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Hoher Krankenstand: Infekte erwischen Lehrer und Schüler – Mobile Reserve reicht nicht aus

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Von: Dieter Dorby

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Gesundheit! Die Erkältungszeit ist längst da – gegen die Grippe kann man sich wappnen. Symbolbild: Gambarini/dpa
Gesundheit! Die Erkältungszeit hat die Schulen erreicht. Viele Lehrer und Schüler sind krank. © Maurizio Gambarini

In den Grund- und Mittelschulen des Landkreises herrscht derzeit eine gewisse Ausnahmesituation. Grund ist der überdurchschnittlich hohe Krankenstand bei Lehrkräften und Schülern.

„Seit Mitte vergangener Woche verzeichnen wir gestiegene Krankheitszahlen“, bestätigt Schulamtsleiter Jürgen Heiß auf Nachfrage unserer Zeitung. Dabei ist es offenbar nicht Corona, das Schüler wie Lehrer flachlegt, denn entsprechende Tests seien meist negativ. Vielmehr seien es grippale Infekte, wie Heiß festgestellt hat. Auch Magen-Darm-Erkrankungen seien derzeit im Umlauf. „Letztlich sind es die klassischen Erkältungssymptome“, stellt der Schulamtsleiter fest.

Zeitpunkt überrascht

Wobei ihn der Zeitpunkt etwas überrascht: „Wir haben mit einer Erkrankungswelle im Anschluss an die Herbstferien gerechnet, aber die ist ausgeblieben.“ Dafür stiegen nun die Zahlen. Was wohl dafür spricht, dass die Infekte der Übergangszeit sich erst jetzt breitmachen, nachdem die Temperaturen winterlicher werden. Bekanntlich war es zuletzt wochenlang zu mild für diese Jahreszeit.

Erhöhte Ausfallquote

Die genaue zahlenmäßige Erfassung der Betroffenen ist jedoch schwierig, wie Heiß erklärt, „da wir nicht jeden Tag schulscharf die Zahlen erfassen“. Die Ausfallquote unter den Lehrern beziffert er aktuell mit rund zehn Prozent bei den Grund- und Mittelschulen im Landkreis. Vier Prozent entfielen auf Schwangerschaften und längerfristige Krankheiten, aber sechs Prozenten seien jetzt kurzfristig hinzugekommen.

Wie die Zahlen bei den Schülern liegen, wird vom Schulamt nicht erfasst. „Aber wir sind im Gespräch mit Schulen“, sagt Heiß. So habe eine Grund- und Mittelschule berichtet, dass von etwa 300 Schülern an die 70 erkrankt seien.

Mobile Reserve reicht nicht aus

Um den Unterricht so reibungslos wie möglich am Laufen zu halten, werde die mobile Reserve ausgeschöpft, doch die reiche nicht, um alle Ausfälle aufzufangen. „Ansonsten müssen die Schulen improvisieren, zum Beispiel mit Zusammenlegungen.“ Zudem werden seitens der Regierung von Oberbayern weiter externe Verstärkungen gesucht. Dafür interessieren sich laut Heiß immer wieder Leute, „aber das Problem ist, dass man dafür eine gewisse Vorqualifikation braucht“. Idealerweise seien es Lehramtsstudenten und Nachrücker, die für die mobile Reserve infrage kommen. Ansonsten sei auch eine Unterstützung als Schulassistent denkbar, die in der Verwaltung und für Beaufsichtigungen eingesetzt werden.

Für die aktuelle Situation setzt Heiß eher aufs Abwarten und Auskurieren: „Ich bin guter Hoffnung, dass sich alles wieder stabilisiert, wenn alle diese Infekte durchlaufen haben.“

ddy

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