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Eingeschneit: ein BOB-Triebwagen im Januar in Schliersee.

Oberlandbahn gibt Höhe der Entschädigung bekannt

BOB-Kunden erhalten bis zu 30 Euro pro Ticketabo

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Die Bayerische Oberlandbahn (BOB) erstattet Abonnenten für Zugverspätungen und -ausfälle im Januar pauschale Beträge. Für die BOB ist das ein dicker finanzieller Brocken.

Landkreis – Der Wintereinbruch hatte die BOB-Fahrgäste kalt erwischt. Die Züge des Unternehmens waren teilweise massiv verspätet oder mussten ganz entfallen. „Wir bedauern sehr, dass es im Januar zu solch enormen betrieblichen Einschränkungen gekommen ist und können den Unmut darüber gut nachvollziehen“, sagt BOB-Geschäftsführer Fabian Amini.

BOB schreibt betroffene Abonnenten an

Nun stehen die Rahmenbedingungen. „Obwohl die betrieblichen Einschränkungen vor allem in der Witterung und mangelnden Schneeräumung des Infrastrukturbetreibers DB Netz AG begründet waren, möchte die Bayerische Oberlandbahn durch die freiwillige Zahlung ihren Fahrgästen direkt entgegenkommen“, heißt es in der Pressemitteilung. Die BOB erstattet Fahrgästen, die bei ihr ein Abonnement des BOB-Tarifs haben, auf Kulanzbasis pauschal 30 Euro. Fahrgäste mit einem entsprechenden Schülerabonnement, das nicht über einen Schulwegkostenträger finanziert wird, erhalten eine Erstattung von pauschal 20 Euro. Die betroffenen Kunden werden von der BOB direkt angeschrieben. Das Abonnement muss am 6. Januar bereits bestanden haben.

DB-Kunden müssen Erstattung per Mail beantragen

Wer bei der Deutschen Bahn vor dem 6. Januar ein Abonnement des BOB-Tarifs abgeschlossen hat, muss die Erstattung unter Einreichung des entsprechenden Nachweises per E-Mail an auskunft@bayerischeoberlandbahn.de beantragen. Ebenso erhalten Inhaber von Zeitkarten ohne Abonnement – also Wochen- und Monatskarten des BOB-Tarifs, deren Gültigkeit zwischen 6. und 15. Januar lag – eine pauschale Erstattung, wenn sie per Mail die entsprechende Zeitkarte vorlegen. Ob auch der Landkreis für die entfallene Schülerbeförderung im Januar entschädigt wird, darüber laufen nach Auskunft von Pressesprecher Christopher Raabe aktuell noch Gespräche.

„Wir hoffen, dass wir mit diesem Beitrag, der in Summe für uns als Unternehmen erheblich ist, ein klares Signal senden können“, sagt Geschäftsführer Amini. Nach einem von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) anberaumten Krisengespräch hatte er bereits angekündigt, dass sich das Unternehmen bei der Entschädigung der Kunden kulant zeigen werde. Mit der DB Netz AG arbeite man intensiv daran, dass sich derartige Vorfälle nicht wiederholen. Zahllose Pendler erwägen nach den Problemen laut einer Umfrage von merkur.de, wieder aufs Auto umzusteigen.

Homepage informiert über Kundengarantien

Nähere Informationen erhalten Fahrgäste unter www.meridian-bob-brb.de/de/service/fahrgastrechte-und-kundengarantien. Dort ist auch Näheres zu den gesetzlichen Fahrgastrechten und die freiwilligen Kundengarantien des Unternehmens zu finden, die zusätzlich greifen.

sh

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