurstücken in unseren Gemeinden und Städten im Landkreis Miesbach hat eines gemeinsam. Die ersten sogenannten Uraufnahmen mit der örtlichen Grenzsituation im Maßstab 1:5000 stammen aus den ersten Jahrzehnten des vorletzten Jahrhunderts. Das hat einen geschichtlichen Hintergrund. 1808 wurde, im Nachklang der napoleonischen Einflussnahme im damaligen Königreich Bayern, erstmals eine Besteuerung des Grundbesitzes durchgeführt. Um hierbei exakt abrechnen zu können, waren präzise vermessene Grundbesitze und damit Katasterkarten nötig. Besonders interessant sind die Ortsbereiche, in denen Ortsblätter im genaueren Maßstab 1:2500 vermessen und gezeichnet wurden. „Die Genauigkeit dabei war damals aber eher nachrangig“, erklärt Reinhard Stephan, Leiter des Miesbacher Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. „Die Karten wurden aber auch quasi auf dem Felde erstellt.“

In den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts, sagt der Kartenliebhaber, habe es schließlich sogenannte Renovationsmessungen gegeben. Die Pläne dieser gewissermaßen zweiten Generation wurden im Landkreis um 1856 angelegt. Inzwischen hatten sich die Messmethoden verfeinert. Das Ergebnis: „Präzisere und ganz hervorragende Karten“, schwärmt der Diplomingenieur.

Historisches Material aus jener Zeit gibt es von Hausham, Schliersee, Weyarn, Bayrischzell, Rottach-Egern, Kreuth, Miesbach, Holzkirchen und weiteren Märkten und Gemeinden im Landkreis. Schon ein flüchtiger Blick auf dieses Kartenmaterial ist überaus spannend. Miesbach etwa, die seit Jahrzehnten größte und neben Tegernsee bekanntlich einzige Stadt im Landkreis, bestand damals noch aus einer recht überschaubaren Anzahl an Straßen und Gebäuden. 

Wie Miesbach früher aussah - und was daran überrascht

Interessant ist, dass die Altstadt aber im Kern etwa so strukturiert war, wie man sie auch heute kennt. „Es hat sich am damaligen Grundriss der City nicht viel verändert“, erklärt Stephan. „Draußen sieht das natürlich völlig anders aus.“ Klar auszumachen ist auf der historischen Karte der Untere Markt nebst den Gebäuden. Obgleich ein konkreter Name für den Platz fehlt. Dennoch zeigen derlei Karten, welche städtebaulichen Entwicklungen stattgefunden haben.

So können auch Sie in die Vergangenheit schaun

Und genau dieses Material ist keineswegs ein verborgener Schatz, mit dem nur Kartografen und Vermessungstechniker hantieren. Im Gegenteil. 

Hier geht es zur historischen Karten-Ansicht im Bayernatlas. Danach einfach mit dem Mausrad oder dem Pluszeichen in die gewünschte Region zoomen. Tegernsee und Schliersee sind ganz einfach zu finden. Sie sind von dunklem schwarzen Wald umgeben.

Wenn Sie nun sehen wollen, wie diese mittelalterlich anmutende Welt, in der am Tegernsee gerade mal ein Kloster und sonst so gut wie nichts steht, heute aussieht, müssen Sie einfach nur die Ansicht mit dem Button oben rechts verstellen. Dort steht im Moment noch „Historische Karte“. Mit einem Klick darauf können Sie zur „Webkarte“ für eine aktuelle Karte oder direkt zu „Luftbild + Beschriftung“ wechseln, um einen aktuellen Blick von oben auf unsere Heimat zu erhaschen. 

Und Übrigens: Der Bayernatlas verfügt über eine enorme Fülle an Karten. Es gibt etwa Themenkarten, in denen Umweltdaten wie beispielsweise Hochwasser- oder Lawinengebiete oder geologische Fakten eingebettet sind. Überdies gibt es Denkmalkarten oder solche, die sich speziell an Freizeitsuchende wenden. Es lassen sich Hallenbäder, Ski- und Langlaufgebiete, Schlösser, Tiergärten und allerlei weitere Themen auswählen. Außerdem kann man sich ganz fachspezifische Aspekte wie etwa Bodenrichtwerte anzeigen lassen. Viele Kommunen haben sogar – der Transparenz wegen – in Zusammenarbeit mit Landratsamt und Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung ihre Bebauungspläne digitalisiert und ins Netz gestellt. 

2018 sollen diese laut Stephan flächendeckend abrufbar sein. „Der Landkreis Miesbach ist dann durch.“ Eine Tatsache, die den Gemeinden die Arbeit gewaltig erleichtere, „weil viele Fragen dann schon früh ausgeräumt werden können“.

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